Mit „summa cum laude“ nicht gut genug für Berlin

Von A wie „Ansprechpartner“ oder „Architektin“ über L wie „Lebensmittelkontrollhauptsekretärin“ und M wie „Mechatroniker Zierbrunnen“ bis Z wie „Zahlstellenverwalterin“ gibt’s im Öffentlichen Dienst derzeit kaum eine Stelle, die nicht dringend zu besetzen ist – aber wer sich bewirbt, wird hingehalten wie ein DDR-Bürger beim Trabi-Bestellen. Die Innenverwaltung z.B. brauchte mehr als ein halbes Jahr, um auf eine „Bewerbung als tarifbeschäftigte Nachwuchskraft für eine 2-jährige befristete hauptberufliche Tätigkeit (E 13 TV-L)“ auch nur zu reagieren – im Antwortschreiben teilte sie jetzt einem Wirtschaftswissenschaftler (Dr. rer. oec., summa cum laude, zusätzlicher Matheabschluss und Auslanderfahrung in Brüssel) per automatisiertem Schreiben mit, dass er die Voraussetzungen nicht erfüllt. Natürlich hatte der inzwischen ohnehin längst einen anderen Job in der Privatwirtschaft angenommen.