Viel Fluktuation bei der Verkehrsverwaltung

Wir bleiben noch kurz in der Verkehrsverwaltung, denn die sollte im rot-rot-grünen Berlin ja der Motor der Mobilitätswende werden – doch unter der Leitung von Senatorin Regine Günther knattert und keucht der Apparat vor sich hin wie ein Zweitakter auf Ölentzug im Riesengebirge. Für den schwer erkrankten Staatssekretär Jens-Holger Kirchner gab es keine adäquate Vertretung (was auch schwierig war, er ist der Beste für den Job). Die operativen Aufgaben wurden nach unten weitergereicht, dort ächzt Abteilungsleiter Hartmut Reupke unter der Doppellast - seine letzten Berufsjahre hat er sich wohl anders vorgestellt. Noch eine Etage darunter zieht sich Matthias Hort, Referatsleiter IV C (ÖPNV, gewerblicher Straßenpersonenverkehr, Kreuzungsrecht) jetzt selbst aus dem Verkehr – ihm bekommt das Klima nicht, er flüchtet unter die tiefstehende Sonne des Bezirksamts Charlottenburg-Wilmersdorf. Auch die erfahrene Ursula Kempny macht einen Abflug – und wird durch eine 30-Stunden-Kraft ersetzt. Sie ist nicht die Letzte, wie zu hören ist. Ach ja, und die Verkehrslenkung (Berlins beliebteste Behörde) wird laut Organigramm noch immer von einem gewissen „N.N.“ geführt – das steht nach den schnellen Wechseln zuletzt sicher für „Nicht Nachhaltig“.