„Gute Bildung kostet“: Günther-Wünsch stellt beitragsfreies Schulessen und Schülerticket zur Debatte

CDU-Bildungssenatorin Günther-Wünsch sieht das kostenlose Schulessen und Schülerticket kritisch: Die Ausgaben dürfen nicht auf Kosten der Qualität und Bildungsgerechtigkeit gehen. Von Margarethe Gallersdörfer.

„Gute Bildung kostet“: Günther-Wünsch stellt beitragsfreies Schulessen und Schülerticket zur Debatte
Foto: dpa / Carsten Koall

Nach dem Doppelhaushalt 2024/2025 ist vor dem Doppelhaushalt 2026/2027 – weiterhin unter einem strengen Spardiktat. Weiß auch CDU-Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch, die heute im Tagesspiegel in einem Gastbeitrag erklärt, wo sie in Zukunft ihre Schwerpunkte sieht. Und sich leise an zwei heilige Kühe des Koalitionspartners heranschleicht: „Natürlich ist zunächst einmal nichts gegen ein kostenloses Mittagessen oder ein kostenloses Schülerticket einzuwenden. Wenn diese Ausgaben jedoch auf Kosten der Qualität gehen – und damit auch zu Lasten echter Bildungsgerechtigkeit –, dann muss die Debatte anders geführt werden“, schreibt die Senatorin.  „Wie soll man etwa erklären, dass sich auch Eltern mit stabilen Einkommen nicht am Mittagessen für ihr Kind finanziell beteiligen müssen, während dringend benötigte Investitionen in Schulneubauten immer weiter aufgeschoben werden? Oder wie soll man erklären, dass das kostenfreie Schülerticket auch Familien erhalten, die dieses problemlos selbst finanzieren könnten oder es aufgrund des kurzen Schulwegs kaum nutzen – während gleichzeitig Lehrerstellen gestrichen werden?“ Sie scheue weder Schwerpunktsetzungen noch Entscheidungen, schreibt Günther-Wünsch. „Gute Bildung kostet – und wir müssen als Stadt klären, was sie uns wert ist. Und was wir bereit sind, dafür loszulassen.