wegen des Busfahrerstreiks entfällt heute leider die Rubrik „Berlin, aber Schnauze“ – die BVG will diesen Zustand allerdings rasch beenden: Sie funkte Friedenssignale an Verdi, am Montag wird verhandelt, und dann heißt es vorne wieder: „Fahren Sie Steglitz?“ – „Ne, ick fahr‘ Bus!“
Bis dahin schauen wir uns noch ein bisschen auf dem Berliner Wohnungsmarkt um, und zack: Schon haben wir auch heute wieder für Sie ein paar exklusive Schätzchen gefunden. So schwer ist das gar nicht! Sie müssen nur ein paar kleinere Risiken und Nebenwirkungen in Kauf nehmen, aber entscheiden Sie selbst.
Angebot 1) In der Torstraße (Mitte) können Sie eine mittelgroße Mietwohnung haben, schön laut gelegen und mit überschaubarer Preisentwicklung für die nächsten 16 Jahre. Sie zahlen in diesem Jahr nur 2400 Euro – nein, anders: Sie zahlen dieses Jahr nur 2410 Euro im Monat, dann geht es 2020 ff immer ein bisschen aufwärts, ihr Vermieter hat es ja auch nicht leicht. 2035 sind Sie dann mit 8170 Euro dabei – aber bis dahin werden sie ja auch sicher ordentlich verdienen. Ok, etwas teurer als die Prenzlauer-Berg-Bude von gestern (da waren wir mit einem gleichartigen Staffelmietvertrag im Jahr 2036 bei 6716 Euro). Aber Mitte!
Ja, ich weiß, das klingt irgendwie unglaubwürdig. Aber Sie können die Unterlagen gerne bei uns einsehen, da steht auch drin, wie der Vermieter den Mietspiegel austricksen will (und wie er heißt, natürlich). Ach, ist doch nicht so Ihr Ding? Na, wir haben da ja noch etwas Anderes …
Angebot 2) Wie wäre es mit einer kleinen, aber feinen Dienstwohnung in der Goltzstraße (Schöneberg)? 38 qm, 484 Euro p/m warm inklusive, also bitte: Da kannste nich meckern. Ist allerdings nicht was für jeden – schauen wir auch hier mal in die Unterlagen des Vermieters ... da haben wir es ja schon: „Vermietung nur an für uns nebenberuflich 10-40 Stunden monatlich arbeitende weibliche schlanke Servicekraft bis 25 Jahren!“. Schade, da bin ich raus. Verstößt auch gegen mehrere Punkte von § 1 des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes. Aber dafür gibt‘s einen schönen Laminatfußboden, 10 Euro die Stunde im „Foto-Tonstudio“ für was auch immer und: „Das Wasser wird durch einen Durchlauferhitzer erhitzt.“ Genau wie die Preise am Markt.
p.s.: Auch diesen Vermieter werden Sie demnächst hier im Checkpoint noch näher kennenlernen.
Zu den anderen Meldungen aus Berlin:
„Wir träumen davon, aus diesem klein gestarteten Projekt eine zivilgesellschaftliche, deutschlandweite Initiative zu schaffen“, heißt es im Manifest des Kuratoriums zum Aufbau der Synagoge am Fraenkelufer, das heute veröffentlicht wird (vorab hier zu lesen). Unterzeichnet haben es neben dem Vorsitzenden Raed Saleh zahlreiche prominente Berlinerinnen und Berliner. Der Zentralratsvorsitzende Josef Schuster hatte sich bisher nicht dazu geäußert, dem Checkpoint sagte er gestern: „Das wird sicher weit über Berlin hinausstrahlen und hat Bedeutung für ganz Deutschland. Persönlich finde ich die Idee sehr reizvoll und ich würde mich sehr freuen, wenn der Wiederaufbau sehr bald realisiert würde. Es ist ein sehr wichtiges Zeichen.“
Die heutige Aufgabe für Berlinkenner: 1) Ordnen Sie bitte folgendes Zitat dem richtigen Unternehmen zu: „Die Zusammenarbeit von Aufsichtsrat und Geschäftsführung ist durch Misstrauen geprägt.“ 2) Bennen Sie den Geschäftsbereich, um den es hier geht: „Beim Aufsichtsrat bestehen weiterhin Zweifel an der Offenheit und Transparenz der Geschäftsführung.“ Na? Ok, das war leicht: Es handelt sich natürlich um die Flughafengesellschaft und ihren andauernden Versuch, den BER zu eröffnen. (Q: Aus einem Bewertungstest des Deutschen Instituts für Effizienzprüfung, ausgewertet von der „Morgenpost“-Kollegin Gudrun Mallwitz).
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Zum 6. Mal läutet unser alljährliches Kundenfest den Start in die neue Gartensaison ein. Unter dem Motto: Spiel, Spaß, Sparen und Gewinnen erwarten wir Sie am Samstag, dem 6. April 2019, von 8 bis 18 Uhr in allen drei Niederlassungen mit einem Blumengruß für die ersten 1500 Besucher und einem bunten Strauß schöner Überraschungen. www.possling.de
Sie erinnern sich an die Steglitzer Telefonzelle, die Anwohner zur Tauschbibliothek aufgewertet hatten? Erst verrammelte die Telekom ihre Box „wegen Beschädigung“, jetzt stellte sie Anzeige wegen Hausfriedensbruchs. Doch damit nicht genug: Das Unternehmen, das selbst oft genug den Hausfrieden ihrer Kunden bricht (Stichwort „Service, so genannter“) wollte vom Bezirksamt wissen, „wer für die Reinigung der Telefonzelle aufkommt“ - logo, ich rufe ja auch immer beim Ordnungsamt an, wenn mein Zimmer aufgeräumt werden muss. Aber der Stadtrat für Bürgerdienste erklärte sich für unzuständig und reichte das Anliegen an das Straßen- und Grünflächenamt weiter, das sich ebenfalls nicht in der Pflicht sieht - hoffentlich war wenigstens die Warteschleife ergiebig.
Wir kommen zur Frage aller Fragen: „Mit welchen Maßnahmen plant der Senat, die im Vergleich zu Frauen um mehr als fünf Jahre geringere Lebenserwartung von Männern zu erhöhen?“ Das jedenfalls wollte die AfD-Abgeordnete Jeannette Auricht wissen. Hm, der Supercomputer „Deep Thought“ von Douglas Adams („Per Anhalter durch die Galaxis“) hätte wahrscheinlich „42“ geantwortet, aber der Senat konnte leider nur Neu-Staatssekretär Martin Matz aufbieten. Dessen enttäuschende Antwort: „Veränderungen in der Lebenserwartung sind längerfristige Entwicklungen und nicht durch kurzfristige Maßnahmen zu erreichen.“ Merke: Rot-Rot-Grün wirkt – in diesem Fall aber erst in 100 Jahren (Angaben ungefähr).
Berliner Schnuppen
Telegramm
Eine schlimme Nachricht erreichte uns gerade aus Neuseeland: In Christchurch hat es während des Freitaggebets Angriffe auf Moscheen gegeben. Es gibt mehrere Tote und zahlreiche Verletzte. Vier Verdächtige sind in Haft. Die Stadt ist im Ausnahmezustand.
Schreckmoment gestern Abend in der „Tagesschau“: Sprecher Jan Hofer kollabierte, aber wenig später twitterte er schon wieder: „Danke für die vielen guten Wünsche. Ich bin gerade im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf durchgecheckt worden. Keine Auffälligkeiten.“ Na dann: Gute Erholung.
In der Enteignungsdebatte schickt der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen den früheren Präsidenten des Berliner Verfassungsgerichts Helge Sodan ins Gutachter-Casting – und der liefert wie bestellt: Er hält die „Sozialisierung von Immobilien“ für nicht verfassungskonform (Vorstellung in der kommenden Woche).
Neues aus der Digitalhauptstadt des Universums: Weil am Landgericht jetzt Schriftsätze über das „besondere elektronische Anwaltspostfach“ eingereicht werden, das Gericht selbst aber noch keine elektronischen Akten führt, wurde ein extrem leistungsstarker Papierdrucker angeschafft – der aber leider auch extrem schwer ist. Es musste sogar ein Statiker anrücken und die Unbedenklichkeit erklären.
Besuch von FDP-Chef und Checkpoint-Leser Christian Lindner am Tag vor den großen „Fridays-for-Future“-Schülerdemos – der FDP-Chef bleibt dabei: Das Klima ist was für Profis (und nichts für Politiker, Journalisten oder Greta Thunberg, die gestern von norwegischen Abgeordneten für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen wurde).
Apropos Schule:Vom nächsten Grundschuljahr an gibt’s das „kostenlose Mittagessen“. Frage an Stadtrat Carsten Spallek gestern im Ausschuss, ob der Bezirk darauf vorbereitet ist, klare Antwort: „Nein“.
Bürgerbeteiligung unter Rot-Rot-Grün (I): 1199 Widersprüche sind beim Bezirksamt Mitte gegen die neuen Straßennamen im Afrikanischen Viertel eingegangen – und die werden „in der Reihenfolge ihres Eingangs gefertigt und zugestellt“. Und abgelehnt: „Die Diskussion wurde bereits geführt“, teilte ein BA-Sprecher mit. Und jetzt Ruhe bitte! (Q: „Berliner Zeitung“).
Bürgerbeteiligung unter Rot-Rot-Grün (II): ADFC und Changing Cities haben gestern Abend die Gespräche mit dem Senat über den Ausbau der Radinfrastruktur abgebrochen: „Der Senat konnte keine verbindliche Zusage für die weitere Beteiligung der Zivilgesellschaft machen“, heißt es in einer Erklärung.“ Weiterfahren, hier jibt’s nüscht zu sehen!
Und hier eine Suchmeldung: Vermisst wird ein blaues Poloshirt mit weißen Streifen - die Kostümabteilung des Maxim-Gorki-Theaters hat es in der S-Bahn liegengelassen. Es wird dringend gebraucht für die Uraufführung von „Granma“ (21.3.) – und so sieht es aus.
Wir kommen zur Rubrik „Unnützes Berlinwissen“. Die Hildburghauser Straße in Lichterfelde ist zwar nicht die längste Straße der Stadt, aber die mit der längsten Neubauzeit – hier das Asphaltdesaster Schritt für Schritt: 1) Im Jahr 2000 beschließt das BA die Sanierung. 2) Sechs Jahre später ist das Geld da. 3) Wegen des neuen Gesetzes zum Straßenausbaubeitrag wird die Planung ausgesetzt. 4) Nach der Abschaffung des „StrABG“ wird weitergeplant. 5) 2015 beginnt der Bau. 6) Seit Ende 2018 ruht der Bau. 7) Ende 2020 wird weitergebaut (vielleicht). 8) Ende 2022, also 23 Jahre nach der ersten Planung, ist alles fertig (noch vielleichter).
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Neun von zehn neuen Blitzern sind außer Betrieb, die Begründung: „Die erforderlichen Stromanschlussarbeiten sind noch nicht abgeschlossen.“ (Q: Staatssekretär Torsten Akmann auf Anfrage von MdA Andreas Otto, heute auf S.1 der „B.Z.“)
Tja, das ist Berlin: Blitzer, die nicht blitzen, Flughäfen, von denen nichts fliegt, Standesämter, in denen niemand heiratet – und natürlich Spielplätze, auf denen niemand spielt: Der komplett gerüstlose am „High Park“ (Gabriele-Tergit-Promenade, Potsdamer Platz) wurde jetzt sogar eingezäunt - „zum Schutz der Kinder“, wie die GSP Städtebau mitteilt.
Falls Sie eine „Wasserstoffatomstrahlquelle“ übrighaben – auf der Vergabeplattform des Landes Berlin wird gerade eine gesucht.
Die Lotto-Stiftung hat wieder ein paar Millionen verteilt – u.a. gingen 200.000 Euro an die „re:publica“ (Beginn 6.5.).
Unser Projekt Radmesser ist für den Deutschen Fahrradpreis nominiert – es kommentiert unser Teamleiter Hendrik Lehmann: „Juhuu!“
Elisa Simantke und Harald Schumannn vom Tagesspiegel werden mit dem Hans-Matthöfer-Preis für Wirtschaftspublizistik ausgezeichnet – ihre Recherche über den mächtigen Investor „Blackrock“ erschien am 8. Mai vergangenen Jahres in 15 europäischen Medien.
Apropos „Blackrock“: Das amerikanische Unternehmen ist Miteigentümer der „Deutschen Wohnen“ und Miteigentümer der Ratingagentur „Moody's“, die wiederum die Kreditwürdigkeit ihres Miteigentümers „Blackrock“ aufgewertet hat und dem Land Berlin mit einer Abwertung der Kreditwürdigkeit droht, sollte die „Deutsche Wohnen“ (siehe oben) enteignet werden. Logo.
Kleine Erinnerung: Die Checkpoint-Laufgruppe trifft sich diesmal am Görlitzer Park (Sonnabend 11 Uhr, Eingang Skalitzer Straße) – es geht an die Spree und zum Treptower Park. Gelaufen wird in zwei Gruppen (sechs und zwölf Kilometer), Special Guest ist SCC-Trainerin Natalie, es gibt Sprudel und Fassbrause - und für die Wechselklamotten bringen wir wieder den Tagesspiegel-Twingo mit. Wenn Sie noch nicht dabei waren: Kurze Anmeldung unter checkpoint@tagesspiegel.de genügt.
BER Count Up – Tage seit Nichteröffnung:
Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hat das Wunder vollbracht: Am 31. Oktober 2020 ist der Flughafen BER offiziell eröffnet worden. 3.073 Tage nach der ersten Nicht-Eröffnung stellen wir damit unseren Count Up ein. Wer nochmal zurück blicken will: Im Tagesspiegel Checkpoint Podcast "Eine Runde Berlin" spricht Lütke Daldrup mit Tagesspiegel Chefredakteur Lorenz Maroldt und Checkpoint Redakteurin Ann-Kathrin Hipp über detailverliebte Kontrollen, politische Befindlichkeiten und aufgestaute Urlaubstage.
Zitat
„Da müssen Sie eben früher aufstehen.“
Mitarbeiter im Sicherheitsbereich von TXL zu Fluggästen, die morgens um 5.40 Uhr in ewig langen Warteschlangen um ihren 7-Uhr-Flieger bangen – natürlich im Terminal C, das nach seiner typischsten Eigenschaft benannt ist: C wie Chaos. (Hier der Bericht einer Passagierin.)
Tweet des Tages
'Wie heißt noch dieser kleine Vorort von Berlin?' 'Potsdam.' 'Ist doch ein Vorort oder?' 'Ja, so wie Spandau.' Gespräche in der Bahn. Man muss sie einfach lieben.
Stadtleben
Essen Kulinarische Leidenschaft hin oder her, als „Getreide-Nerd" würden sich selbst Spitzenköche wohl kaum bezeichnen. Nicht so Verena Bahlsen. Die Urenkelin des Leibniz-Keks-Erfinders Hermann Bahlsen kennt sich aus mit Einkorn, Okara- und Erdmandelmehl. Im Hermann's serviert sie seit 2017 nicht weniger als die Zukunft des Essens - und will damit doch nicht die Welt retten, wie sie Tagesspiegel-Autor Michael Graupnerverriet. Auf dem aktuellen Wintermenü steht u.a. der Jackfruit-Burger mit Aktivkohle-Emmer-Brötchen, karamellisierten Zwiebeln und Cashewnuss-Mayonnaise für 11,50 Euro und zum Dessert der Kakao-, Dinkel- und Tigernuss-Biskuitkuchen mit Honig-Joghurt-Mousse für 4,50 Euro. Es gilt die amtliche Warnung vor Hipstern in der Torstraße 118 in Mitte am U Rosenthaler Platz. Mo-Fr, 9-17 Uhr (via Corinna Segelken)
Angst vor konventionellem Getreide sollte man im Canal in den Hackeschen Höfen nicht haben! Hier überbrücken noch bis Ende März opulente Eclairs in ausgeklügelten Sorten die kalte Jahreszeit. Danach füllen wieder cremige Eissorten die Auslage. Es schreit also nach einem kulinarischen „Noch hingehen“ in die Rosenthaler Straße 40 (S-Bhf Hackescher Markt) für Eclairs à la „Vanille Pecannüsse“ oder „Pistazie-Raspberry“. Wer nach einem Besuch angefixt ist: Keine Sorge, nach einer dauerhaften Örtlichkeit wird bereits gesucht! Mi-So 12-20 Uhr, Hof 1
Trinken Beim Beliebtheitsgrad des Gin Tonics wundert man sich doch, dass das Gin & Tonic Festival im Kühlhaus Berlin das erste seiner Art ist. Auch wenn Feuilletons und Stadtmagazine dem schön simplen Cocktail immer wieder mal das Ableben als Kultgetränk attestieren, geht in der Barszene der Hauptstadt gefühlt nichts ohne die Wacholder-Mixtur. Zwischen 16 und 22 Uhr wird heute genau das mit Kostproben und Mix-Workshops in der Luckenwalder Straße 3 in Kreuzberg (U-Bhf Gleisdreieck) zelebriert. Tickets gibt’s ab 15 Euro.
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Zwei Essen bestellen - nur eines bezahlen
Das Tagesspiegel Restaurant-Scheckheft 2019 lädt Sie ein, Berlin von seiner kulinarischen Seite kennen zu lernen. Vom Insidertipp bis zum Feinschmeckerlokal: Mit den Gutscheinen können Sie jeweils zwei Hauptgerichte bestellen – und zahlen nur eines!
Last-Minute-Tickets bekommen Fans von Richard Strauss, Alexander Zemlinksy und Frank Schreker noch für die Komische Oper, wo es beim 4. Kammerkonzert „Spätromantisch“ wird. Mit bis zu 16 Instrumenten versuchen die Musikerinnen und Musiker die klangvollen Konflikte der Komponisten, die sich zwischen Tradition und Moderne und zwischen Grenzen und Möglichkeiten von (A-)Tonalität bewegten, zum Ausdruck zu bringen. Karten kosten 15 Euro. Ab 20 Uhr in der Behrenstraße 55-57, U-Bhf Französische Straße
Noch mehr Musik – nur eben zum selbst ausprobieren und ohne hohe Ansprüche – gibt’s am Wochenende im FEZ beim „Musikfestival Klangwelten“. Hier sind Groß und Klein angehalten, die Drumsticks oder die E-Gitarre in die Hand zu nehmen und drauflos zu musizieren. In Workshops geht’s um Rhythmus und Klang, ganz praktisch wird’s beim Instrumentenbau aus Recyclingmaterialien. Einzeltickets kosten 5 Euro, Familientickets 4 Euro p.P. Sa-So 12-18 Uhr, Straße zum FEZ 2, Tram-Station Nixenstraße
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Am Wochenende wird es dunkel in Prenzlauer Berg, denn Canyon Berlin öffnet dort unter dem Titel „Art in the Dark: The Visual Experience" den Untergrund. Was das genau bedeutet? Unklar. Dem Thema der Ausstellung ist wohl zu schulden, dass Interessierte weitgehend im Dunkeln tappen - weitere Infos sind kaum bekannt. Nur: Es geht um Graffitikunst und Warnwesten, Taschenlampen werden selten ohne Grund verteilt. Wer die Erleuchtung sucht, geht heute ab 18 Uhr oder Samstag und Sonntag ab 12 Uhr mutig voran zu Sneakersnstuff in die Schönhauser Allee 6-7 (U-Bhf Rosa-Luxemburg-Platz). Der Eintritt ist frei. Wir wünschen einen stolperfreien Aufenthalt dort unten. (via Corinna Segelken)
Sonntagabend zur Buchpremiere von Michael Rutschkys Tagebüchern ins Literaturhaus Berlin: Bekannt war der Autor insbesondere für seinen sehr eigenen Essay-Stil. Als studierter Soziologe transformierte er die Methode der „teilnehmenden Beobachtung“ aus der empirischen Sozialforschung in eine literarische Kunstform. Nun wurden seine Tagebücher, in denen Rutschky seinen Alltag vom Jahr 1997 bis 2009 dokumentierte, unter dem Titel „Gegen Ende" veröffentlicht. Am Sonntag, seinem Todestag, lesen u.a. Literaturkritiker Dirk Knipphals und Schriftsteller Marc Degens Auszüge aus den Tagebüchern in der Charlottenburger Fasanenstraße 23 (U-Bhf Uhlandstraße) – wobei eine Reflexion des Mediums Tagebuch und dem Umgang damit nicht zu kurz kommen soll. Der Eintritt kostet 7 Euro. Ab 19.30 Uhr
Plätze sichern für eine Führung durch den Spreepark. Bei vielen weckt der ehemalige DDR-Vergnügungspark Nostalgie, Touristen lockte er lange als mysteriöser Lost Place an. Mit dem geplanten Umbau soll vor allem letzteres Image abgelegt werden, stattdessen ist ein Kunst- und Kulturpark im Plänterwald geplant – im Dialog mit den BürgerInnen. Wie es um die aktuellen Planungen steht, wird Besuchern ab Ende März in eineinhalbstündigen Führung nahegebracht – natürlich ohne eine kleine Geschichtsstunde zu missen. Jeden Samstag und Sonntag bis Anfang November (je um 11, 13 und 15 Uhr), der Eintritt ist frei, Reservierung hier.
Noch hingehen ins Alexanderhaus, wo bis zum 30. März im Erdgeschoss „Treffpunkt Alexanderplatz“ von Thomas Billhardt gezeigt wird. Von 1959 bis 2018 beschäftigte sich der renommierte Fotograf (bekannt durch Kriegsfotografie im Vietnam) mit dem weit über die Grenzen Berlins hinweg bekannten Platz – und den Menschen, die ihn tagtäglich überqueren. Entstanden ist daraus ein „fast lückenloses Portrait des Platzes“. Der Eintritt ist frei. Mo-Sa 11-18 Uhr, Alexanderplatz 2, S/U-Bhf Alexanderplatz
Das Stadtleben zum Wochenende von: Maria Kotsev
Prominent verraten
Cowboyhut, Unterhemd, Jeans oder Lederhose – so kennt man Alec Völkel alias Boss Burns und Sascha Vollmer alias Hoss Power von The Bosshoss, die diese Woche fotografische Hinweise hinterlassen haben. Ihr Konzert spielen sie natürlich am 6. April in der Max-Schmeling-Halle –und nicht am 4. April. Das wäre schließlich eine Lüge, auch wenn es am 4. April zum "Erzähl-eine-Lüge-Tag" passen würde, bleiben wir lieber bei der Wahrheit. Richtig geraten und die Checkpotts gewonnen hat Leser Benjamin Lengacker – herzlichen Glückwunsch! Auf den „Mehr Berlin“-Seiten gibt's morgen noch mehr Fotos zu sehen.
Berlin heute
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Zum 6. Mal läutet unser alljährliches Kundenfest den Start in die neue Gartensaison ein. Unter dem Motto: Spiel, Spaß, Sparen und Gewinnen erwarten wir Sie am 6. April 2019 von 8 bis 18 Uhr in allen drei Niederlassungen ein bunter Strauß schöner Überraschungen. Holz Possling
Demonstration Von 10 bis 16 Uhr zieht „Fridays for Future" mit ca. 5000 Menschen vom Invalidenpark ausgehend durch Mitte und dabei u.a. durch die Luisenstraße, Dorotheenstraße, Otto-von-Bismarck-Allee und Reinhardtstraße. Von 10 bis 11.30 Uhr läuft ein Aufzug der Nelson-Mandela-Grundschule in Wilmersdorf unter dem Motto „Klimawandel und Umweltschutz" mit etwa 180 Teilnehmern von der Pfalzburger Straße über den Hohenzollerndamm zum Fehrbelliner Platz und wieder zurück. Am Samstag ziehen ca. 1000 Menschen unter dem Titel „Internationaler Aktionstag gegen Rassismus" vom Wittenbergplatz zum Kaiser-Wilhelm-Platz in Schöneberg, angemeldet von „Aufstehen gegen Rassismus Berlin". Von 11 bis 15 Uhr haben die „Germans for Scottish Independence" einen Aufzug mit dem Namen „March in March for Scottish Independence - Unterstützung der schottischen Unabhängigkeitsbewegung" mit etwa 200 Teilnehmern vom Pariser Platz zum Alexanderplatz angemeldet. Am Sonntag von 12 bis 15 Uhr demonstrieren rund 150 Menschen „gegen die 5. Amtszeit des algerischen Präsidenten" am Pariser Platz.
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"Berlin heute" präsentierte Ihnen Holz Possling
Berliner Gesellschaft
Geburtstag - Sabine Baeß (58), Eiskunstläuferin / Anna von Bayern (41), Journalistin / Hans Hirschmüller (79), Regisseur / Josef Joffe (75), Herausgeber der "Zeit" / Udo Kittelmann (61), Direktor der Nationalgalerie / Jürgen Mlynek (68), ehem. HU-Präsident / Elisabeth Plessen (75), Schriftstellerin / Gerhard Seyfried (71), Karikaturist und Comiczeichner / Marcel Heine (20), "aus der EJ Pegasus, engagierter Jungscharleiter und Jugendvertreter in St. Nikolai und im Kirchenkreis Spandau" / Peter Brinkmann (74), "der Journalist, der in der Pressekonferenz von Günter Schabowski am 9. November 1989 jene Zwischenfragen stellte, die das berühmte 'Sofort, unverzüglich' auslöste" / Sophia Füge (20), "im Belmont Abbey College in North Carolina" / Patrick Kaminski, "Happy Birthday, Love!" / Hermann Rudolph (80), ehem. Tagesspiegel-Herausgeber und -Chefredakteur / Orsolya Széher "(+1), ein gutes Jahr voller Cestelli & Co." / Anna Weber (41), Ärztin / "Alexander (der Große Kulb) wird heute 50! Herzliche Grüße aus Südhessen von Manfred!" / Nachträglich: Uwe Niemecki (45), "Wachleiter in der Notrufzentrale der Berliner Polizei, Beste Grüße von Shandor"
Sonnabend - Pál Dárdai (43), Cheftrainer von Hertha BSC / Sylvia Gerasch (50), Schwimmerin / Simon Jäger (47), Synchronsprecher / Christa Ludwig (91), Opernsängerin / Florian Lukas (46), Schauspieler / Claus Offe (79), Soziologe / Sebastian Schwarz (35), Schauspieler / Robert Ide, CP-King of Kalauer, "Wir grüßen Sie!" / Lars Arne Seerig (19), "diesmal mit Maori und Kiwi statt Mama und Papa"
Sonntag - Armin Petras (56), ehem. Intendant des Maxim-Gorki-Theaters (2006-2013) / Hans Wall (77), Unternehmer und Vorsitzender des Vereins „Denk mal an Berlin“
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben - Jörg Deter, * 13. März 1954 / Reinhard Grossrau, * 20. April 1941 / Werner Nickel, * 28. Juni 1942 / Irene „Reni“ Pörner, * 7. Dezember 1931 / Dieter Schuermann, * 24. Januar 1947 / Ingrid Edelgard Stölzel, * 4. November 1930
Stolperstein - Harry Fendler (Jhg. 1926) und sein zwei Jahre älterer Bruder Alfred wurden im Februar 1943 mit dem „29. Osttransport“ zusammen mit 1.000 anderen Menschen nach Auschwitz deportiert, wo sie heute vor 76 Jahren ermordet wurden. Sie lebten in der Crellestraße 42 in Schöneberg.
Im Tagesspiegel
Ihr Attentat riss vor 50 Jahren zwei Menschen in den Tod. Rasmea Odeh kämpft immer noch gegen Israel, heute spricht die Terroristin in Berlin. Die Politik ist entsetzt - aber hilflos. Lesen Sie heute das Porträt von Alexander Fröhlich heute auf Seite 3 im Tagesspiegel und im E-Paper.
Encore
Zum Schluss heute eine Beobachtung unseres Kollegen Karl Grünberg aus Neukölln: „Ein alter Mann liegt im Hauseingang. Gestürzt, nun zitternd, weinend. Vier Leute kümmern sich. Einer redet beruhigend: ‚Das kann passieren‘. Eine hält seinen Kopf. Ein Kleinlaster bremst. Fahrer springt raus, kommt rüber. ‚Soll ich den Notarzt rufen?‘.“ Es kommentiert Pierre Baigorry alias Peter Fox. „Diese Stadt ist eben doch gar nicht so hart, wie du denkst.“
Kommen sie gut durchs Wochenende, Montag früh geht es hier weiter. Bis dahin,