„Klassenkampf par Excellence“
Linken-Politikerin Gennburg nennt das Mietendeckel-Verfahren einen „Klassenkampf par Excellence“ – der werde nun „in den Staatsapparaten der BRD weitergeführt“. Von Lorenz Maroldt
Wie dazu bestellt wirkt ein Papier der Linken-Abgeordneten Katalin Gennburg, das sie am Wochenende bei der Strategiekonferenz ihrer Partei in Kassel vorlegte – darin heißt es: „Die sozialen Kämpfe um die Wohnungsfrage machen die Klassenfrage sichtbar, und mit dem Mietendeckel gelingt es uns, eine Klassenauseinandersetzung von links zu führen und zu popularisieren, ohne dass irgendwo fett ‚Klassenkampf‘ draufsteht. Mirnixdirnix ist uns als Linke ein Paradebeispiel für eine Klassenauseinandersetzung gelungen, die denjenigen, die nicht zur besitzenden Klasse gehören, ein Stück Freiheit zurückgibt. Das ist Klassenkampf par Excellence, aber es hätte nicht geholfen, dies vornan zu stellen. Dieser Kampf wird jetzt in den Staatsapparaten der BRD weitergeführt und ist noch lange nicht an seinem Ende angelangt.“ Wie es aussieht, wird unter dem Deckel wohl noch so manches alte Süppchen aufgewärmt.