Warum in Berlin nichts besser wird

Die Spätfolgen der Sparpolitik treffen auf armselige Amtsführung und verursachen einen Kurzschluss nach dem nächsten. Keine Besserung in Sicht. Ein Kommentar. Von Lorenz Maroldt

Warum in Berlin nichts besser wird
Das Jugendamt in Tempelhof-Schöneberg ist unterbesetzt. (Symbolbild) Foto: Arno Burgi/dpa

Zurück zur Frage: Was ist nur los mit Berlin, der Hauptstadt der organisierten Unzuständigkeit, dem Meister im Behörden-Pingpong? Der Befund, jenseits von Folklore und Fatalismus: Da trifft die Spätfolge der Sparpolitik auf die Armseligkeit der Amtsführung, das Ergebnis: ein Kurzschluss nach dem nächsten.

Ein Beispiel dafür ist das komplett unterbesetzte Jugendamt Tempelhof-Schöneberg – in einem Bericht konstatiert Stadtrat Oliver Schworck (zuständig für Jugend, Gesundheit und Schule), dass „viele sehr schwierige Fallkonstellationen (…) von vielen dienstjungen Mitarbeit..innen (sic!) bearbeitet werden.“ Und weiter: „Dabei kommt es auch zu Situationen, für die sie fachlich gar nicht ausgebildet sind.“ Seine programmatische Schlussfolgerung: „Es bleibt abzuwarten …“.

Aber wie lange denn noch?