Neue Vorwürfe gegen Schöneberger Hausverwaltung Blaczko
Überwachungskameras im Flur und Infiltrieren von Chat-Gruppen – diese Beschuldigungen eskalieren den Clinch von Immobilien-GmbH Blaczko und ihren Mietern weiter. Von Nina Breher und Lotte Buschenhagen
Die Schöneberger Hausverwaltung Blaczko GmbH & Co. KG ist schon öfter (1, 2) wegen Fiesheit und Schikane der Mieter ihrer 25 Immobilien aufgefallen – wir erinnern an hämische Mails infolge des Mietendeckel-Urteils („zu früh gefreut“, grinsende Emojis, knappe Rückzahlfrist), Sicherheitspersonal vor Wohnhäusern und fragwürdige Verträge (CP vom 22.05.). Nun sind neue Vorwürfe bekannt geworden (nd berichtete zuerst): Überwachungskameras in Hausfluren und Hinterhöfen, Infiltration einer internen Telegram-Gruppe und der Verdacht, dass Mieter, die sich organisieren, gezielt schikaniert werden.
Die Blaczko-Hausverwaltung weist alle Vorwürfe gegenüber dem Checkpoint als „abwegig“ zurück. Die „Mieter:innengewerkschaft“, die Initiative, mithilfe der sich die Bewohner organisieren und die auch juristisch gegen Blaczko vorgeht, wird von der Hausverwaltung als „fremdgesteuerte Vereinigung“ bezeichnet. „Es scheint, die Mitglieder werden aufgehetzt und verlieren den Bezug zur Realität.“ Die Berliner Beauftragte für Datenschutz Maja Smoltczyk teilt mit, man überprüfe derzeit mehrere Fälle „über eine potenziell rechtswidrige Videoüberwachung in wenigstens neun verschiedenen Liegenschaften“ der Blaczko-Hausverwaltung; die Frist zur Stellungnahme laufe noch. Laut Mio Decker von der Mieter:innengewerkschaft habe die Hausverwaltung mittlerweile einige der Kameras wieder abgebaut.