Die SPD nimmt den Bus

Auch am Freitag ist noch mit Verkehrsproblemen zu rechnen, die SPD entschied sich deshalb am Abend, zu ihrer Fraktionsklausur in Hamburg nicht mit der Bahn, sondern im Bus anzureisen (Abfahrt: 8 Uhr; mehr zu HH unter „Encore“). Wichtigste Flüsterparole der Genossen für die Tour: Bloß mit keinem Journalisten über den Führungskrach Müller/Saleh sprechen, „um den Fraktionsfrieden nicht zu gefährden“. Es kommentiert Willy Brandt: „Friede ist nicht nur Abwesenheit von Krieg. Friede verlangt auch Freisein von Unterdrückung und Unwissenheit.“
 
Gefährdet ist bei der SPD-Klausur allerdings auch der Koalitionsfriede: Der Resolutionsentwurf zur Wohnungs- und Mietenpolitik liest sich eher wie ein Revolutionsentwurf - wird er nicht noch entschärft, ist das eine Kampfansage an Bausenatorin Lompscher. Das Papier könnte zur Abrissbirne werden. Wohin sie ausschlägt, ist aber noch offen.