Bund will A100-Verlängerung bis 2035 fertigstellen – und die Storkower Straße ausbauen
Während die Landesregierung noch überlegt, wie sie den 17. Bauabschnitt der Autobahn verhindern kann, schafft der Bund weitere Fakten. Das verrät eine Ausschreibung. Von Christian Latz
Während Berlins Landesregierung noch überlegt, wie sie die Verlängerung der A100 verhindern kann, schafft der Bund weitere Fakten. Erstmals nennt das Bundesverkehrsministerium einen Termin für die Fertigstellung. Ende 2035 soll der 17. Bauabschnitt der Autobahn eröffnet werden. Nun wurde ein Berliner Ingenieurbüro mit der Planung der Stadtautobahn vom Treptower Park zur Storkower Straße beauftragt. Doch Schluss soll auch dort nicht sein. Den zugleich soll die Storkower Straße bis zur Landsberger Allee ausgebaut werden, heißt es in den Ausschreibungsunterlagen. Wo so viele Autos langbrettern sollen, reicht eine vierspurige Straße eben nicht aus.
Und der Senat? Stellt sich zum ersten Mal offiziell gegen die Verlängerung der A100. Nur heimlich und etwas um die Ecke gedacht. Im kürzlich vom Senat beschlossenen Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm heißt es dazu: „Bestehende Straßenplanungen werden unter klimapolitischen Gesichtspunkten neu bewertet. Daraus folgt, dass der Senat sich auf Bundesebene nicht dafür einsetzt, dass die A100 über den 16. Bauabschnitt hinaus weiter ausgebaut wird.“ Etwas verklausuliert, aber nun ist es erstmals amtlich: Berlins Regierung will den 17. Bauabschnitt der A100 nicht.