Bis dahin schauen wir uns noch ein bisschen auf dem Berliner Wohnungsmarkt um, und zack: Schon haben wir auch heute wieder für Sie ein paar exklusive Schätzchen gefunden. So schwer ist das gar nicht! Sie müssen nur ein paar kleinere Risiken und Nebenwirkungen in Kauf nehmen, aber entscheiden Sie selbst.

Angebot 1) In der Torstraße (Mitte) können Sie eine mittelgroße Mietwohnung haben, schön laut gelegen und mit überschaubarer Preisentwicklung für die nächsten 16 Jahre. Sie zahlen in diesem Jahr nur 2400 Euro – nein, anders: Sie zahlen dieses Jahr nur 2410 Euro im Monat, dann geht es 2020 ff immer ein bisschen aufwärts, ihr Vermieter hat es ja auch nicht leicht. 2035 sind Sie dann mit 8170 Euro dabei – aber bis dahin werden sie ja auch sicher ordentlich verdienen. Ok, etwas teurer als die Prenzlauer-Berg-Bude von gestern (da waren wir mit einem gleichartigen Staffelmietvertrag im Jahr 2036 bei 6716 Euro). Aber Mitte!

Ja, ich weiß, das klingt irgendwie unglaubwürdig. Aber Sie können die Unterlagen gerne bei uns einsehen, da steht auch drin, wie der Vermieter den Mietspiegel austricksen will (und wie er heißt, natürlich). Ach, ist doch nicht so Ihr Ding? Na, wir haben da ja noch etwas Anderes …

Angebot 2) Wie wäre es mit einer kleinen, aber feinen Dienstwohnung in der Goltzstraße (Schöneberg)? 38 qm, 484 Euro p/m warm inklusive, also bitte: Da kannste nich meckern. Ist allerdings nicht was für jeden – schauen wir auch hier mal in die Unterlagen des Vermieters ... da haben wir es ja schon: „Vermietung nur an für uns nebenberuflich 10-40 Stunden monatlich arbeitende weibliche schlanke Servicekraft bis 25 Jahren!“. Schade, da bin ich raus. Verstößt auch gegen mehrere Punkte von § 1 des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes. Aber dafür gibt‘s einen schönen Laminatfußboden, 10 Euro die Stunde im „Foto-Tonstudio“ für was auch immer und: „Das Wasser wird durch einen Durchlauferhitzer erhitzt.“ Genau wie die Preise am Markt.

p.s.: Auch diesen Vermieter werden Sie demnächst hier im Checkpoint noch näher kennenlernen.