In der Staatsoper streikt die Technik, der BER bekommt 4. Geschäftsführer

Weil auch knapp ein Jahr nach Eröffnung der Staatsoper die Technik nicht sicher funktioniert, muss der Hersteller an jedem Spieltag Fachpersonal abstellen, das im Notfall Hand anlegt. Eine klassische Berliner Mensch-Maschine-Lösung also. Frage an Berlin-Kenner: Wer hat die erfunden? Richtig, Ex-Flughafenchef-Darsteller Rainer Schwartz, der für seine Schmierenkomödie am BER mit einer Millionenabfindung belohnt wurde.

Apropos Flughafen – weil der BER immer noch nicht fertig ist, bekommt die FBB jetzt einen 4. Geschäftsführer: Carsten Wilmsen (vorher München) wird zuständig für Bau und Technik – und gilt als Führungsreserve, wenn Ober-GF Engelbert Lütke Daldrup nach der Eröffnung des BER 2020 (oder auch nach der Nichteröffnung 2020) einen Abflug macht. Damit hat unsere FBB endgültig Hamburg (2 GF) abgehängt, München (3) überholt und mit Frankfurt (4) gleichgezogen. Hallo Lufthansa, wird sind soweit. Wilmsen kommt übrigens mit der ortstypischen Verspätung an: Planmäßig hätte er bereits im vergangenen Jahr am BER landen sollen.

Zurück zum 2. Akt an der Oper, wo auch die Klima-Geräte, die Schließtechnik und die Telefonanlage machen, was sie wollen. Natürlich funktioniert auch das W-Lan nicht richtig. 15 Firmen sind weiterhin damit beschäftigt, Lichtschalter anzuschließen und Klinken zu montieren, es werden bei laufendem Betrieb Steine gefräst, Bretter gesägt, Spiegel angedübelt, Wände gestrichen. Aber was soll’s, Franz Schubert arbeitet ja jetzt auch schon seit 196 Jahren an seiner „Unvollendeten“ (Symphonie Nr.8, H-Moll).