Messerattacke an Neuköllner Schule: Zwei Mädchen schwer verletzt
Harter Themenwechsel: Um 15.17 Uhr ging gestern der Notruf bei der Berliner Polizei ein. Die schreckliche Messer-Attacke auf ein siebenjähriges und ein achtjähriges Mädchen an einer Neuköllner Schule bewegt seitdem Berlin. Eines der Mädchen schwebt noch immer in Lebensgefahr. Offenbar hat ein psychisch kranker 39-Jähriger die beiden Kinder auf dem Hof der evangelischen Schule attackiert. Der Täter, geboren in Berlin, ließ sich von der Polizei noch auf dem Schulgelände festnehmen. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der Familie, den Mitschülerinnen und Mitschülern, Lehrerinnen und Lehrern der Schule.
Für Berlins Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) beginnt ihr neuer Job also gleich mit einem Kriseneinsatz. Die neue Senatorin fuhr sofort nach Bekanntwerden der schrecklichen Tat nach Neukölln: „Ich bin jetzt hier hergekommen und es war mir besonders wichtig, mit der Schulgemeinschaft zu sprechen“, sagte Günther-Wünsch dort. In den kommenden zwei Tagen wird es an der Schule keinen normalen Betrieb geben, auch die Prüfungen finden erstmal nicht statt. Günther-Wünsch endet mit einem Appell an die Presse: Man solle in den kommenden Tagen Rücksicht nehmen – besonders auf die Schulgemeinschaft.
Sie wissen nicht, wie Sie mit ihren Kindern, Enkeln oder Schülern heute über die schreckliche Tat sprechen sollen? Die Bonner Pädagogin und studierte Kriminologin Isabel Ruland und die Psychologin Silke Mrose geben in diesem Text Antworten.