Reinickendorf: Gedenkfeier für behördlich bestattete Menschen
Vor ein paar Wochen hatte der Checkpoint mehrmals angeregt, regelmäßig und namentlich derjenigen Menschen zu gedenken, die behördlich (und damit sonst anonym) bestattet werden. Doch was anderswo funktioniert, (z.B. in Köln), scheiterte in Berlin natürlich erstmal wieder – und zwar nicht an den Sargträgern, sondern an den Bedenkenträgern, der partei- und verwaltungsübergreifend größten Fraktion der Stadt. Umso mehr habe ich mich über die folgende Mail von Patrick Larscheid aus Reinickendorf gefreut:
„Mit ausdrücklicher Unterstützung unseres Bezirksstadtrates Brockhausen hat das Gesundheitsamt Reinickendorf einige engagierte Bürgerinnen und Bürger zusammengeführt, die nach äußerst kurzer Vorbereitung in der Lage waren, von nun an jährlich am dritten Sonntag im Januar um 17 Uhr in der Apostel-Paulus-Kirche in Hermsdorf eine überkonfessionelle Gedenkfeier für die Menschen auszurichten, die im vergangenen Jahr in unserem Bezirk verstorben und dann ordnungsbehördlich bestattet wurden. Zu dieser Feier laden wir ausdrücklich alle ein, die mit ihrer Anwesenheit mithelfen wollen, den Verstorbenen ihre Würde zu erhalten. Wir finden es bedauerlich, dass andernorts großes Engagement auf die Formulierung der Unmöglichkeit einer solchen Feier verwendet wird, statt sie einfach nur zu organisieren.“
Und mehr gibt’s dazu nicht zu sagen, außer: Vielen Dank, ganz große Klasse!