Behördenpingpong an der Gedächtniskirche
Weiter geht’s mit einer Runde Behördenpingong. Seit Jahren ist klar: Der neue Teil der Gedächtniskirche bröselt vor sich hin und braucht dringend eine Sanierung (v.a. der Betonwaben) – doch warum geht’s nicht voran? Die Kirche teilt mit, dass das Bundesamt für Bauwesen mitteilt, dass der Projektsteuerer erst beauftragt werden kann, wenn die Finanzierung steht. Der Senat teilt mit, dass erstens eine Überprüfung der Zahlen durch eine amtliche Baudienststelle fehlt (Bezirk), und dass zweitens zu keinem Zeitpunkt Mittel im Landeshaushalt eingestellt wurden (Parlament) – obwohl der Bund die Hälfte der Kosten (35 Mio. Euro) übernehmen will. Das Bundesgeld fließt allerdings nur, wenn der Senat, das Parlament, der Bezirk, das Amt, die Gemeinde…
Die Opposition hatte übrigens gefordert, den Berliner Anteil im Sonderfonds Siwana zu berücksichtigen. Die Koalition wollte das erst in den nächsten Fonds packen – nur wird es den nach Corona kaum noch geben. Es kommentiert der CDU-Abgeordnete Andreas Statzkowski: „Wir riskieren eine Bauruine – und das Geld vom Bund ist dann auch noch weg.“ Bleibt wohl nur der Versuch, die Millionen über eine Marketingkampagne zu sammeln. Der Checkpoint spendiert schon mal das Motto: „Gedächtniskirche – kannste vergessen.“