Causa Knabe: Brandenburger CDU-Abgeordneter schämt sich für Berliner Fraktion
Zu den weiteren Meldungen des Tages – und damit gleich nach Hohenschönhausen:
Es gibt auch Hubertus-Knabe-Fangirls in der Stasi-Gedenkstätte – eine Referentin schreibt zur jetzt fristlosen Entlassung ihres ehemaligen Chefs: „Tausende Menschen kommen jährlich in die Gedenkstätte, wir zeigen ihnen den Unterschied zwischen Diktatur und Demokratie, erzählen ihnen, dass heute alles viel besser ist. Doch was heute gerade passiert, ist Diktatur.“ Ist Diktatur? Oje ... Die Zustände in der Gedenkstätte scheinen ja noch schlimmer zu sein als bisher bekannt.
Auch Stiftungsratsmitglied Dieter Dombrowski hatte für die Absetzung des Gedenkstättenleiters gestimmt – als Vizepräsident des Landtags von Brandenburg und Bundesvorsitzender der Union der Opferverbände der kommunistischen Gewaltherrschaft schrieb der CDU-Abgeordnete aus Rathenow gestern an die dauerempörte Berliner CDU-Fraktion: „Es kam nachweislich mit Wissen von Knabe zu sexuellen Belästigungen. Ich würde mir wünschen, dass diejenigen in der Union, die sich für Herrn Knabe engagieren, vielleicht mit der Hälfte dieses Engagements auch die Interessen von tausenden SED-Geschädigten zur Kenntnis nehmen und nach Lösungen suchen. Ich schäme mich für das Desinteresse von Unionsabgeordneten.“