gestern war es soweit: 2500 Tage BER-Nichteröffnung (hier ein schönes Bild vom Ort des Geschehens). Zur Feier des Tages gleich mal ein paar Kulturtipps, mit denen Sie die Wartezeit bis zum Start überbrücken können:
Top 5 BER-Songs
1) „Help!“ (The Beatles)
2) „Zu spät“ (Die Ärzte)
3) „We can work it out“ (The Beatles)
4) „In the year 2525“ (Zager and Evans)
5) „I’ll be waiting“ (Adele)
Top 3 BER-Theaterstücke:
1) „Warten auf Godot“ („Wir haben Entschuldigungen“)
2) „Der zerbrochene Krug“ („Mein Seel, das dauert mir zu lange“)
3) „Faust“ („Der saubern Herren Pfuscherei, ist, merk ich, schon bei Euch Maxime“)
Top 3 BER-Opern:
1) „Die Zauberflöte“ („Zu Hülfe! Zu Hülfe! Sonst bin ich verloren!“)
2) „Der fliegende Holländer“ („Es ist mit dem Fluche behandet“)
3) „Die Fledermaus“ („Glücklich ist, wer vergisst, was nicht mehr zu ändern ist“)
Top 5 BER-Romane:
1) „Elementarteilchen“ (Michel Houllebecq)
2) „Der menschliche Makel“ (Philip Roth)
3) „Die Korrekturen“ (Jonathan Franzen)
4) „Diese Dinge geschehen nicht einfach so“ (Taiye Selasi)
5) „Angst vorm Fliegen“ (Erica Jong)
Top 5 BER-Filme
1) „Denn sie wissen nicht, was sie tun“ (Nicholas Ray)
2) „Einer flog über das Kuckucksnest“ (Milos Forman)
3) „Nur Fliegen ist schöner“ (Robert Altmann)
4) „Mission: Impossible I bis VI“ (Brian de Palma u.a.)
5) „Und täglich grüßt das Murmeltier“ (Harold Ramis)
Gerne nehmen wir Ihre BER-Kulturtipps in der Liste auf – bitte per Mail an checkpoint@tagesspiegel.de
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Herrin der Tasten: Mitsuko Uchida ist eine der wenigen Künstlerinnen, die über eine vollkommene Technik und tiefste Musikalität gleichermaßen verfügen. Unter der Leitung von DSO-Chefdirigent Robin Ticciati spielt sie am 14. April das Klavierkonzert von Maurice Ravel. Ein Werk, das schillernde Virtuosität und entrückte Momente von überirdischer Klangmagie bereithält. Wir verlosen 3x2 Karten. (Code: APR14)
Photo: Decca/ © Justin Pumfrey
Wir bleiben noch kurz beim Thema: Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hat sich aus dem Aufsichtsrat der landeseigenen Immobilienfirma „berlinovo“ zurückgezogen – das Signal: Volle Konzentration auf den BER. Dort gab es im März noch 2932 „wesentliche Mängel“, und die schauen wir uns jetzt mal an. Zum Menüpunkt Kabelsalat à la BER wird moniert: „Leitungsbefestigung, Trennung Stark- und Schwachstrom, Leitungsverlegung allgemein, fehlender Funktionserhalt, allgemeine Trassenbefestigung“. Zur Sicherheitsbeleuchtung heißt es: „Installation nicht abgeschlossen/fehlerhaft, fehlende Überwachung bzw. Ausleuchtung“. Zu Schaltanlagen: „kein Funktionserhalt der Schränke, fehlende/mangelnde Funktion, gestörte Anlage/fehlende Betriebsfähigkeit“… Ach, lassen wir es für heute dabei bewenden, wir schauen die Tage mal nach, wie es läuft.
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Wie soll die Wissenschaft mit schwarzen Schafen umgehen? Diskutieren Sie mit am 9.4.2019 um 19.00 Uhr im Tagesspiegel-Haus.
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Eine Veranstaltung der Reihe
Max-Planck-Forum Spezial
anlässlich 70 Jahre Grundgesetz – 70 Jahre Wissenschaftsfreiheit
Ex-Staatssekretär Andrej Holm hat nach Auffassung von Stadtrat Ephraim Gothe „in seinen bisherigen Forschungsschwerpunkten Gentrification, Wohnungspolitik im internationalen Vergleich und europäische Stadtpolitik“ ein „Alleinstellungsmerkmal“ – für ein Gutachten zur „Analyse der Wohnverhältnisse und Versorgungsbedarfe im Bezirk Mitte“, das ohne Ausschreibung vergeben wurde (Wert unter 10.000 Euro), stand nach Auskunft von Gothe „zum Zeitpunkt der Beauftragung aus Sicht der auftragsvergebenen Stelle nur ein Anbieter zur Verfügung“. (DS 0561/V) Nur einer! Da haben wir ja noch mal Glück gehabt.
Ein Aprilscherz zum Parken auf Gehwegen (hier zu sehen) funktioniert in Neukölln jede Woche – Bürgermeister Hikel teilt mit: „Anlässlich der Freitagsgebete kommt es vor Moscheen zu schwerwiegenden Verkehrsstörungen. Die bisherigen Erfahrungen haben jedoch gezeigt, dass eine Überwachung des ruhenden Verkehrs und Ahndung bei Verstößen kaum eine nachhaltige Wirkung zeigt.“ Tja, da kann man wohl nichts machen, oder? Doch, na klar: Hikel verspricht: „Das Bezirksamt wird sich weiterhin um einen intensiven Dialog mit den jeweiligen Moscheen bzw. dem Imam und den Gläubigen bemühen, um eine nachhaltige Lösung zu finden.“ Manchmal hilft in Berlin eben nur noch beten.
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Besser leben mit digitalen Tickets.
Stempelschmerz, Münzenmanie, Taschentrauma und Warteschlangenschwäche? Die Liste der Beschwerden im Zusammenhang mit Papiertickets klingt furchteinflößend. Dabei müsste niemand leiden: Einfach die BVG-FahrInfo-App oder Ticket-App laden, mobil Tickets kaufen und losfahren.
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Von A wie „Ansprechpartner“ oder „Architektin“ über L wie „Lebensmittelkontrollhauptsekretärin“ und M wie „Mechatroniker Zierbrunnen“ bis Z wie „Zahlstellenverwalterin“ gibt’s im Öffentlichen Dienst derzeit kaum eine Stelle, die nicht dringend zu besetzen ist – aber wer sich bewirbt, wird hingehalten wie ein DDR-Bürger beim Trabi-Bestellen. Die Innenverwaltung z.B. brauchte mehr als ein halbes Jahr, um auf eine „Bewerbung als tarifbeschäftigte Nachwuchskraft für eine 2-jährige befristete hauptberufliche Tätigkeit (E 13 TV-L)“ auch nur zu reagieren – im Antwortschreiben teilte sie jetzt einem Wirtschaftswissenschaftler (Dr. rer. oec., summa cum laude, zusätzlicher Matheabschluss und Auslanderfahrung in Brüssel) per automatisiertem Schreiben mit, dass er die Voraussetzungen nicht erfüllt. Natürlich hatte der inzwischen ohnehin längst einen anderen Job in der Privatwirtschaft angenommen.
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Die Deutsche Bahn AG verkauft
in Berlin-Johannisthal ein 20.449 m² großes Baugrundstück, voll erschlossen und mit gesichertem Planungsrecht für Gewerbe, mit einer Geschossflächenzahl von 1,6 und maximaler Höhe von 18 m, somit z.B. für Bürogebäude geeignet. Angebote auf Teilflächen sind möglich. Bei Interesse fordern Sie bitte ein ausführliches Exposé unter immobilien.ost@deutschebahn.com an, dem die genauen Grundstücksdaten und die Angebotsbedingungen entnommen werden können.
Auch die Justizverwaltung sucht Personal, vor allem Richterinnen und Richter für die neuen Kammern – denn davon werden einige noch immer von einem Phantom namens „N.N.“ geleitet (also gar nicht). Einer der Gründe für den Verzug vor dem Vollzug: Fertige Referendare warten in Berlin bis zu einem Jahr auf ihre Stelle – oder eben auch nicht (wenn sie währenddessen anderswo ein Angebot bekommen). Das Gesetzlichkeitsprinzip („Nulla poena sine lege“) bekommt deshalb eine Berlinklausel, sie lautet: „Ohne Richter kein Gericht.“
Hakan Taş schützt von heute an das Stadtklima – der Linken-MdA verkündet im Checkpoint: „Ich werde am Montag meinen Führerschein freiwillig abgeben.“ Am 15.12.18 hatte er um 0.30 Uhr unter dem Einfluss von 0,9 Promille Alkohol im Blut in der Lennéstraße mit seinem schwarzen Mercedes eine Laterne gerammt – und durfte anschließend wegen seiner parlamentarischen Immunität weiterfahren (was er auch tat: in der Tatnacht als Unfallflüchtiger und in den Wochen danach ernüchtert). Erst Mitte vergangener Woche beschloss ein Richter, den Führerschein des Abgeordneten vorläufig einzuziehen. Taş sagt dazu, davon wisse er nichts - ihm sei kein entsprechender Bescheid zugestellt worden, er verzichte freiwillig. Das Abgeordnetenhaus hatte die Immunität des innenpolitischen Sprechers der Linken-Fraktion inzwischen aufgehoben.
Berliner Schnuppen
Telegramm
In Kreuzberg 36 (zwischen O-Platz und Lausitzer) dürfen am 1. Mai von 6 Uhr an und 24 h lang keine Glasflaschen oder Dosen verkauft werden – in den Spätis gibt’s das Bier (und nicht nur das) dann wohl in Tüten. (Q: Amtsblatt S. 2116)
Der Verwaltung steht das nächste Datendurcheinander bevor: Weil Ende des Jahres der Support für das Betriebssystem „Windows 7“ ausläuft und IT-Staatssekretärin Sabine Smentek eine Weiternutzung untersagt hat, müssen noch mehr als 75.000 Computer umgerüstet werden – das wären pro Werktag ca. 312 Stück (Bilanz im März: 0). Ein Sprecher der Innenverwaltung sagt, es werde hart daran gearbeitet, und zwar „fieberhaft“. Hoffentlich hat sich da nicht schon jemand einen Virus eingefangen. (Q: Innenverwaltung auf Anfrage MdA Schlömer, FDP)
Apropos Verwaltung: Die Kommission um Staatssekretär Frank Nägele hat gekreißt und einen sechsten Stadtrat zur Welt gebracht. Außerdem sollen die Bezirksbürgermeister mehr Macht erhalten, dann wird alles gut. (Q: „Morgenpost“)
Die Ergebnisse des Grünen-Parteitags: 1) Gegen privaten Balla-Böller-Verkauf, 2) für die Pflicht zum Neubausolardach (ohne Mietumlage), 3) gegen E-Roller auf dem Gehweg, 4) für „ein selbstbestimmtes Leben“…sollte bei der nächsten Wahl für 99 % reichen (unter den Grünen-Wählern).
Möblierte Wohnungen sind in Neukölln jetzt für 53,6 Euro pro Quadratmeter zu haben: Im 2. Stock eines 2009er-Hauses am S-Bahnring kostet ein solches „tiny appartment“ (30 qm) laut Annonce 1610 Euro warm, inklusive „motorisierter Schrankelemente“ – und die sind „bei unterschiedlichen Situationen auf Knopfdruck (sogar per Alexa!) steuerbar!“
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„Streikt die BVG wieder oder wat soll dit Jerenne!?“, fragte am Sonntag Kerstin Brune auf Twitter - da war Team Checkpoint mit 21 gemeldeten Läuferinnen und Läufern beim Halbmarathon schon fast im Ziel. Unser Schnellster: Christian Hänel mit einer Zeit von 1:31:52. Insgesamt kamen 18 von uns durch, deren Zeit summiert sich auf 31:31 Stunden, und wie viel das im Durchschnitt ist, klären wir bei „Mathe lernen mit dem Checkpoint“ im Fortgeschrittenenkurs. Das Resümee des „Spiegel“-Kollegen Peter Ahrens aus der Sportredaktion: „Halbmarathon in der Stadt. Typisch Berlin. Wieder nicht fertig geworden.“
Einsamer Rekord: 579 schriftliche Anfragen hat der FDP-Abgeordnete Marcel „Lunte“ Luthe seit Beginn der Legislaturperiode gestellt – die letzten acht tragen den Hollywood-tauglichen Titel „Schweigen ist Gold (I bis VIII)“. Und damit ist eigentlich das Wichtigste gesagt.
Die neue Siemensstadt wir heute zum 11. Berliner „Zukunftsort“ ernannt. Die anderen 10 sind Flughafen TXL, Tech-Park Humboldthain, Campus Buch, Clean-Tech Park Marzahn, WiWi-Standort Schöneweide, Adlershof, Ex-Flughafen THF, Euref Schöneberg, Fubic Dahlem, Campus Charlottenburg. Der Rest ist von gestern.
Hinweis für Berlin-Touristen: Leihfahrräder auf der Panke bitte nur mit gültigem Sportbootführerschein benutzen - warum, sehen Sie hier. (Foto: CP-Leser Reinhard Hänßler-Arlt)
BER Count Up – Tage seit Nichteröffnung:
Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hat das Wunder vollbracht: Am 31. Oktober 2020 ist der Flughafen BER offiziell eröffnet worden. 3.073 Tage nach der ersten Nicht-Eröffnung stellen wir damit unseren Count Up ein. Wer nochmal zurück blicken will: Im Tagesspiegel Checkpoint Podcast "Eine Runde Berlin" spricht Lütke Daldrup mit Tagesspiegel Chefredakteur Lorenz Maroldt und Checkpoint Redakteurin Ann-Kathrin Hipp über detailverliebte Kontrollen, politische Befindlichkeiten und aufgestaute Urlaubstage.
Zitat
„Berlin ist für mich eine Vollkatastrophe, die ich aus tiefstem Herzen liebe.“
Aus einer Fokusgruppen-Befragung im Auftrag der Senatskanzlei für ein neues Leitbild der Stadt – mehr dazu gibt’s heute ab 15 Uhr auf tagesspiegel.de sowie morgen früh im Checkpoint und im Tagesspiegel (Dienstagsausgabe).
Tweet des Tages
Wer bei Fridays For Future streikt und Mathe-Stoff nachholen muss, kann sich gern bei mir melden! Einfach Aufgaben fotografieren, Frage dazu und ich erklär's dann.
Antwort d. Red.: Inzwischen finden sich unter den Antworten auf den Tweet auch Angebote für Physik, Chemie, Biologie, Informatik, Geschichte, Ethik, Philosophie, Deutsch, Sozialwissenschaften, Englisch, Französisch, Recht, Latein, Altgriechisch, Sport, Pädagogik, Musik, Italienisch, Politik… AKK muss sich um die Nachwuchsbildung also keine Sorgen mehr machen.
Stadtleben
Essen – The Panda Noodle in Kreuzberg ist nichts für Leute, die es dezent mögen. An den Wänden blinken Neonröhren und bunte Lichterketten, glitzernde Girlanden und grelle Plakate tun ihr Übriges, um den Asia-Trash-Charme perfekt zu machen. Und auch das Essen hat es in sich, zumindest, wenn man etwas Scharfes bestellt: Als „eine Portion kurz vor der Mutprobe“ beschreibt Tagesspiegel-Kollege Kai Röger die Szechuan-Nudeln. Aber betont auch, wie gut diese sind – und wie glücklich das in scharfen Lebensmitteln enthaltene Capsaicin macht. Die Speisekarte beinhaltet aber auch nicht-scharfe Speisen wie Ramen (ab 6,50 Euro) und viele kleine Tapas (ab 1,50 Euro) – eine bunte Mischung aus der asiatischen Küche, japanisch bis vietnamesisch. Und auch wenn es hier nach plastic fantastic aussieht: Beim Essen wird bis zu den dicken Ramennudeln alles frisch zubereitet. Lausitzer Platz 12a, U-Bhf Görlitzer Bahnhof, Mo-Fr 12-21 Uhr, Sa 13-22 Uhr
Trinken – Und wenn man dann schon mal am Lausitzer Platz ist, kann man gleich weitergehen zur Skalitzer Straße 41, wo die Bar Vor Wien ebenfalls mit trashigem Charme besticht. Die bunt gekleidete Schaufensterpuppe, die am Fenster empfängt, die alten Sofas und Lampen erinnern an vergangene Jahrzehnte, vor allem aber an das Achtzigerjahrekreuzberg exzentrischer Künstler und Intellektueller. Die Stimmung ist entspannt, die Drinks nicht zu abgehoben, es gibt aber alles, was man braucht, von Bier bis Espresso Martini. U-Bhf Görlitzer Bahnhof, tgl 18-3 Uhr
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Berlinbesuch – Frischer kann man den berühmten Beelitzer Spargel kaum genießen, als direkt vom Spargelhof Simianer in Busendorf. Dort kann man im Hofladen das gerade gestochene Gemüse kaufen, aber auch andere regionale Produkte, die Saison haben. Auf dem Hof gibt es außerdem ein Restaurant, das Spargelstübchen, in dem – man ahnt es – verschiedene Spargelspezialitäten und -kreationen angeboten werden, von Spargelschaumsüppchen (5,20 Euro) bis Beelitzer Spargel mit Schinken (15,60 Euro). Der Hof ist circa eine Autostunde von Berlin entfernt, wer nicht so weit fahren möchte, kann auch zu einer der Verkaufsstellen in Berlin oder Potsdam gehen – die sind allerdings nur an bestimmten Tagen geöffnet. In den Steegwiesen 1, 14547 Beelitz, Hofladen tgl 6-20 Uhr, Restaurant tgl 11-21 Uhr
Geschenk – Gin Tonic ist der Klassiker unter den Longdrinks und galt sogar als Lieblingsdrink von Queen Mum. In den letzten Jahren erlebte der Gin einen echten Boom, es kamen zahlreiche neue Produkte mit liebevollen Flaschendesigns auf den Markt. Wer aber einem Gin-Liebhaber einmal etwas Ausgefalleneres (und Teureres) schenken möchte, als eine Flasche Monkey 47 oder Berliner Brandstifter, wird bei der Deutschen Spirituosen Manufaktur Berlin bestimmt fündig. In dem denkmalgeschützten Backsteingebäude in Marzahn, in dem sich die Manufaktur befindet, gibt es Gin Tastings (85 Euro) und Workshops zur Herstellung von Gin (175 Euro). Teilnehmen können zehn bis 20 Personen, es gibt noch freie Termine ab Mai. Georg-Knorr-Str. 4, S-Bhf Marzahn
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How can we feed the world without destroying it? Diskutieren Sie auf der Tagesspiegel World Food Convention am 7. Mai mit den Bundesministern Julia Klöckner und Dr. Gerd Müller sowie David Beasley (World Food Programme), Pete Pearson (WWF), Renate Künast (Bündnis 90/Die Grünen) und weiteren Entscheidern über die wichtigsten Fragen zur Welternährung.
Kostenfreie Tickets: worldfoodconvention.com
Noch hingehen – Einige bedeutsame Ereignisse der Deutschen Geschichte sind auf die Novemberrevolution 1918 zurückzuführen – wie das Frauenwahlrecht oder der Achtstundentag, vor allem aber die Errichtung der ersten parlamentarischen Demokratie in Deutschland. Während es in Neukölln am 9. November relativ ruhig blieb, eskalierten die Kämpfe dort in den folgenden Wochen. Das Mobile Museum Neukölln möchte mit der Ausstellung „Revolution! Neukölln 1918/19“ an „die Geburtsstunde der Demokratie in Deutschland“ erinnern und die Ereignisse dieser Zeit nachzeichnen. Helene-Nathan-Bibliothek, Karl-Marx-Str. 66, U-Bhf Rathaus Neukölln, noch bis 15. April, Mo-Fr 11-20 Uhr, Sa 10-13 Uhr
Mit diesem Stadtleben wünscht Ihnen Jana Weiss einen guten Start in die Woche.
Prominent verraten
Nach dem Sport radelt unsere gesuchte Berlinerin der Woche immer bei der Bäckerei von Christa Lutum in Charlottenburg vorbei, wo alles ohne Weizen ist. Ohne ein Franzbrötchen zu kaufen, sagt sie, könne sie nicht weiterfahren. Gesunde Ernährung und körperliche Fitness sind ihr persönlich sehr wichtig – aber auch für ihren Beruf, den sie macht, seit sie fünf Jahre alt war.
Bekannte Berliner fotografieren für uns eine Woche lang täglich Ausschnitte aus ihrem Leben. Erraten Sie, wer sich diesmal hinter den Bildern versteckt? Senden Sie uns bis Donnerstag eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de mit dem richtigen Namen und gewinnen Sie zwei "Checkpott"-Kaffeetassen. Die Auflösung kommt immer freitags - mit einem Selfie. Alle bisherigen Fotos und Hinweise finden Sie hier.
Berlin heute
Verkehr – Auf dem Stadtring A 100 sind von Montagmorgen, 5 Uhr, bis Dienstagabend, 22 Uhr drei Tangenten gesperrt: die A 100 (aus Richtung Wedding) zur A 103 in Richtung Sachsendamm/Tiergarten, die A 100 (aus Richtung Neukölln) zur A 103 in Richtung Steglitz und Zehlendorf und die A 103 (aus Richtung Steglitz) zur A 100 in Richtung Wedding. Auf den Ringbahnlinien und auf der S8 und S85 besteht durchgehend bis Montag, 20. Mai kein S-Bahn-Verkehr zwischen Greifswalder Straße und Schönhauser Allee.
Demonstration – Unter dem Motto „Fridays for Future Klimastreik“ demonstrieren von 11.30 Uhr bis 14 Uhr 100 Teilnehmer auf dem Vorplatz des Naturkundemuseums.
Gericht – Wegen Beleidigung des Neuköllner Bezirksstadtrats Falko Liecke (CDU) muss sich ein 18-Jähriger verantworten. Er soll den Politiker in zwei Fällen über ein Internetportal beschimpft haben (13.15 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal B 137).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Katja Abel (36), Turnerin / Sigrun Drießler, „liebste Geburtstagsgrüße von Deinen Schwestern“ / Elias und Leander (15) / Jonathan Klinsmann (22), Torwart bei Hertha BSC / Jürgen Kunze (74), im Landesvorstand der FDP / „King, 70 - lebe, liebe, schwimme!“/ Michael Schoenholtz (82), Künstler und emeretierter Professor an der UdK / Nachträglich: Daniel Krüger (50), Bezirksstadtrat BA Pankow, „Die Damen des Büros gratulieren und grüßen herzlich!“
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben – Ernst-Albert Kesler, * 5. Juni 1927 / Friedrich Kurz, * 1947, Journalist / Rolf-Erhard Meyer-Koenecke, * 20. Mai 1941 / Jürgen Schaper, * 13. Juni 1929 / Elisabeth Umierski-Zahn, * 20. November 1954
Stolperstein – Adolf Wiegel (Jhg. 1882) lebte mit seiner Frau Frida in der Köpenicker Straße 36-38 in Mitte. Gemeinsam führten sie eine Bürobedarfsfabrik, wo sie jüdische Hilfsarbeiter beschäftigten. Verfolgten und Untergetauchten stellten sie gefälschte Werksausweise aus. Im Oktober 1944 nahm die Gestapo das Ehepaar fest. Adolf Wiegel wurde auf dem „Todesmarsch“ ins KZ Dachau heute vor 74 Jahren ermordet.
Im Tagesspiegel
Es soll die Woche des Brexits sein. Am 12. April könnte England die EU verlassen. Doch während Abgeordnete sich anbrüllen, sind die Briten merkwürdig still geworden. Deike Dienings Gespräche mit Verstummten lesen Sie heute auf Seite 3 im Tagesspiegel und im E-Paper.
Encore
Zum Schluss heute noch ein Zitat von unserem Kolumnisten Frank Lüdecke zu Hertha (nein, gemeint ist nicht die kleine Eisbärin, sondern sein Lieblingsverein, der nicht mal mehr gegen Fortuna Düsseldorf gewinnen kann): „Ich empfinde es als extrem ungerecht, wie wir in dieser Stadt immer wieder benachteiligt werden. Erst waren wir eingemauert, dann hat uns die Industrie verlassen und jetzt leiden unsere Fußballer an einer seltenen Kopfkrankheit.“ Diagnostiziert hatte diese bei seinen erfolglosen Spielern Pal Dardai. Tja, vielleicht wäre er besser Arzt geworden als Trainer.
Ich wünsche Ihnen zum Wochenstart einen klaren Kopf und viele Treffer – morgen früh begrüßt Sie hier Ann-Kathrin Hipp, u.a. mit einem Blick auf das neue Leitbild Berlins. Bis dahin,
