„Einmal ist keinmal“: Wie oft die Verwaltung E-Mails checkt

Zwei Mal am Tag soll die Verwaltung ihre elektronischen Posteingänge checken, das scheint die interne Vorgabe zu sein. Die Senatskanzlei korrigiert hier: zwei Mal ist zu viel des Guten. Von Lorenz Maroldt

„Einmal ist keinmal“: Wie oft die Verwaltung E-Mails checkt
Foto. picture alliance / dpa

Dass regelmäßig Dutzende E-Mailfächer der Verwaltung wegen Überfüllung geschlossen sind, hatten wir im Checkpoint schon berichtet. Aber warum ist das so? Eine Leserin schreibt:

„Vielleicht überfüllen die Berliner Postfächer ja auch deshalb so oft, weil da kaum mal jemand reinguckt. Eine Kollegin, die vom Land Berlin zum Bund gewechselt ist, behauptet, beim Land Berlin bestehe die Vorgabe, zwei Mal am Tag (!!!) in den Posteingang zu sehen. Wir konnten es nicht fassen. Bei dem Turnus wäre ein Teil meiner Eingänge bereits durch Zeitablauf erledigt.”

Tja, das ist leider maßlos übertrieben, wie die Antwort der Senatskanzlei auf eine Checkpoint-Anfrage zeigt. Demnach ist in § 29 Absatz 2 der GGO I festgelegt, dass elektronische Postfächer sogar nur einmal täglich auf neue Eingänge durchzusehen sind. Und wie schon Milan Kundera wusste: „Einmal ist keinmal“ – zumal in Berlin!