ADAC kritisiert Berliner Verwaltung, weil sie Unfallschwerpunkte nicht entschärft
Auch der ADAC hat sich gefährlichen Kreuzungen gewidmet. Drei Jahre nach der ersten Analyse hat er dieselben und andere notorische Unfallschwerpunkte erneut untersucht (RBB-Bericht hier). Fazit: An zwei der drei schlimmsten Knoten (Schlesisches Tor und Innsbrucker Platz) ist praktisch nichts verbessert worden, obwohl teils schon ein Eimer Farbe helfen würde – wie am Frankfurter Tor, wo die Radwege rot markiert wurden und die Unfallzahlen endlich sinken. Neu in der Brennpunktliste ist die Ausfahrt des Tiergartentunnels am Hauptbahnhof, wo die Fahrspurpfeile nicht mit denen auf den Schildern übereinstimmen, was ständiges Kuddelmuddel nach sich zieht. „Die aktuellen Unfallzahlen und die hohe Anzahl betroffener Verkehrsteilnehmender zeigen, dass es hier um mehr als nur Infrastruktur geht – es geht um Menschenleben“, resümiert ADAC-Verkehrsvorstand Martin Koller. Stunden später meldete die Polizei die 54. Verkehrstote dieses Jahres.