125.000 Unterschriften gegen Tierversuche

Die Nachtigallen, mit deren Hilfe eine FU-Wissenschaftlerin nach neuen Erkenntnissen zu Autismus forschen will, sind bereits mehrfach durch den CP getrapst. Die EU fördert das Projekt mit 1,5 Millionen Euro, bei dem drei Weibchen aus der Zucht mit drei Männchen aus freier Wildbahn verkuppelt werden sollen. Die Wissenschaftlerin wollte im Labor über haarfeine Elektroden, die ins Gehirn der Vögel implantiert werden, die Aktivitäten von Nervenzellen während des Gesangs der Tiere untersuchen. Das alles sei schmerzfrei, versichert die Forscherin. Doch erst gab es Ärger mit der Berliner Umweltbehörde wegen der Fangerei, nun haben auch noch Tierschützer 125.000 Unterschriften gegen die Versuche gesammelt. Am Mittwoch sind sie Listen dem Senat übergeben worden. Mittlerweile hatte aber schon das Land Brandenburg den Fang märkischer Nachtigallen genehmigt, weshalb nun auch der dortige Umweltminister – er heißt Jörg Vogelsänger – Ärger mit den Tierschützern kriegt.