Senat hat Flugangst

Vielleicht hätten sie jemanden fragen sollen, der sich damit auskennt: Die privaten Organisatoren eines Rosinenbomberflugs - dieses Jahr ist das Ende der Luftbrücke 70 Jahre her - sind mit ihrem Plan ins Trudeln geraten, mit historischen Maschinen über Berlin hinwegzubrummen. Und das ausgerechnet, nachdem der Bundespräsident die Schirmherrschaft übernommen und der Senat sich mit dem Thema befasst hat (CP von gestern). Doch jetzt stellt sich heraus: Für alle möglichen Kapriolen - vom Tiefflug übers Tempelhofer Feld bis zum Fest am Brandenburger Tor - sind bislang keine Genehmigungen beantragt worden. Die Turbulenzen lösen im Senat offenbar Flugangst aus. Von Vize-Sprecher Julian Mieth kam deshalb folgende Durchsage: Das offizielle Fest zum Ende der Luftbrücke in Tempelhof ist auf keinen Fall gecancelt. Check-in ist am 12. Mai von 12 bis 19 Uhr. Es könnte aber trotzdem ein Eiertanz werden: Auf dem Tempelhofer Feld brüten immer mehr Feldlerchen (auf dem Boden), weshalb Teile des Geländes ab kommenden Montag gesperrt bleiben (bis Ende August).