Giffey plagiiert auch in Dementi

Was fehlt (I): Der Familienministerin womöglich bald ihr akademischer Titel. Und dann? Muss Franziska Giffey zurücktreten, wenn die FU ihr den Doktortitel aberkennt? Hier die Meinung unserer „Agenda“-Gastkommentatoren (heute im Tagesspiegel):

Marc Brost („Die Zeit“): „Ja, wenn sie bewusst getäuscht haben sollte und nicht nur handwerklich geschlampt hat.“
Anja Meier („taz“): „Ja, leider.“
Tina Hassel („ARD“): Die SPD muss sich an den eigenen Maßstäben messen lassen, die sie bei Guttenberg und Schavan auch ‚Rücktritt‘ rufen ließ.“
Nikolas Blome („Bild“): „Schade, aber die SPD hat die Standards selbst gesetzt.“
Donata Riedel („Handelsblatt“): Das hängt von der Schwere der Verfehlungen und Giffeys Verhalten dazu ab.“
Werner Kolhoff („Saarbrücker Zeitung“): „Es hängt vom Umfang der Plagiate ab – und ob Ihre Partei sie stützt.“

Giffey selbst sagt dazu in der der „Berliner Zeitung“: „Ich habe diese Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen geschrieben.“ Allerdings vergaß Giffey leider auch hier die Quellenangabe ihres nur leicht veränderten Zitats. Der Checkpoint hilft da gerne nach: Das Original stammt aus einer Erklärung von Ex-Dr. Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Buhl-Freiherr von und zu Guttenberg vom 15.2.2011: „Ich habe die Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen angefertigt.“