Wer könnte auf der Besetzungsliste für den Berliner Senat stehen?
Für das Bildungsressort kommen mehrere Kandidatinnen in Frage. Doch die eine kann nicht mit Giffey und die andere nicht mit der Verwaltung. Von Lorenz Maroldt.
Die SPD hält ihre Besetzungsliste weiter zurück (wenn es denn überhaupt schon eine gibt) – laut Franziska Giffey „aus Respekt“ vor der Abstimmung bei den Linken, die man abwarten wolle. Dabei würde es der Respekt gebieten, vor der Abstimmung die Karten auf den Tisch zu legen – es werden ja wohl nicht nur Luschen dabei sein. Na, dann mischen wir doch mal… für die Bildung, hieß es, sei Juliane Seifert im Gespräch. Doch das könnte ein Bluff sein: Die einst als SPD-Geschäftsführerin gescheiterte Beamtin ist zwar seit 2018 Staatssekretärin im Familienministerium, also an Giffeys alter Wirkungsstätte, doch dort heißt es, die beiden hätten einander nichts zu sagen* gehabt (*vornehm für „können einander im Job nicht ausstehen“). SPD-Bildungsexpertin Maja Lasić, politisch seit Jahren treu an der Seite von Raed Saleh, ist wiederum in der Bildungsverwaltung so beliebt Hertha in der Alten Försterei (zu letzterem gleich mehr) – das wäre ein Auswärtsspiel mit Verlier-Garantie. (Eine Analyse des Koa-Bildungskapitels von Susanne Vieth-Entus finden Sie hier).