Berliner Ex-Abgeordneter tröstet CSU wegen Nichtbeachtung in neuer Bundesregierung
Weil die CSU sich über fehlende bayerische Bundesminister beschwerte, spendete Christopher Lauer nun Trost. Seine Wortwahl dürfte der Partei bekannt vorkommen. Von Lorenz Maroldt
Die Bayern waren bei der Ministeriumsverteilung ja zunächst ebenso wie die Berliner leer ausgegangen, und CSU-Generalsekretär Markus Blume motzte: „16 Prozent der Deutschen sind Bayern, aber bayerische Minister: Fehlanzeige!“ Ex-Piraten-MdA Christopher Lauer (später SPD, dann Grüne) tröstete ihn: „Markus, ich bin gegen die Quote! Wenn ein Mensch aus Bayern im Kabinett sitzt, dann soll das wegen der Kompetenz sein und nicht wegen so Identitätsgaga! Niemandem nützt ein Quoten-Bayer als Alibi in der Bundesregierung! Sei Dir versichert: Bayern ist immer mitgemeint!“ Jetzt stellt das größte Bundesland (nach Fläche und Klappe, Beschwerdemails bitte wie gewohnt an checkpoint@tagesspiegel.de, Betreff „Lederhose“) immerhin fünf „PStS“. Es kommentiert Karl Valentin: „Jedes Ding hat drei Seiten. Eine positive, eine negative und eine komische.“