BER-Chef mit Zeit für weiteren Posten
Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hat neben der Monsteraufgabe BER also noch Zeit übrig für ein Aufsichtsratsmandat in der landeseigenen Immobiliengesellschaft „Berlinovo“ (Vergütung: 6000 Euro p/a, Checkpoint von gestern) - aber warum ist er da überhaupt noch, ein Jahr nach dem Ende seiner Zeit als Staatssekretär? Es geht, wie meistens, um Politik: Aufsichtsratschef dort ist Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen, und der kann die Unterstützung seines verlässlichen Freunds ELD beim Umbau des Unternehmens gut gebrauchen: Die „Berlinovo“ schleppt noch immer das Erbe der Bankgesellschaft mit sich herum – aber jetzt sollen die 24 Skandalfonds von damals abgelöst werden (intern „Projekt Valentin“). Befasst mit der Umstrukturierung, bei der 200 von 350 Beschäftigte ihren Job verlieren, ist Geschäftsführerin Silke Andresen-Kienz, eine gute alte Bekannte und Vertraute von MKA aus Hessen – der Finanzsenator hatte sie zur „Berlinovo“ geholt, obwohl sie zuvor als kaufmännische Direktorin die Domäne Dahlem heruntergewirtschaftet hatte. Und mittendrin: der Flughafenchef.