kurz vor Mitternacht hat die Gesundheitsverwaltung in einer dürren Mitteilung den ersten Berliner Corona-Fall bestätigt – doch bis zur Pressekonferenz mit weiteren Infos lässt sich die Verwaltung mehr als 12 Stunden Zeit. Berlin eben. „High Noon“ ist aber wohl sowieso längst vorbei – die neuesten Entwicklungen können Sie hier in unserem Newsblog verfolgen.
Das Virus hat inzwischen auch die Weltwirtschaft angesteckt – überall rauschen die Börsen runter, und in China hat die Quarantäne sogar Auswirkungen auf die Umwelt: Die Luft wird besser, wie ein Vergleich von Satellitenaufnahmen zeigt (hier zu sehen).
Wir hatten allerdings doch nicht wirklich vor, die eine Katastrophe gegen die andere zu tauschen, oder?
Und wie sieht’s aus in Berlin? Nach der Absage der ITB stehen auch die Veranstalter kleinerer Events unter Druck, aber generelle, erzwungene Absagen wie in Frankreich gibt es noch nicht. Es ist wie mit allem anderen auch: Wir müssen nicht irgendwo hinfahren, um alles mitzunehmen – es kommt auch so alles nach Berlin (auch ohne ITB). Aber die meisten Experten sagen: Je langsamer sich das Virus ausbreitet, desto besser. Corona-Ferien wurden zwar noch nicht ausgerufen, aber viele Unternehmen stellen es den Leuten frei, am Heimarbeitsplatz ihre persönliche Firewall hochzuziehen – was Sie über ihre Rechte und Pflichten in einer solche Situation wissen sollten, haben wir an dieser Stelle zusammengetragen.
Immer öfter ist auch von Hamsterkäufen die Rede – die Tierliebe der Berlinerinnen und Berliner ist offenbar unerschütterlich (ebenso wie ihr Humor). Zwischen Panik und Fatalismus ist eben immer noch genug Platz, ohne dass gleich alle am Rad drehen müssen. Die 45 wichtigsten Fragen und Antworten zum neuartigen Virus finden Sie hier.
Übrigens: Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich – aber wenn Sie wirklich wissen wollen, worin sich Grippe und SARS-CoV-2 unterscheiden und worin sie sich ähneln, dann empfehle ich Ihnen diesen Text von Richard Friebe.
Zu den weiteren Meldungen aus Berlin:
Sie meinen, zum Mietendeckel sei alles gesagt? Na, dann lesen sie mal weiter, ich bin mir sicher: Das hier kannten sie noch nicht…
Der CDU-Politiker, Jurist und Immobilieneigentümer Peter Kreilinger schlägt Berliner Mietern in einem 19-seitigen Schreiben allen Ernstes vor, „den Teil Ihrer Zahlung, der etwa wegen des neuen Gesetzes aktuell nicht straflos entgegengenommen werden dürfte, nicht als Miete, sondern als Schenkung“ zu leisten. Im Gegenzug verspricht Kreilinger Rechtsfrieden – eventuelle Steuerersparnisse will er an die Welthungerhilfe spenden. Eine „Erklärung zur rechtlichen Einordnung von Zahlungen an den Vermieter“ liegt unterschriftsreif vorbereitet gleich bei.
Kreilingers Schreiben kommt im Attacke-Modus daher, der Mann ist unter Druck „gern auch schnell mal auf 180“. Den Mietendeckel nennt er „Mietensense“ und „neo-kommunistisches Unsinns-Gesetz“, die Koalition besteht für ihn aus „linken Brandstiftern“, der Senat aus „Rosstäuschern“. Als Drohung möchte Kreilinger sein Schreiben zwar nicht verstanden wissen, aber auf möglicherweise verspätete Abrechnungen, Reparaturen und Serviceleistungen oder ausfallende Investitionen weist er schon mal hin. Ansonsten setzt er auf das Verständnis der „Vertragspartner“ und sinniert: „Vielleicht bin ich ja ein Traumtänzer und die Idee ist in einer Welt, wo jeder primär an sich denkt, abenteuerlich.“ Von seinen Mietern wünscht sich Kreilinger, dass sie sagen: „Ich möchte, dass mein Vermieter sich darum kümmern kann, dass ich ordentlich wohne, statt alles hinzuwerfen und emotionsfreien Marktteilnehmern wie Vonovia & Co das Feld zu überlassen“.
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Genuss für Geist und Gaumen
Ein kulinarischer Gedankenaustausch über die Restaurierung der Fenster des Naumburger Doms.
Künstler-Abend mit dem Kunsthistoriker Dr. Ivo Rauch und der Glasrestauratorin Sarah Jarron am 27.03.2020.
3-Gang-Menü inkl. Weinbegleitung p.P. 89,- €
Gasthof Zufriedenheit
Steinweg 26, 06618 Naumburg (Saale)
Tel. (03445) 288 99 51
www.gasthof-zufriedenheit.de
Wie dazu bestellt wirkt ein Papier der Linken-Abgeordneten Katalin Gennburg, das sie am Wochenende bei der Strategiekonferenz ihrer Partei in Kassel vorlegte – darin heißt es: „Die sozialen Kämpfe um die Wohnungsfrage machen die Klassenfrage sichtbar, und mit dem Mietendeckel gelingt es uns, eine Klassenauseinandersetzung von links zu führen und zu popularisieren, ohne dass irgendwo fett ‚Klassenkampf‘ draufsteht. Mirnixdirnix ist uns als Linke ein Paradebeispiel für eine Klassenauseinandersetzung gelungen, die denjenigen, die nicht zur besitzenden Klasse gehören, ein Stück Freiheit zurückgibt. Das ist Klassenkampf par Excellence, aber es hätte nicht geholfen, dies vornan zu stellen. Dieser Kampf wird jetzt in den Staatsapparaten der BRD weitergeführt und ist noch lange nicht an seinem Ende angelangt.“ Wie es aussieht, wird unter dem Deckel wohl noch so manches alte Süppchen aufgewärmt.
In der SPD rumort es weiter: Jetzt mussten sogar der Giffey-Vertraute und Neuköllner Kreisvorsitzende Severin Fischer und die Abgeordnete Nicola Böcker-Giannini ihre bereits erklärte Kandidatur zurückziehen – eine Wiederwahl der beiden für den Vorsitz beim Bezirksverband war stark gefährdet, die Parteilinke wollte Gegenkandidaten aufstellen.
Um die Situation zu retten, tritt jetzt Bürgermeister Martin Hikel an, gemeinsam mit der Pankower Bezirksverordneten Katrin Stoye.
Ein Selbstläufer wird die Wahl zum Landesvorstand für Giffey/Saleh also nicht, aber schon der Ex-Vorsitzende Peter Strieder wusste aus eigener Erfahrung zu sagen: „Ein gutes Pferd springt knapp“ – zumal die Hürden in der SPD gerne mal noch ein bisschen angehoben werden.
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12. März 2020: Neue E-Mobilitäts-Ausstellung im DRIVE
„Start to Drive Electric" ist mehr als ein Ausstellungstitel. Es ist eine Einladung an alle, die die neue Mobilität erleben wollen. Am 12. März eröffnet im DRIVE. Volkswagen Group Forum die Erlebnisausstellung mit interaktiven Exponaten rund um den Wandel hin zur Elektromobilität. Seien Sie dabei, wenn Volkswagen in eine neue Ära der Mobilität startet: Hier anmelden.
Nach dem schlimmen Unfall mit vier Toten wollte der Senat die Invalidenstraße als „Modellprojekt“ umbauen, ein Teil der Maßnahmen (geschützter Radweg) sollte bis Ende 2019 erledigt sein. Das ist jetzt fast ein halbes Jahr her, aber zu sehen ist davon (bis auf ein paar Tempo-30-Schilder): nichts. Soweit, so Berlin – und das inklusive Begründung: 1) Die Verkehrsverwaltung konnte keine Kartierung finden. 2) Ein privates Büro wurde mit der Kartierung beauftragt, aber die Finanzierung ist nicht geklärt. 3) Dem geschützten Radweg stehen Parklätze und Ladezonen im Weg. 4) „Weitere Maßnahmen erfordern längere Prüfungen und Vorarbeiten, wie sich in der Projektgruppe rasch herausstellte“ (Q: Verkehrsverwaltung). 5) Weitere Vorschläge befinden sich „in Beratung“ oder irgendwo im Bezirksamt. Wenn die rot-rot-grüne Koalition so weitermacht, verliert sie so langsam ihre Street Credibility.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Ab heute gilt die Masern-Impfpflicht in Kitas und Schulen – kontrollieren müssen das allerdings die ohnehin schon überlasteten Erzieher- und Lehrer/innen, die Politik ist gegen Kritik am Verfahren immun.
Berlins CDU-Chef Kai Wegner hatte gestern Abend im ZDF bei
„Berlin direkt“ seine 15 Sekunden Fame: Als Merz-Fanboy rief er zum Kampf gegen die AfD auf – indem die CDU weiter nach rechts rückt.
Wir kommen zum Ortskunde-Quiz: Was ist falsch an den Schildern, die auf einen Radweg zum „Ludwigskirchplatz“ hinweisen? Kleiner Tipp: Es hat nichts mit dem Radweg zu tun (obwohl an dem auch noch einiges falsch ist).
„Cannabis als Ersatz für Antibiotika“, meldet die „B.Z.“ – Inhaltsstoffe der Pflanze bekämpfen multiresistente Keime, stellten kanadische Forscher fest. Lesen Sie hier demnächst: „Erste Freiluftapotheke Deutschlands im Görli eröffnet.“
Geradezu abenteuerlich wirkt dagegen der Versuch des Bezirksamts Xhain, im Görlitzer Park unter strengen Regeln die private Bewirtschaftung einer Grillfläche zu organisieren: Der Pächter soll Holzkohle und „Grillgut“ zum Kauf anbieten, die Nutzer müssen sich anmelden, auch online soll das möglich sein – ganz einfach, wie im Bürgeramt (im TV-Studio würde dem Publikum an dieser Stelle das Schild „jetzt lachen“ gezeigt).
Maximale Grillzeit pro Buchung: 5 h. Weitere Anforderung an die Pächter: Verkaufsstand, Sitzgelegenheiten, Materiallager sind „in einem ästhetisch ansprechenden Rahmen“ breitzustellen – da braucht das Bezirksamt ja wohl demnächst auch noch einen Stil-Stadtrat. Fazit: Ganz egal, was hier wie demnächst auf den Grill kommt – die Mitarbeiter des Ordnungsamts bleiben die ärmsten Würstchen.
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Diskutieren Sie u.a. mit Guido Beermann (Minister für Infrastruktur und Landesplanung, Land Brandenburg) und Reinhard Meyer (Finanzminister, Land Mecklenburg-Vorpommern), wie sich ländliche Räume zu smarten Regionen wandeln und attraktive Wohnalternativen zu Berlin darstellen können. Debattieren Sie beim Tagesspiegel-Forum „Berlin größer denken“ am 6. April 2020. Melden Sie sich hier an.
Nach der Ausschreibung von Latzhosen (CP v. 29.2.) sucht die Feuerwehr jetzt auch die dazugehörenden Träger/innen – im Angebot sind dutzende Stellen als Brandoberinspektorinnen, Wachabteilungsleiterinnen mit und ohne Sonderfunktion, Wachleitervertreterinnen und Feuerwehrkolleginnen (Männer dürfen sich selbstverständlich auch bewerben). Offenbar brennt’s da irgendwo.
Die BVG sucht Teamleiterinnen für den „Schleppservice“ – wenn die AfD das liest, bekommt sie sicher Schnappatmung.
„City Crash“ klingt wie der Name einer Schüler-Punkband aus Nikolassee – es ist aber das Motto der großen Taxi-Demo am Dienstag, die vom Olympiastadion über Kurfürstendamm und Großer Stern zum Flughafen Tegel führt. Dabei ist die letzte Protestaktion der Fahrdienstleister noch nicht mal einen Monat her. Mal sehen, ob die Kutscher den kürzesten Weg zum Chaos auch ohne die Hilfe der Fahrgäste finden.
Es gibt in diesem Jahr keinen Eiswein – zum ersten Mal überhaupt war es dafür deutschlandweit nicht kalt genug. Klimatisch geht der Trend also eindeutig zum sich selbst erhitzenden Sommerglühwein.
Korrektur zum Interview mit Ramona Pop (CP v. 29.2.): In einer Frage hieß es, „Verkehrssenatorin Regine Günther hat das Ziel, den privaten Autoverkehr bis 2030 aus der Innenstadt und bis 2035 ganz aus der Stadt zu verdrängen“ – das ist so nicht richtig. Es geht um private Autos mit fossilen Verbrennungsmotoren.
BER Count Up – Tage seit Nichteröffnung:
Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hat das Wunder vollbracht: Am 31. Oktober 2020 ist der Flughafen BER offiziell eröffnet worden. 3.073 Tage nach der ersten Nicht-Eröffnung stellen wir damit unseren Count Up ein. Wer nochmal zurück blicken will: Im Tagesspiegel Checkpoint Podcast "Eine Runde Berlin" spricht Lütke Daldrup mit Tagesspiegel Chefredakteur Lorenz Maroldt und Checkpoint Redakteurin Ann-Kathrin Hipp über detailverliebte Kontrollen, politische Befindlichkeiten und aufgestaute Urlaubstage.
Zitat
„Die Nazis haben sechs Millionen Juden umgebracht, die Stasi hat uns sechs Millionen Akten hinterlassen.“
Politiker Lothar de Maizière, der heute Geburtstag hat, kritisiert die „Äquidistanz“ der CDU nach rechts und links.
Tweet des Tages
Ich habe mich nach langem Nachdenken entschieden, fünf Minuten Twitter-Pause zu machen.
Stadtleben
Essen – Im Chan am Paul-Lincke-Ufer 42 hat man freie Sicht. Einerseits nach draußen, direkt auf den Landwehrkanal – gerahmt wird die Kulisse durch schön drappierte Bambusstöcke und Rosen auf der Terrasse. Andererseits können Gäste durch ein Fenster direkt in die Küche gucken und den KöchInnen dabei zusehen, wie sie traditionelles thailändisches Essen zubereiten. Alles handgemacht und authentisch. Bestimmt einer der Gründe, weshalb sich das Restaurant seit 12 Jahren in Kreuzberg hält. Zu empfehlen ist besonders der Lunch (12-16 Uhr), bei dem zum Beispiel Garnelenbällchen mit süßlich-scharfer Thai-Barbecue-Soße oder rotes Curry mit Thaigemüse und gegrillter Lachsschnitte aufgetischt werden. Mo-So 12-23 Uhr, U-Bhf Schönleinstraße
Wieder hingehen – Es mag sich noch nicht so anfühlen, aber die Winterpause ist vorbei. Zumindest für die Eisdielen von Rosa Canina in Prenzlauer Berg, Kreuzberg und Mitte. Die selbstgemachte Bio-Eiscreme von Friederike Bartels ist oftmals vegan und die verschiedenen Geschmäcker fein aufeinander abgestimmt: So etwa bei weißer Stracciatella mit Ingwer, Orange mit Salbei oder Moscow Mule. Dazu bestellt man sich am besten noch eine Tasse heißen Kaffee – damit es nicht ganz so kalt wird! Standorte: Markthalle 9 (Eisenbahnstraße 42, U-Bhf Görlitzer Bahnhof), Hufelandstraße 7 (Tram-Station Hufelandstraße), Pasteurstraße 32 (Tram-Station Arnswalder Platz) und Ackerstraße 174 (U-Bhf Rosenthaler Platz), Mo-Fr ab 13 Uhr, Sa-So ab 12 Uhr
Berlinbesuch mit in den Delphi Filmpalast nehmen, wo es heute heißt: „Zeichen setzen gegen Rechts“. Vor dem Hintergrund des rechtsterroristischen Anschlags von Hanau wird um 20 Uhr der Film „Aus dem nichts“ von Fatih Akin gezeigt. Die Handlung ist an die Geschichte des NSU angelehnt und handelt von einer jungen Mutter, deren deutsch-kurdischer Mann und Sohn getötet werden. Obwohl vieles darauf hindeutet, dass die Täter Neonazis sind, verschleppt die Polizei die Ermittlungen. Der Eintritt kostet 7,50 Euro, wovon 2,50 Euro pro Karte an die Amadeo-Antonio-Stiftung gehen. Kantstraße 12a, S/U-Bhf Zoologischer Garten
Geschenk – Noch mehr politisches Kino gibt’s bei der „Feminist Film Week 2020“ vom 5. bis 9. März: In den Union Film Studios in Tempelhof sowie im Kino Babylon in Mitte werden eine Woche lang männlich dominierte und heteronormative Perspektiven im Film konterkariert. Eröffnet wird das Festival mit Haifa Al-Mansours „The Perfect Candidate“ über eine Ärztin aus Saudi-Arabien, die sich als Kandidatin für eine Kommunalwahl aufstellen lässt. Und für ebenjene Vorstellung am Donnerstag (20 Uhr) im Kino Babylon (Rosa-Luxemburg-Straße 30, U-Bhf Rosa-Luxemburg-Platz) verlosen wir 2 Freikarten (bis 12 Uhr)!
Last-Minute-Tickets ergattern Sie noch für Henry Hübchen im Wintergarten Varieté. Der Schauspieler ist in der Potsdamer Straße 96 (U-Bhf Kurfürstenstraße) bei „Kurtz auf der Couch“ zu Gast. Das Konzept: Der Gast wird mit Einspielfilmen überrascht, in denen Freunde und Familie persönliche Geschichten und Anekdoten aus seinem Leben erzählen. In der zweiten Hälfte des Abends beantwortet Hübchen noch Fragen aus dem Publikum. Um 20 Uhr geht’s los, Karten gibt’s ab 24 Euro.
Karten sichern für die Ausnahmekünstlerin Björk: Die isländische Sängerin, Musikproduzentin und Komponistin tritt am 9. Juli (20 Uhr) mit ihrem Orchester an der Waldbühne auf. Diese Gelegenheit sollte man sich nicht entgehen lassen! Sie ist allerdings ein teurer Spaß: Tickets gibt’s ab 80 Euro.
Noch hingehen in die Neue Synagoge Berlin, wo bis zum 29. März die Ausstellung „Family Business. Erinnern als künstlerisches Motiv“ zu sehen ist. Dafür haben dreizehn internationale Künstler*innen die jüdische Geschichte ihrer Familien aufgearbeitet. Natürlich alle auf ihre ganz eigene Art und Weise. So kommt es, dass der Ausstellungsraum mit Fotografie und Malerei, Objektkunst und Collagen, sowieFilm- und Soundinstallationen gefüllt ist. Der Eintritt kostet 7 Euro. Mo-Do & So 10-18 Uhr, Fr 10-15 Uhr, Oranienburger Straße 28-30, S-Bhf Oranienburger Straße
Das Stadtleben heute von: Maria Kotsev
Berlin heute
Verkehr – Danziger Straße / Eberswalder Straße / Schönhauser Allee (Prenzlauer Berg): An der Kreuzung beginnen Sanierungsarbeiten, weshalb auf der Eberswalder Straße / Danziger Straße in Richtung Friedrichshain nur eine Spur frei ist. In der Gegenrichtung ist das Linksabbiegen nicht möglich.
Danziger Straße (Prenzlauer Berg): Wege Gleisinstandsetzungsarbeiten ist die Überfahrt zwischen Kollwitzstraße und Senefelder Straße in beiden Richtungen gesperrt ist. Radfahrende müssen absteigen und den Fußgängerüberweg nutzen.
Berliner Straße (Tegel): Ab 7 Uhr in Richtung Karolinenstraße Höhe Gorkistraße auf eine Spur verengt (bis Ende 2020).
Attilastraße (Steglitz und Tempelhof): In beiden Richtungen gibt’s zwischen Reutlinger Straße und Ringstraße nur eine Spur, in Richtung Attilaplatz ist zudem der Gehweg gesperrt.
Bahnhofstraße (Köpenick): Eine von zwei Rechtsabbiegerspuren an der Kreuzung Lindenstraße ist in Richtung An der Wuhlheide gesperrt (bis Anfang Juni).
Columbiahalle (Tempelhof / Kreuzberg): Weil hier um 20 Uhr „Kyd The Band“ auftritt, kann es im Vorfeld auf dem Columbiadamm zwischen Platz der Luftbrücke und Golßener Straße zu Staus kommen.
A10 (Südlicher Berliner Ring): Im Bereich des Autobahndreiecks Potsdam kommt es in Richtung Dreieck Nuthetal von 19 bis 6 Uhr zu Verkehrseinschränkungen. Über eine Strecke von ca. 300 Metern steht nur ein Fahrstreifen zur Verfügung.
A100 (Stadtring): Der Tunnel Ortsteil Britz ist in den Nächten bis Mittwoch je von 21 bis 5 Uhr in beiden Richtungen zwischen Gradestraße und Grenzallee gesperrt. Umleitungen sind ausgeschildert.
Tram: Für den Einbau des zweiten Gleises muss die Straßenbahnlinie 50 bis zum 20. April unterbrochen werden. Zwischen Virchow Klinikum und Pankow Kirche ist die Linie im Einsatz. Ein Ersatzverkehr mit Bussen ist wiederum zwischen Guyotstraße und dem S/U-Bahnhof Pankow eingerichtet.
Die Tram-Linien 60, 61, 62, 63 und 68 fahren bis zum 1. Juni nicht wie gewohnt. Grund dafür ist die Erneuerung der Gleise zwischen Seelenbinderstraße und Lindenstraße, sowie der barrierefreie Umbau der Haltestellen.
Demonstration – Verdi organisiert den „Warnstreik Charité“, die mit 700 Teilnehmenden von der Luisenstraße bis zum Charitéplatz verläuft (8-11.30 Uhr). „Kein Plastikmüllexport“ fordert der Campact e.V., während er mit 40 Personen von 15.30-17.30 Uhr vor dem Bundesministerium für Umwelt in der Stresemannstraße / Köthenerstraße steht. „Hände weg von der Kommunistischen Partei Polens“ fordern rund 10 Personen vor der Polnischen Botschaft (16-16.30 Uhr).
Gericht – Einem Vater (41) wird drei Jahre nach dem Tod seines Babys der Prozess gemacht. Seine Tochter sei 26 Tage alt gewesen, als er das schreiende Kind durch heftiges Schütteln tödlich verletzt habe (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 701). Und weil sie als Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma auf dem U-Bahnhof Franz-Neumann-Platz eine Frau zu Boden gebracht und so gewaltsam fixiert haben sollen, dass sie eine Fraktur im Knie erlitten habe, kommen zwei 35- und 37-Jährige auf die Anklagebank. Sie sollen die Frau zuvor beim Rauchen erwischt haben (11 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Saal 863).
Universität – Studierende der TU haben eine Modellwohnung zum Thema „Mikrowohnen barrierefrei“ entwickelt, die ab heute im Ausstellungsraum der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zu sehen ist. Ab 18.30 Uhr geht’s los, anschließend werden u.a. Bausenatorin Katrin Lompscher und Prof. Dr. Peter Schwehr von der Hochschule Luzern auf dem Podium stehen. Der Eintritt ist frei. Bis 15. April, Mo-Fr 9-18 Uhr, Württembergische Straße 6, U-Bhf Fehrbelliner Platz
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – David Gill (54), Jurist und Generalkonsul am deutschen Generalkonsulat in New York, ehem. Chef des Bundespräsidialamts (2012-17) / Lothar de Maizière (80), Jurist und Politiker, letzter DDR-Ministerpräsident (1990) / Kathy Radzuweit (38), ehem. Volleyball-Nationalspielerin / „Wir gratulieren Michael Pelke (Pelle) zum 65. Geburtstag, Gründungsmitglied der Bundespartei Die Grünen und 2013-2018 Dienststellenleiter der Landesvertretung des Landes Niedersachsen beim Bund. Danke für dein großes Engagement für Gerechtigkeit und Völkerverständigung.“ / Frank Steffel (54), für die CDU im BT / „Liebe Sigi, herzliche Glückwünsche und alles Liebe zum Geburtstag senden die Ortswechsler Marina und Tommi. Gruß an Norbert.“ / nachträglich: „Dr. Joachim We., Schalkjahr-Bruder, am 29.02. alles Gute“ / Casey Keller (13), „Gymnasiast und Synchronsprecher, Liebe Grüße, Opa Klaus“ / „Nachträglich zum Sonntagsgeburtstag meinem Lieblingsenkel Liam alles Gute zum 13ten Geburtstag... von Omagima!“
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben – Ilse Drews, * 22. Januar 1924 / Maria Duncker-Merschel, * 2. Oktober 1949 / Erika Marx, * 2. März 1936 / Dr. Hans Storck, Landessozialpfarrer, Superintendent von Charlottenburg / Armin Wertz, * 13. August 1945
Stolperstein – Theodora Lea Rosenblüth (Jhg. 1886) wurde heute vor 77 Jahren in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert und dort ermordet. In der Luitpoldstraße 22 in Schöneberg erinnert ein Stolperstein an sie.
Encore
Zum Schluss für heute das Berlinale-Fazit von Cine-Checker Robert Ide:
„Die Berlinale hat ihr Zentrum verloren. Aber um den Potsdamer Platz ist es nicht schade. Hier zieht es genauso wie am Alex und am Zoo, nur ohne historische Häuser und mit einer Stadtautobahn in der Mitte, deren Fußgängerampel berlinische fünf Sekunden lang nicht Rot sieht. Wenigstens verkaufen sie den Touristen im Zony Center die bitteren Berliner Biere – das Zeug muss ja mal weg.“
Aha. Und sonst so?
„Der Wettbewerb band dem Publikum wieder einen Goldenen Bären auf: dass hier die besten Filme des Kinojahres laufen.“
Na, das klingt doch nach einem passablen Trost für alle, die nicht dabei sein konnten (oder wollten) ich wünsche Ihnen jedenfalls einen schönen Tag, an dem das Drehbuch für Sie stimmt. Und morgen früh richtet hier Anke Myrrhe ihre Kamera auf Berlin. Bis dahin,