DDR-Grenztote: Zahlen sollen neu geprüft werden
Wenn sich die Zahlen bewahrheiten, dann dürften sich alle Relativierer der Verbrechen an Mauer und Stacheldraht bestätigt fühlen: Nach Recherchen des RBB könnte es weitaus weniger Tote an der innerdeutschen Grenze gegeben haben, als eine Studie im Auftrag der Bundesregierung ermittelt hat. Im Sommer 2017 hatte der Forschungsverbund SED-Staat an der Freien Universität die Zahl von 327 Todesopfern genannt. Nun stellt sich heraus, dass mindestens 50 Fälle strittig sind, darunter Selbstmorde von DDR-Grenzoffizieren. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) will die Studie überprüfen lassen. Gekostet hat die Expertise 650.000 Euro und sollte valide Zahlen liefern.