Berlins neue Krebsplage: die 1. Bilanz

Berlins neue Krebsplage: die 1. Bilanz. Apropos Pfingsten: Wo ist der Fischteller? Anruf bei Berlins bekanntestem Fischer: Klaus Hidde, 67. Der bekämpft seit vier Jahren die Krebsplage u.a. im Tiergarten („habe bisher 140.000 Sumpfkrebse gefangen“). Seit vier Wochen ist er in Herrgottsfrüh am Glienicker See in Berlin-Kladow im Einsatz. Da hat ein Schlaumeier sein Aquarium entleert, jetzt krabbeln überall Marmorkrebse aus Florida rum und vermehren sich fröhlich – ein Fall für die Naturschutzbehörden. „Guten Morgen, Herr Hidde, Checkpoint hier – Ihre Bilanz nach 4 Wochen?" Hidde: „Katastrophal! Frustrierend! Ich hab‘ erst 15-20 Kilo Krebse gefangen. Dabei müssten das Tonnen da unten sein. Aber es ist verdammt kalt im Wasser. Der Krebs ist leider noch inaktiv.“ Heute früh waren es 13,4 Grad. Und sonst so?

„Ich habe Ärger mit den Fischern. Dabei will ich nicht deren Aale, sondern nur die Krebse.“ Das Problem: Der See gehört zur Hälfte Brandenburg, zur anderen Hälfte Berlin. Zu DDR-Zeiten gab‘s Bojen als Grenze in der Mitte. „Jetzt muss ich in der Dämmerung schätzen – da liege ich leider auch mal zehn Meter daneben. Mein Fischerboot hat doch kein Navigationsgerät!“ Die Umweltbehörden mögen doch bitte im Revier-Zank vermitteln.