Lehrer haben keine dienstlichen Mailadressen

Unkoordiniert wirkt auch, wie die Berliner Lehrerschaft per E-Mail mit Schülern und Eltern kommuniziert. Denn anders als für – hoffentlich – alle Behördenmitarbeiter gibt es in der Start-up-Hauptstadt keine dienstlichen Mailadressen für die 34.000 Pädagogen. Nicht wenige Lehrer verschicken notgedrungen Mails von privaten Accounts – was nach Auskunft der Senatsverwaltung für Bildung allerdings nicht erlaubt ist (wie übrigens aus Datenschutzgründen auch die Nutzung von WhatsApp). Nur Schulleitungen besitzen einen Dienstaccount  Manche Schulen haben für ihre Lehrer zwar eigene Lösungen gefunden, doch „offiziell“ ist keine davon. Eine Änderung ist erst einmal nicht in Sicht. Technisch sei die Einrichtung von Lehreraccounts durchaus realisierbar, heißt es in der Bildungsverwaltung. Doch das löse „Beteiligungsrechte der Beschäftigtenvertretungen“ aus. „Wir sehen auch, dass Kommunikationswege erleichtert und beschleunigt werden. Ob die Beschäftigtenvertretungen dies so sehen - darüber wird noch zu sprechen und zu verhandeln sein.“