Finanzsenator: „Wir müssen mehr für Neubau tun“

Wir kommen zur Abteilung „Alles gesagt, auch von jedem, und zwar schon mehrfach“: Finanzsenator Mathias Kollatz, Aufsichtsratsvorsitzender der städtischen Wohnungsgesellschaft „Berlinovo“, die jahrelang mit möblierten Apartments die Mieten in die Höhe trieb, kündigt im „Morgenporst“-Interview den Bau von jährlich 2000 „Kleinwohnungen“ durch die „Berlinovo“ an, für Studierende und ältere Menschen – die „Mopo“ macht daraus die allgemeinverträgliche Zeile „Wir müssen mehr für Neubau tun“. Nun ja. Das kommt Ihnen bekannt vor? Uns auch. Im März 2019 sagte Kollatz im „Tagesspiegel“-Interview: „Neubau hat Priorität und soll Priorität haben.“ 

Dass die „Berlinovo“ in hoher Zahl Wohnungen für Studierende und Senioren bauen soll, hat der Senat übrigens bereits am 28. Juli 2015 beschlossen – da war Kollatz seit einem guten halben Jahr Finanzsenator.

Zum Kauf von Wohnungen in der Karl-Marx-Allee durch die städtische „Gewobag“ sagt Kollatz in der „Morgenpost“, das „war falsch“ – 125.000 Euro aus Steuermitteln pro Einheit hatte der Senat zugeschossen.