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Und hier habe ich nochmal die Geschichte des Checkpoints seit November 2014 aufgeschrieben – da tauchen auch ein paar gute alte Bekannte auf!
Und damit weiter zu den Meldungen des Tages:
Was zählt: Die neue offizielle Durchschnittsmiete von 6,72 Euro (Q: Mietspiegel). Die SPD drängt weiter auf die Restriktionen, die Abgeordnete Iris Spranger verkündet: „Mit dem Mietendeckel haben wir einen sehr treffsicheren Pfeil im Köcher, um die Mietenblase zum Platzen zu bringen.“ Bildlich ist das 1A, um nicht zu sagen: Das schlägt dem Fass die Krone ins Gesicht. Aber funktioniert’s auch politisch?
Die Stadtentwicklungsverwaltung lässt den Topf jedenfalls brodeln– hier Auszüge aus einem aktuellen Papier vom 6.5. aus dem Haus von Senatorin Katrin Lompscher:
„Unter der Prämisse, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen verhältnismäßig sein müssen, ist eine generelle Deckelung ohne Mietobergrenze (z.B. ein Mietenstopp) nicht möglich. Die gegenwärtige Situation auf dem Berliner Wohnungsmarkt rechtfertigt ein generelles Aussetzen von Mieterhöhungen nicht. Der Vergleich mit der Wohnungsmarktsituation und Mietbelastungen in anderen Städten sowie die im aktuellen Berliner Mietspiegel abgebildeten Entwicklungen gebieten Maßnahmen mit Augenmaß.“ Mal sehen, wer da demnächst mit einem Pfeil im Deckel auf der Blase sitzt.
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Was fehlt (I): Der Familienministerin womöglich bald ihr akademischer Titel. Und dann? Muss Franziska Giffey zurücktreten, wenn die FU ihr den Doktortitel aberkennt? Hier die Meinung unserer „Agenda“-Gastkommentatoren (heute im Tagesspiegel):
Marc Brost („Die Zeit“): „Ja, wenn sie bewusst getäuscht haben sollte und nicht nur handwerklich geschlampt hat.“
Anja Meier („taz“): „Ja, leider.“
Tina Hassel („ARD“): Die SPD muss sich an den eigenen Maßstäben messen lassen, die sie bei Guttenberg und Schavan auch ‚Rücktritt‘ rufen ließ.“
Nikolas Blome („Bild“): „Schade, aber die SPD hat die Standards selbst gesetzt.“
Donata Riedel („Handelsblatt“): Das hängt von der Schwere der Verfehlungen und Giffeys Verhalten dazu ab.“
Werner Kolhoff („Saarbrücker Zeitung“): „Es hängt vom Umfang der Plagiate ab – und ob Ihre Partei sie stützt.“
Giffey selbst sagt dazu in der der „Berliner Zeitung“: „Ich habe diese Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen geschrieben.“ Allerdings vergaß Giffey leider auch hier die Quellenangabe ihres nur leicht veränderten Zitats. Der Checkpoint hilft da gerne nach: Das Original stammt aus einer Erklärung von Ex-Dr. Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Buhl-Freiherr von und zu Guttenberg vom 15.2.2011: „Ich habe die Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen angefertigt.“
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Auf geheimnisvolle Weise kamen Schlange und Adler bei den Azteken im mythischen Mischwesen „Cuauhcoatl” zusammen. Die gefiederte Klapperschlange mit dem Schnabel eines Königsadlers ist sehr gut erhalten. Sie steht auch in engem Zusammenhang mit dem Gründungsmythos von Mexiko. Zukünftig zu bestaunen im Humboldt Forum!
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Was fehlt (II): Dem „solidarischen Grundeinkommen“ des Regierenden Bürgermeisters die Solidarität der Koalition – und der fehlt „ein qualifiziertes Gesamtkonzept“ des Regierenden Bürgermeisters.
Was fehlt (III): Dem Finanzsenator eine Milliarde Euro im Haushalt: „Erstmals seit zehn Jahren müssen wir aus dem Vorwärts- in den Rückwärtsgang schalten“, sagt Matthias Kollatz. Eine weitere Koalitionskollision lässt sich aber auch so kaum vermeiden.
Was quält (I): Die Berliner Verwaltung. Wer in Mitte gemeldet ist und beim Bezirksamt Mitte einen WBS beantragt, soll dort eine Meldebescheinigung vorlegen – vom Bezirksamt Mitte. Hm, weiß das BA Mitte nicht selbst am besten, wer da gemeldet ist? Und kann das BA Mitte da nicht schnell mal bei sich selbst nachschauen? Nein, dazu ist ein extra Termin nötig, immerhin wird schon einer für den 18. Juni angeboten, kostet aber 10 Euro – und beide Seiten viel Zeit. Müssen Sie nicht verstehen. Wir sind hier in Berlin.
Was quält (II) Der Berliner Schlendrian. In Spandau haben sie jedenfalls den Wechsel zur Sommerzeit verschlafen, wie folgende Meldung zeigt: Am Wochenende war plötzlich der schönste Havel-Spazierweg Berlins (Ernst-Liesegang-Ufer) mit festen Zäunen unüberwindbar gesperrt – laut Auftrag sollten allerdings bereits im Winter mobile Zäune aufgestellt werden, und zwar nur für den Einsatz im Glatteisfall. Merke: Das Brett vorm Kopf kann auch aus Metall sein. Es kommentiert Ingo Insterburg: „Ich liebte ein Mädchen in Spandau, von der war immer der Mann blau.“ Nur so eine Vermutung… (mehr dazu und anderen Sperenzchen gibt’s heute Nachmittag im neuen Spandau-Newsletter von André Görke).
Berliner Schnuppen
Telegramm
Übler Verdacht: Bekamen Einsatzkräfte beim Spiel von Union verdorbene Lebensmittel serviert? Das legte ein Foto nahe. Die Polizei teilt dazu mit: „Die Meldung, unsere Kollegen hätten abgelaufenen Käsekuchen als Einsatzverpflegung bekommen, können wir zweifelsfrei als Fake einstufen.“
Nach dem großen Erfolgsaufreger der Jusos aus Charlottenburg-Wilmersdorf, die 2018 zum Lietzensee-Fest beim Dosenwerfen auf Konterfeis von Horst Seehofer und Beate Zschäpe zielen ließen, haben es jetzt Jusos aus Ansbach nochmal probiert, nur diesmal mit Bildern von Annegret Kramp-Karrenbauer und Adolf Hitler. Das Ergebnis ist das gleiche, was wiederum zeigt: Man muss nicht mal Blech reden können, um in die Zeitung zu kommen.
Twitter hat dem SPD-Abgeordneten Sven Kohlmeier gestern kurzfristig den Account gesperrt – Anlass war eine Frage: „Wie rechtsradikal müssen Mitglieder eigentlich sein, um bei der AfD rauszufliegen?“ Tja, gute Frage. Das Hitlerwein-Model Jessica Bießmann darf jedenfalls bleiben.
Die Tweets, die Kohlmeier gern versendet hätte, während sein Account gesperrt war, veröffentlicht übrigens mein Kollege Ingo Salmen heute in seinem Tagesspiegel-Newsletter Marzahn-Hellersdorf. (Zur kostenlosen Bestellung geht’s hier).
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Dazu passt auch folgende Meldung: Das Landesschiedsgericht der Berliner AfD tritt zurück – wegen „Überlastung“, wie es offiziell heißt. Wir würden es ja gerne wissen: Wie rechtsradikal müssen Mitglieder eigentlich sein, um bei der AfD rauszufliegen? Aber wen sollen wir da jetzt fragen?
In der FU kommt die Verkehrswende nicht von der Stelle: Seit Januar steht in der Philologische Bibliothek ein Fahrradergometer – die Nutzer laden damit ihre Laptops auf. Nach einer Testphase ist die Sache jetzt gekauft (Kosten: 3500 Euro).
Im Zirkus hängt das Fangnetz überm Boden, in der Komische Oper unter der Decke – sonst würde den Besuchern der Stuck auf den Kopf bröseln. „Wir waren sehr überrascht“, sagt Direktorin Susanne Moser über den Zustand ihres Hauses. Weniger überraschend: Bereits zwei Jahre vor Beginn der Sanierung sind die geplanten Baukosten von 227 Mio auf 238 gestiegen. Es kommentiert Richard Lohengrin Wagner: „Nun sei bedankt, mein Iieber Schwan!“ Bitteschön.
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Hier noch ein Mitbringsel vom verlängerten Wochenende in England. Auf dem Rückweg von Burnley (wo Arsenal spielte) nach Manchester (hier waren die „Gods of Rap“ zu Gast) haben wir auf dem Bahnhof eine Runde „Betriebsstörungsbingo abroad“ gespielt: „Cancelled due to a shortage of train drivers“ – alles wie zu Hause.
Und tatsächlich, kaum zurück, meldet die BVG: Auf der M2 und der M4 fahren die Züge seltener – wegen des „langfristig erhöhten Krankenstands“.
Und auch die S-Bahn spielt wieder mit bei unserem Betriebsstörungsbingo, diesmal erklärte sie Verspätungen und Ausfälle der S25 mit „einer behördlichen Maßnahme (Baum im Gleis)“ – die Verwaltungsreform ist offenbar dringender als ohnehin schon gedacht…
… und tatsächlich: Sie kommt! Die Koalition konnte sich nach dem großen Krach in der vergangenen Woche doch noch auf eine Verwaltungsreform verständigen, die Sache ist heute im Senat (kann also nur noch ein paar Jahre dauern, bis alles durch ist).
Dazu auch der Blick auf die Terminlage in den Bürgerämtern… hier: Der nächste freie Termin (Stand: heute, 5 Uhr) ist am 25. Juni – in Neu-Hohenschönhausen. Gesetzliche Frist zum Ummelden einer Wohnung: maximal 14 Tage.
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Schwimmhilfen gesucht! In den Sommerferien lernen wieder viele Kinder schwimmen. Damit dies auch für Kinder aus einkommensschwachen Familien möglich ist, suchen die Berliner Bäder auch in diesem Jahr Patinnen und Paten für zukünftige Seepferdchen – für 105 Euro sichern Sie einem Kind den Platz im dreiwöchigen Ferienschwimmkurs.
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Tierisches Berlin I: „Behrendt zieht bei Pferdkutschen die Zügel an“ (Tagesspiegel) – laut der neuen Pferdekutschenleitlinien gibt‘s ab 30 Grad Hitzefrei (bisher: 35 Grad).
Tierisches Berlin II: „Die Tauben bekommen ein Management“ („Berliner Zeitung“) – in allen Bezirken soll es betreute Taubenschläge geben. Dort werden u.a. die echten Eier gegen Attrappen ausgetauscht.
Falls Ihnen das Kennzeichen P-VW 253 irgendwo auffällt: Es wurde geklaut und gehört einem Checkpoint-Leser.
BER Count Up – Tage seit Nichteröffnung:
Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hat das Wunder vollbracht: Am 31. Oktober 2020 ist der Flughafen BER offiziell eröffnet worden. 3.073 Tage nach der ersten Nicht-Eröffnung stellen wir damit unseren Count Up ein. Wer nochmal zurück blicken will: Im Tagesspiegel Checkpoint Podcast "Eine Runde Berlin" spricht Lütke Daldrup mit Tagesspiegel Chefredakteur Lorenz Maroldt und Checkpoint Redakteurin Ann-Kathrin Hipp über detailverliebte Kontrollen, politische Befindlichkeiten und aufgestaute Urlaubstage.
Zitat
„Wenn Berlin ein Königreich wäre, wäre der Checkpoint der Hofnarr.“
Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup – sollte die Aufsichtsratssitzung am Freitag rechtzeitig enden, will er anschließend auch zu unserer großen Party kommen.
Tweet des Tages
Ein ICE, der in Berlin am Bahnhof Zoo hält und Leute aussteigen lässt: Das passiert selten. Aber wegen des Baustellenfahrplans zwischen Braunschweig und Berlin ist der Zug 15 Minuten zu früh dran - und steht jetzt deshalb am Zoo.
Stadtleben
Neu in Neukölln – Und was gibt es zu essen? Pipapo, das ist Neo-Neuköllnisch für Piadina, also belegte italienische Klappfladen. Kürzlich erst erzählten wir an dieser Stelle von der Schließung des Rundstück Warm in der Okerstraße 40. Mittlerweile ist an derselben Adresse, teils noch mit Interieur samt Sonnendach vom Vormieter, das Pipapo zu finden, das mit den Piadine (original italienischer Plural) etwas Abwechslung in das Burger-Einerlei des Bezirks bringen will. Eine Piadina „Feta Pan“ zum Beispiel, mit Rote Bete, Feta, Walnüssen und Kräuterhonig-Dressing schlägt mit 4,90 Euro, eine „Psalmone“ mit Stremellachs, Avocado, Zwiebeln und Honig-Senf-Sauce mit 5,50 Euro zu Buche. Dazu gibt's wahlweise Bier, Wein oder Limo und dank eines Raumteilungs-Deals mit Nachbarlokal Frollein Langner reichlich Sitzplatz sowie eine erweiterte (Getränke-)Karte. Tgl 18 - 23 Uhr, U-Bhf Leinestraße
Trinken – Der Untertitel „Place from the Space“ weist den kleinen italienischen Laden eindeutig als zur philosophieaffinen Kunstbohème gehörig aus. Abschrecken lassen sollte sich dadurch aber niemand. Um den von 18 bis 20 Uhr angebotenen Aperol Spritz (3,50 Euro) zu genießen muss man nämlich nichts über den „Spatial Turn“ gelesen haben. Auf die Idee, das später zu tun, könnte man aber durchaus kommen, wenn man hier Zeit verbracht und sich mit den Aktivitäten befasst hat, denen im Spazio sonst so nachgegangen wird – so zwischen Restaurant und Bistro, Elektro-Label, experimenteller Ausstellungspraxis, und Konzertveranstaltung. Torfstraße 15, U-Bhf Amrumer Straße
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Berlinbesuch – Einen eigenen Zugang zur Hauptstadtgeschichte eröffnen die Stolpersteine. An ihnen ausgerichtete Rundgänge erschließen nicht nur räumliche, sondern eben auch zeitliche Verhältnisse der Stadt, die in den Routinen des Alltags genau so untergehen wie in der üblichen Sight-Seeing-Raserei. Gegen dieses Untergehen anzugehen ist aber die Definition der Erinnerungskultur, für die die Steine stehen. Aber wo anfangen bei über 8000? Um 18 Uhr eröffnet heute im AGH der Präsident Ralf Wieland die Ausstellung „Stolpersteine – Gedenken und soziale Skulptur“, in der neben den Geschichten, die die Stolpersteine erzählen, die Geschichte der Steine selbst erzählt und reflektiert wird. Im Anschluss an die Reden gibt es einen Rundgang durch die Ausstellung (ab morgen Mo-Fr 9-18 Uhr, Eintritt frei) und einen Empfang in der Wandelhalle des Abgeordnetenhauses, Niederkirchnerstr. 5, U-Bhf Potsdamer Platz
Geschenk – Eine andere Methode, sich (und seinem Besuch) interessante Routen durch die Stadt zu bahnen, ist die gute alte Schnitzeljagd. Blöd nur, dass nicht teilnehmen kann, wer sie sich ausgedacht hat. Outsourcing bringt daher mit Foxtrail gleich mehrere Vorteile: Erstens ist die Strecke unbekannt, enthällt zweitens auch für eingefleischte Berlinerinnen manches Neue, ist drittens stadtgeschichtlich informiert und daher bildend und außerdem viertens geschickt mit Elementen des Escape Games und klassischen Sightseeings gespickt. Sowohl zum sich selbst Beschenken als auch in Gutscheinform erhältlich, wahlweise in Mitte oder Kreuzberg-Tiergarten, 25/ erm. 14 Euro
Karten sichern – Den philosophischen Unterbau zum Erinnern liefert für alle Interessierten übrigens Bazon Brock: Über die Bedeutung der Ewigkeit für u.a. demokratische Gesellschaften spricht er am Donnerstag um 19 Uhr in der Katholischen Akademie, Hannoversche Straße 5. Aus dem Programm: „Westliche Demokratien glaubten, aus historischer Erfahrung auf die Ewigkeit als Zeitform des Politischen und Sozialen verzichten zu sollen, leider ... das Bürgertum des 19. Jahrhunderts erschuf die Vergangenheit als das nicht vergehende Ewige“. Auch wem diese Zeilen Walter Benjamins Geschichtsaufsatz in Erinnerung rufen, sollte hingehen. Anmeldung per Email an information@katholische-akademie-berlin.de oder telefonisch unter 030 2830950. U-Bhf Oranienburger Tor
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Gesunder Rücken & schmerzfreie Gelenke
Lesen Sie im neuen großen Tagesspiegel-Gesundheitsratgeber alles rund um einen gesunden Rücken, schmerzfreie Gelenke und gesundheitsförderlichen Sport. Experten erklären, wie man Schmerzen vermeidet, lindert und heilt und wie man Bandscheiben, Knie, Hüfte, Schulter, Hand und Fuß richtig behandelt.
Last-Minute-Tickets – Während nebenan im Großen Haus der Volksbühne im Rahmen des Theatertreffens Sebastian Hartmanns Erniedrigte und Beleidigte nach Dostojewski läuft (fast ausverkauft Stand Montag), betritt Roee Rosen mit Hani Furstenberg den Grünen Salon mit Kafka for Kids (Sprache: Englisch). Der Künstler Roee Rosen setzt sich hier in einer Art multimedialer Lecture-Performance mit den kafkaesk verschachtelten Ebenen zwischen Klischees und teils tragisch brutaler Wirklichkeit von Kindheit auseinander. Ab 21 Uhr, Eintritt 10 Euro
Noch hingehen – Ein Bild soll mehr als tausend Worte sagen, heißt es. Und doch sagt es manchmal gar nichts, bevor man sich nicht tausend und mehr Worte zum Kontext angelesen hat. Die heute öffnende Ausstellung im Museum Berggruen stellt daher nicht nur die Bilder von immerhin so illustren Künstlern wie Picasso, Braque, Klee und Matisse in den Mittelpunkt, sondern deren Provenienzen und gar die Provenienzforschung selbst – und kehrt so das Verhältnis von Bild und seiner Plakette, wie man es aus Ausstellungen kennt, um. Oder korrigiert es. Und betreibt damit vor allem eines: radikale Vermittlung. Bis Sonntag, 19. Mai, tgl. 10-18 Uhr (Sa 11-18), 10/ 5 Euro, Schloßstraße 1, S-Bhf Westend
Mit diesem Stadtleben wünscht Ihnen Thomas Wochnik einen guten Tag.
Prominent verraten
Richterin, Managerin, Kulturliebhaberin. Die Berlinerin der Woche hat bei der großen Auswahl in der Stadt regelmäßig die Qual der Wahl.
Bekannte Berliner fotografieren für uns eine Woche lang täglich Ausschnitte aus ihrem Leben. Erraten Sie, wer sich diesmal hinter den Bildern versteckt? Senden Sie uns bis Donnerstag eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de mit dem richtigen Namen und gewinnen Sie zwei "Checkpott"-Kaffeetassen. Die Auflösung kommt immer freitags - mit einem Selfie. Alle bisherigen Fotos und Hinweise finden Sie hier.
Erraten Sie, wer sich diesmal hinter den Bildern versteckt?
Gewinnen Sie eine „Checkpott“-Kaffeetasse.
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Berlin heute
Verkehr – Der Tiergartentunnel (Tiergarten) wird in der Nacht von 21 bis 5 Uhr in beiden Richtungen gesperrt. Um die Mercedes-Benz-Arena ist ab etwa 18 Uhr mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen im Bereich Mühlenstraße, Warschauer Straße, Oberbaumbrücke und Stralauer Allee (Friedrichshain) zu rechnen.
Demonstration – Von 8 bis 13 Uhr erwartet die Stiftung Ethik & Ökonomie Ethecon etwa 250 Teilnehmer am Haupteingang des Citycube am Messedamm unter dem Motto „Volkswagen stoppen, Klimachaos verhindern“. Etwa 50 Teilnehmer erwartet Amnesty International am Pariser Platz von 10.30 bis 13.30 Uhr zur Kundgebung unter dem Motto „Wake up – Action im Rahmen der Europakampagne – Menschennrechtsverletzungen geschehen in Europa". Von 16 bis 19 Uhr wollen gegenüber der Türkischen Botschaft in der Tiergartenstraße etwa 50 Teilnehmer "Für die Öffnung der syrisch-türkischen Grenze - die Türkei muss ihre Grenzen für die Menschen aus Idlib öffnen" demonstrieren.
Gericht – Mehr als 31 Jahre nach dem Mord an einer Frau in Neukölln wird einem 60-Jährigen der Prozess gemacht. Er soll die 30-Jährige im September 1987 in ihrer Wohnung überfallen und nach versuchter Vergewaltigung vor den Augen ihres zweijährigen Sohnes getötet haben (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 700).
Berliner Gesellschaft
Personalien – Der Digitalexperte Daniel Mack ist von der Holding-Tochter „360 Sherpas“ als Director Digital and Creative Transformation in das Team der „Hirschen Group“ gewechselt.
Geburtstag – Klaus Jürgen Bade (75), Historiker, Migrationsforscher und Publizist / Erik Gerntke (20), Handballspieler bei Füchse Berlin / Vera „Veruschka“ Anna Gottliebe, Gräfin von Lehndorff (80), Schauspielerin und Model / Gerhard Haase-Hindenberg (66), Schauspieler, Regisseur, Publizist und Buchautor / Max Kaase (84), Politologe, Sozialwissenschaftler und Wahlforscher ehem. am WZB / Michael Johannes Mayer (55), „Drei Mal hoch und vor allem lang sollst du leben! Deine drei Liebsten“ / Hannelore Minkus (91), Schauspielerin und Synchronsprecherin / Beatrix Myrrhe (70), „Diplom-Biologin, Sozialpädagogin, Opernstar, Supermama & Puderzucker-Oma" / Oliver Polak (43), deutscher Entertainer, Comedian und Autor / Dr. Annette Rieger, „Richterin im 1. Zivilsenat des Kammergerichts, es gratulieren die übrigen Senatsmitglieder und viele Kolleginnen und Kollegen aus dem Haus“ / Jens Sparschuh (64), Schriftsteller / Jörg-Otto Spiller (77) ehem. für SPD im AGH / Theo Tretbar (6) / Marten von Werder, „mit besten Grüßen seiner Kolleginnen und Kollegen!“
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben – Dipl. Ing. Bernd Josef Guddorp, * 26. April 1941 / Hildegard Hahn, * 1. Juli 1926 / Gertrud „Gertili“ Klein, * 23. Juni 1949 / Dr. Joachim Maute, * 12. Juli 1944 / Hergard Rohwedder, * 11. Juni 1933 / Dr. Michael Schlößer, Aufsichtsrat von Gravis / Arno Sickert, * 14. Februar 1942
Stolperstein – Maria Terwiel (Jhg. 1910) und Helmut Himpel (Jhg. 1907) gehörten einer Widerstandsgruppe an, die später als „Rote Kapelle“ bekannt wurde. Sie lebten als Paar in der Lietzenburger Straße 72 in Charlottenburg, wo sie am 17. September 1942 zusammen verhaftet wurden. Am 13. Mai 1943, heute vor 76 Jahren, wurden beide in der Hinrichtungsstätte des Gefängnisses Plötzensee enthauptet.
Im Tagesspiegel
Der Berliner Ralph Ghadban gilt als Experte für Clan-Kriminalität in Deutschland. Er spricht Arabisch, hat ein Buch geschrieben, hält Vorträge bei der Polizei – dann gibt er dem libanesischen Fernsehen ein Interview. Seitdem steht er unter Polizeischutz. Lesen Sie die Reportage von Andreas Austilat und Hannes Heine heute auf Seite 3 im Tagesspiegel und im E-Paper.
Encore
Und zum Schluss: Noch ein Mitbringsel aus dem Norden von England. Gegen das, was dort an den Wochenenden abgeht, ist Berlin allenfalls auf dem Niveau einer Puritaner-Party – es wird dort gefeiert und gesoffen, was das Zeug hält, egal wer man ist und was man ist. Dazu passt eine aktuelle Meldung aus Stockport, der zufolge ein Profi des FC Chelsea wegen einer Trunkenheitsfahrt seinen Führerschein abgeben muss. Sein Name war in diesem Fall nicht Programm: Er heißt Dany Drinkwater.
So, das war’s für heute. Kommen Sie gut durch den Tag, und trinken Sie, was Sie wollen (so lange Sie nicht fahren). Aber auch nüchtern betrachtet kommt der Checkpoint morgen doppelt: für Abonnenten wie gewohnt als Checkpoint, für alle anderen als „Checkpoint Kurzstrecke“. Ich bin sehr gespannt, wie es wird und was Sie davon halten! Mail bitte an checkpoint@tagesspiegel.de – alles Gute, bis morgen früh,