Osi-Studierende lernen Tim und Struppi
Tim und Struppi (im Original Tintin und Milou) sind die neuen Helden am Otto-Suhr-Institut – schauen wir mal kurz in die Ankündigung 15085 von Professor Philipp Lepenies:
„In diesem Proseminar werden wir einige ausgewählte Tintin-Bände jeweils im Lichte von fundamentalen Theorien der Politikwissenschaft analysieren, deren Thesen sich entweder in den Geschichten wiederfinden, oder deren Ideen sich anbieten, um Tintin besser und zeitgemäß kritischer zu verstehen. Lernziele sind (a) das Kennen der behandelten politik- und ideengeschichtlichen „Klassiker“ und (b) deren praktische und analytische Anwendung auf „reale Fälle“ – hier durchgeführt an einem Objekt der Kulturproduktion, einem wirkungsmächtigen Comic. Themen, die im Semester angeschnitten werden sind: Kriege, der Staat und seine Symbole, Machtpolitik und Systemwechsel, Kolonialismus und Postkolonialismus, Orientalismus, Rassismus, Tierethik, politische Rhetorik, Armut, Gender und Feminismus (Stichwort: Bianca Castafiore!).“
Überlassen wir es Kapitän Haddock, das Vorlesungsverzeichnis zu kommentieren (stark gekürzt):
„Galgenvögel! Giftmischer! Halsabschneider! Bierkutscher! Satansbraten! Spitzbuben! Affenpinscher! Schweißfußindianer! Renegaten! Hinkebeine! Hottentotten! Kanaillen! Hanswürste! Blindgänger! Einfaltspinsel! Analphabeten! Hinterwäldler! Waschlappen! Pestbeulen! Trottel! Halunken! Höllendackel! Rüpel! Flegel! Vegetarier! Strolche! Spießbürger! Sonntagsfahrer!“ Hm, fehlt da dringend noch was? Ach ja: „Diplombanditen!“