Mangelnde Unterstützung an Berliner Schulen
Und hier eine neue Folge unserer Serie „Berlins marode Bildung“: In der Spandauer Eichenwald-Grundschule fiel dem Vize-Rektor ein Flurfenster auf den Kopf – es war erst vor einem Jahr eingebaut worden. Im Comic (siehe unten: Naomi Fearn zeichnet den Schulanfang) wäre das vielleicht lustig, im echten Leben wurde der Lehrer erheblich verletzt. Statt über Handyverbote sollten wir lieber über eine Helmpflicht an Schulen sprechen.
„Mangelnde Unterstützung“ hatte die Spreewaldschule-Leiterin Doris Unzeitig der Politik vorgeworfen und gekündigt (CP v. 20.8.) – jetzt keilt die Senatsverwaltung zurück: „Eine Schulleiterin, die sich jeglicher Unterstützung verschließt, ist insbesondere an einer Brennpunktschule nicht tragbar“ – sie wurde ab sofort freigestellt, obwohl der Auflösungsvertrag auf den 9. September datiert. Unzeitig will das nicht hinnehmen. Gut möglich also, dass sie heute auf ihre Nachfolgerin trifft - auch hier könnten Helme nötig sein.
Aber nicht nur die Schöneberger Spreewald-Problemschule verliert ihre Leiterin – auch an der Vorzeige-Grundschule am Koppenplatz hat die Rektorin gekündigt. Warum, darf sie nicht sagen, das wurde ihr „von Amtsseite mitgeteilt“. Aber auch hier ist zu hören: „Mangelnde Unterstützung“ war der Grund. Das scheint in Berlin also Schule zu machen – personell und materiell.