Dauerthema Mieten: FDP und Grüne im Twitter-Zwist
Friedrich Merz hatte mal seine Leitkultur, Twitter pflegt lieber eine Neidkultur. Dieses Mal im Mittelpunkt: der grüne Baustadtrat von Friedrichshain-Kreuzberg Florian Schmidt. Anlass ist ein Text der „Prenzlauer Berg Nachrichten“, der sich um Mieter dreht, deren Wohnungen nicht mehr zu ihren Lebensumständen passen. Die Bewohner bleiben, weil es woanders zu teuer wäre. Einer davon ist Schmidt, der mit seiner vierköpfigen Familie auf 65 Quadratmetern in zwei Zimmern lebt. Dieses Beispiel ärgert nun einige Twitter-Nutzer, darunter FDP-Politiker, die dem Grünen sein Stadtratsgehalt von etwa 8000 Euro unter die Nase reiben: Er könne sich doch leicht was Besseres leisten. Dieses Argument will Schmidt nicht gelten lassen, der unter anderem darauf verweist, dass er Politiker auf Zeit sei. „Wer ein Drittel seines Gehalts für Mieten ausgibt, der hat ein Problem, wenn das Gehalt runtergeht.“ Mal abgesehen davon, dass er ganz offensichtlich nicht auf ewige Höhenflüge der Grünen spekuliert: Wer würde Schmidts Job denn gern machen wollen? Ständig diese Immobilienhaie und Hausbesetzer am Hals! Dann schon lieber FDP im Bundestag.