Beuthstraße in Pankow soll ebenfalls umbenannt werden
Wenigsten einen Antisemiten weniger hat Berlin bald, weil die technische Hochschule in Wedding sich von Namensgeber Christian Peter Beuth trennt (CP vom 24.1.), dem gutachterlich ein „rigider, völkischer und exterminatorischer Antisemitismus“ bescheinigt wurde. Doch ist Berlin Beuth damit tatsächlich los? Noch nicht, denn in Pankow gibt es noch immer die Beuthstraße. Die soll nun auch bald Geschichte sein. Das Bezirksamt hat ein Umbenennungsverfahren für die Straße in Niederschönhausen eingeleitet, wie mein Kollege Christian Hönicke weiß. Noch läuft die Beuthstraße auf den Selma-und-Paul-Latte-Platz zu, der erst kürzlich nach einem jüdischen Unternehmerpaar benannt wurde, das einst in Niederschönhausen lebte und im KZ Theresienstadt umgebracht wurde. Den Prozess der Umbenennung wird Christian Hönicke im Pankow-Newsletter weiter begleiten. Sie können ihn hier kostenlos abonnieren.