Frühere Tagesspiegel-Redakteure Uwe Schlicht und Ernst Podeswa gestorben

Tagesspiegel-Redakteur Uwe Schlicht galt als Instanz – in den Berliner Hochschulen, deren Gremiensitzungen erst dann komplett waren, wenn auch er Platz genommen hatte, und im Tagesspiegel, dem er über vier Jahrzehnte angehörte und den er als Experte für Bildung und Wissenschaft prägte. Unseren Leitspruch „Rerum Cognoscere Causa“ nahm er auch dann ernst, wenn es eng wurde – ein Helm mit der Aufschrift „Presse“ gehörte einst zu seinem Handwerkszeug wie Stift und Block, und als andere Ende der sechziger Jahre über „die Studenten“ herzogen, gab er, von Herzen ein neugieriger Konservativer, ihnen einen Platz im Tagesspiegel: „Was wollen die Studenten?“ hieß die damals einmalige Rubrik. Bis zu seinem letzten Arbeitstag im Jahr 2002 imponierte er uns Jüngere mit seiner verschmitzten, fast kindlichen Freude über jeden auch noch so kleinen journalistischen Coup. Am Freitagabend ist Uwe Schlicht im Alter von 81 Jahren gestorben. (Einen Nachruf von Hermann Rudolph finden Sie hier)

Und noch ein früherer Tagesspiegel-Kollege lebt nicht mehr: Ernst Podeswa, der 1990 vom „Sport Echo“ gut gelaunt in unsere Sportredaktion kam, hat sich von seinem schweren Fahrradunfall vor vier Jahren leider nicht mehr erholt. Gitta Schlusche erinnert heute im Tagesspiegel an ihn.