Wo wohnen Sie denn?
Kommen wir zum letzten Teil unserer Serie der 290 Berliner Straßen und Plätze, deren Namen einen antisemitischen Bezug haben (auf Grundlage einer Studie von Felix Sassmannshausen für den Berliner Antisemitismusbeauftragten). Empfehlungen zur Umbenennung sind gefettet, bei den anderen Straßen wir eine Kontextualisierung und/oder weitere Forschung empfohlen. Heute: Treptow-Köpenick.
Arndtstraße („Die Universität Greifswald ist aufgrund des Antisemitismus in Arndts Weltbild umbenannt worden. In Leipzig ist eine Initiative zur Umbenennung der Arndtstraße gescheitert“), Arndtplatz, Bodelschwinghstraße, Fichtestraße, Fontantestraße, Friedrich-List-Straße, Goethestraße, Igo-Etrich-Straße, Jahnstraße („Die Initiative ‚Sport ohne Turnväter‘ im Bezirk Pankow, die darauf zielte, den Jahn-Sportpark in Berlin Prenzlauer Berg umzubenennen, ist im Senat gescheitert. Weitere Recherche, gegebenenfalls Umbenennung“), Karl-Ziegeler-Straße, Lienhardweg, Ludwig-Prandtl-Straße („Im Nationalsozialismus war Prandtl Vorsitzender der Kaiser-Wilhelm Gesellschaft. In seiner Korrespondenz äußerte er sich in den späten 1930er-Jahren positiv über die NS-Herrschaft und bezeichnete die antisemitische Verfolgung von Juden als Notwendigkeit“), Lutherstraße, Nieberstraße, Pestalozzistraße, Roedernstraße, Schmollerplatz, Schmollerstraße, Steinplatz.
Wieder was gelernt.