"Affäre Nachtigall" inzwischen Chefsache
Auch die Affäre Nachtigall macht in der Koalition keine gute Laune: Selbst ohne neuronale Verkabelung der Beteiligten ist dem politischen Zwitschern zu entnehmen, dass ein angespanntes Gipfeltreffen im Roten Rathaus bevorsteht, um die Frage zu klären, ob für die Forschung drei freilebende männliche Vögelchen mit drei gezüchteten weiblichen Vögelchen Sex haben dürfen. Müller hatte im Senat daran erinnert, dass die Koalition sich eigentlich versprochen hatte, „Dinge gemeinsam voranzubringen“ und „nicht primär zum Amüsement der Stadt beizutragen.“ Im Anschluss an die Sitzung erklärte der Regierende:
„Ich habe angeregt, dass eine ressortübergreifende Lösung gefunden wird, damit die Fördermittel fliegen, Pardon: fließen können.“ Auch der Umweltausschuss beschäftigt sich heute ab 10.30 Uhr mit dem Missklang beim Singsang. Ausführliche Hintergründe der Affäre habe ich noch mal für die „Zeit“ aufgeschrieben (Print, E-Paper und Z+, ET heute), mehr zum Berliner Tierleben auch in der Kurzstrecke und im Encore.