Wie klimafreundlich Berliner Spitzenkandidaten für die Abgeordnetenhauswahl Auto fahren

Giffey, Wegner und Czaja hatten sich im Checkpoint-Foto-Interview mit einer Elektro-Zapfsäule präsentiert. Ein E-Auto fährt dauerhaft aber keiner von ihnen. Von Anke Myrrhe

Wie klimafreundlich Berliner Spitzenkandidaten für die Abgeordnetenhauswahl Auto fahren
Einmal volltanken, bitte - aber wie? Berliner Spitzenkandidaten halten es damit unterschiedlich - und im Endeffekt trotzdem ähnlich. Foto: Florian Schuh/dpa

Bis dahin hilft nur: absteigen....

...oder umsteigen. Vielleicht aufs E-Auto? In der zweiten Folge unserer Foto-Interview-Reihe 5x1 (dritte Folge unten) hatten wir den Spitzenkandidat:innen für die Abgeordnetenhauswahl die Frage gestellt: „Was tun Sie fürs Klima?“ Franziska Giffey (SPD), Kai Wegner (CDU) und Sebastian Czaja (FDP) hatten sich jeweils mit E-Zapfsäule präsentiert. Also fragen wir doch mal nach: Wie fahren Sie’s denn? „Herr Czaja nutzt einen Dienstwagen, den ihm das Land Berlin in seiner Rolle als Fraktionsvorsitzender zur Verfügung stellt“, antwortet die FDP. „Momentan handelt es sich dabei noch um einen Verbrenner, in wenigen Wochen wird dieser allerdings durch einen umweltfreundlicheren Wagen mit E-Kennzeichen ersetzt. Der Bestellprozess läuft seit Ende letzten Jahres und hat sich leider etwas verzögert. Privat nutzt Herr Czaja außerdem gelegentlich Carsharing-Angebote.“

Also weiter zur CDU: „Kai Wegner fährt privat kein E-Auto, da die Ladeinfrastruktur im Land Berlin noch nicht so weit ausgebaut ist, dass er bei seinen täglichen vielen Kilometern durch die Stadt zwischentanken könnte.“ Er kommt schließlich aus Spandau, bei Berlin. „Bei seinen Fahrten als Bundestagsabgeordneter nutzt Kai Wegner den Fahrdienst des Deutschen Bundestages, der zunehmend Hybrid- und Elektrofahrzeuge einsetzt.“

Und was sagt die SPD? „Franziska Giffey fährt einen vollelektrischen Nissan Leaf, der von der Innung des Berliner Taxigewerbes e.V. gegen ein Entgelt für den Wahlkampf zur Verfügung gestellt wird.“ Klingt eher nach vorübergehender Verkehrswende.