haben alle noch Ihren Doktortitel? Wurden keine Nebeneinkünfte vergessen? Dann los.
Seit 5 Uhr sind die Biergärten eröffnet. Ab jetzt gilt: Drinnen nur Toilette, zwei Haushalte am Tisch, Reservierung nee, Adresse ja – und Trinkgeld nicht vergessen (gab‘s ewig nicht). Was noch fehlt? Der Test-Zettel natürlich. Laut der aktuellen FAQ von Wirtschaftsverwaltung und Dehoga darf übrigens der Selbsttest unter Aufsicht durch das Betriebspersonal durchgeführt werden. Sie können ja mal den Wirt fragen, ob er den Zapfhahn loslässt und Ihnen beim In-der-Nase-Bohren zuguckt. Spoiler: Muss er nicht. Hier der Corona-Blog vom Tagesspiegel – und jetzt kommt der Checkpoint-Schnelltest.
So startet Berlins Gastro aus der Corona-Krise. Hier der CP-Check mit vier populären Biergärten zum Freitag.
+ Loretta am Wannsee. „Wir machen um 12 Uhr auf, 1000 Gäste dürfen rein. Wir haben verschiedene Ebenen im Garten und können das alles gut auseinanderziehen. Benötigt wird nur ein negativer Test. Und man muss sich registrieren – mit der Luca App oder auf‘m Zettelchen. Nein, unser Personal testet nicht vor Ort. Wir haben am Donnerstag die letzten Schilder erstellt und Abläufe geprobt. Letztlich läuft alles von allein, wenn die Gäste mitmachen. Meine Empfehlung nach der langen Zeit? Ein frisch gezapftes Bier. Das würde ich sogar gleich um 10 Uhr trinken.“
+ Prater in Prenzlauer Berg. „Wir öffnen am Freitag um 16 Uhr. Platz haben wir im Biergarten für 600 Gäste. Natürlich ist nach so langer Zeit die Freude groß, aber es schwingen natürlich auch Nervosität und Aufregung mit, da viele neue Regelungen beachtet werden müssen. Nein, vor Ort bieten wir keine Tests an, aber in der Umgebung gibt es diverse Möglichkeiten. Meine Empfehlung zum Start? Prater Pils, Bratwurst und eine Brezel.“
+ Klunkerkranich in Neukölln. „Bring your mask, bring your test – and bring your umbrella“, lautet das Motto. „Wir öffnen Freitag bis Sonntag, 16 bis 23 Uhr. Platz haben wir für 180 Personen. Nein, unser Personal testet nicht, aber im Umkreis gibt es viele Teststationen, zum Beispiel in den Arcaden. Auch wenn wir uns gerade noch etwas überrumpelt fühlen, ist die Vorfreude nach den schwierigen Monaten sehr groß. Meine Empfehlung? Ich persönlich würde mit Freunden mit einem Sekt auf Eis anstoßen.“
+ Zollpackhof am Kanzleramt. „Wir öffnen um 11 Uhr den Biergarten. 700 bis 800 Gäste können rein. Und ja, es gibt die Möglichkeit, sich auch vor Ort testen zu lassen, im 21DX Testzentrum direkt in der Remise, als kostenloser Bürgertest. Meine Empfehlung? Ein Helles vom Fass und auf der Restaurantterrasse ein Wiener Schnitzel mit Beelitzer Spargel.“
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Berlins neue Krebsplage: die 1. Bilanz. Apropos Pfingsten: Wo ist der Fischteller? Anruf bei Berlins bekanntestem Fischer: Klaus Hidde, 67. Der bekämpft seit vier Jahren die Krebsplage u.a. im Tiergarten („habe bisher 140.000 Sumpfkrebse gefangen“). Seit vier Wochen ist er in Herrgottsfrüh am Glienicker See in Berlin-Kladow im Einsatz. Da hat ein Schlaumeier sein Aquarium entleert, jetzt krabbeln überall Marmorkrebse aus Florida rum und vermehren sich fröhlich – ein Fall für die Naturschutzbehörden. „Guten Morgen, Herr Hidde, Checkpoint hier – Ihre Bilanz nach 4 Wochen?" Hidde: „Katastrophal! Frustrierend! Ich hab‘ erst 15-20 Kilo Krebse gefangen. Dabei müssten das Tonnen da unten sein. Aber es ist verdammt kalt im Wasser. Der Krebs ist leider noch inaktiv.“ Heute früh waren es 13,4 Grad. Und sonst so?
„Ich habe Ärger mit den Fischern. Dabei will ich nicht deren Aale, sondern nur die Krebse.“ Das Problem: Der See gehört zur Hälfte Brandenburg, zur anderen Hälfte Berlin. Zu DDR-Zeiten gab‘s Bojen als Grenze in der Mitte. „Jetzt muss ich in der Dämmerung schätzen – da liege ich leider auch mal zehn Meter daneben. Mein Fischerboot hat doch kein Navigationsgerät!“ Die Umweltbehörden mögen doch bitte im Revier-Zank vermitteln.
BVG denkt rechtzeitig an Weihnachten. Paddeln wir im Checkpoint-Kahn die Spree hoch: Frostige Stimmung auch in der BVG-Zentrale an der Michaelbrücke. Liegt aber nicht an Krebsen, sondern an Christmas. Die BVG um Konzernchefin Eva Kreienkamp schnürt seit dieser Woche nämlich Weihnachtsgeschenke fürs Personal. Wie viele? „17.000.“ Was darf's kosten? „6 Euro netto pro Geschenk, 102.000 Euro maximal.“ Und? „Möglichst EU-Produkte.“ Die Verpackung steht schon fest: ein schwarzer Karton mit gelbem BVG-Herz und dem Claim „Weil wir dich...“ Psssssst! Wird erst in sieben Monaten verraten. P.S.: Letztes Weihnachten gab‘s übrigens dieses feine BVG-Geschenk fürs Personal.
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Gangstas, Pimps und Hoes: Die US-Rap-Welt ist durchtränkt von Bildern übersteigerter Männlichkeit. Joana Tischkau macht in der Performance BEING PINK AIN’T EASY die Fragilität sozialer Konstruktionen wie Race und Geschlecht sichtbar. Die Filmfassung ist vom 20.5. bis 3.6. online zu sehen auf www.sophiensaele.com.
Nur 50 Jahre für einen Uferweg. Ahoi vom „Spreeradweg“! Der wird erst seit 1981 geplant und gilt als besonders zäh. Zur Relation: 1981 steckte Verkehrssenatorin Regine Günther, Grüne, am Gymnasium in Kaiserslautern noch im Abi-Stress. Der Uferweg, den sich Wanderer und Radfahrer teilen, soll vom Schloss Charlottenburg bis Spree Ecke Havel führen – vorbei an Kleingärten, Industriegebiet und dem Klärwerk Ruhleben. Eine Ewigkeit passierte nichts, gestern gab‘s das Update. Der Checkpoint saß in Radlerhose mit am digitalen Tisch: Im Spätsommer 2021 soll feststehen, wie die neue Spreebrücke am BMW-Werk aussehen wird. Baustart dafür soll 2024 sein, Fertigstellung 2027 („wenn alles klappt“). Könnte also knapp werden mit der Eröffnung noch vor Günthers Renteneintrittsalter. Hier die Grafik und neun Simulationen der neuen Spree-Brücke. Und hier der Tagesspiegel-Text von Fahrrad-Experte Jörn Hasselmann, der von einem „katastrophalen Zustand“ spricht.
Hoş geldiniz BER‘e! Willkommen am BER!Kurztrip zum Flughafen. Aletta von Massenbach wird ab 1. Oktober neue BER-Vorsitzende. Die haben Sie vielleicht schon im Urlaub getroffen: Massenbach war früher Chefin des Touri-Flughafens in Antalya. Ein Zitat über Ihre Zeit im „Spiegel“: „Frauen in Führungspositionen sind in der Türkei viel normaler als bei uns. Nirgendwo habe ich erlebt, dass sie so viel Beachtung bekommen wie in Deutschland. Vielleicht wird in Ostanatolien darüber diskutiert, dass Frauen lieber zu Hause bleiben sollten, aber nicht in Istanbul, Antalya oder am Schwarzen Meer.“ Iyi uçuşlar!
Tschö Pankow, hallo Brandenburg. Weil am Pfingstwochenende alle ins Umland gurken: Das machen nicht nur Leute mit Wanderschuhen (und Regencape!), sondern auch immer mehr Leute mit Umzugskartons. Im Abgeordnetenhaus geht eine Berlin-Statistik rum, mit der Staatssekretärin Wenke Christoph, Linke, wedelt. Hier der Blick in den Checkpoint-Taschenrechner: Berlins größter Bezirk Pankow wächst,hat aber in den letzten zehn Jahren 38.500 Leute ans hübsche Brandenburg verloren. Weil im Gegenzug immer weniger Leute aus Brandenburg nach Pankow ziehen, bleibt am Ende ein Minus von fast 15.000. Happiness und Häuschen in Brandenburg?
Das ist keine Pipifax-Zahl, sondern so viel wie der gesamte Ortsteil Tiergarten. 1500 zog es letztes Jahr aus Pankow rüber nach Barnim, 900 nach Oberhavel – und 220 nach Dahme-Spreewald. Da wurde Staatsekretärin Christoph übrigens geboren, in Königs Wusterhausen. P.S: Hier noch ein Videotipp – unsere Berliner Immobilien-Debatte von Donnerstag Abend im Tagesspiegel.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Grießbrei nur 1x im Monat: Sind die Kinder abgefrühstückt? Prima. Dann haben Sie bestimmt hierfür Kapazität: Der Kitabetrieb „Kindergärten City“ (Landsberger Allee, Prenzlauer Berg) sucht Küchenpersonal für 1,2,3,4... Moment .... 945.000 Kita-Gerichte. „Unsere 39 Kindertagesstätten mit 4100 Kindern im Alter von 0-6 Jahren müssen täglich versorgt werden.“ Blick ins Kleingedruckte: „Süßspeisen als Hauptgericht (z.B. Grießbrei) werden nicht öfter als alle vier Wochen angeboten.“ Kinder, Rohkost ist auch total lecker!
Polizei sucht „Reisebüro“: Noch 34 Tage bis zu den Sommerferien. Und wer beim Wörtchen „Reisebüro“ jetzt fröhlich an Sonnenbrille und Badehose denkt, bitteschön: Das Landeskriminalamt der Berliner Polizei sucht ganz aktuell ein spezielles Reisebüro. Das soll Reisen und Unterkünfte für Polizisten buchen – „und andere Personen“. Wer is’n damit gemeint? Zum Beispiel Personen, „denen die Freiheit entzogen wurde, sowie Personen, die außerhalb ihrer Grenzen verbracht (zurückgeführt/abgeschoben) werden müssen.“
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„Wann schieben wir endlich Björn Höcke ab?“ Grünen-Spitzenkandidatin Bettina Jarasch mit einem Zitat am Donnerstag im Abgeordnetenhaus, wo alle Parteien Judenhass verurteilten. Aber wie meinte sie das? Die Einordnung lesen Sie von Julius Betschka und Christian Latz hier im Tagesspiegel.
Nach der antiisraelischen Demo in Berlin-Mitte hat es laut Polizei am Mittwochabend 53 Festnahmen gegeben. Unter anderem wurde auf einen Kameramann mit einer Holzlatte eingeprügelt. Ansonsten: Pyrotechnik, Knalltrauma, Steinwurf ff. Die für Samstag angekündigte pro-palästinensische Demo wurde von der Polizei übrigens verboten.
„Wir haben den Beitrag über die Pro-Palästina-Demo aus der Mediathek entfernt“, meldet die RBB-Abendschau zum viel diskutierten Beitrag. Klartext ab Minute vier: „Die Darstellung enthielt inhaltliche und handwerkliche Fehler und wurde der Situation nicht gerecht.“
Fahrraddemo, Autokorso, Inliner, Querdenker... es sind ab heute aber noch genug andere auf den Straßen unterwegs. Schauen Sie mal unten in die Verkehrsnachrichten.
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Freuen Sie sich mit uns auf laue Abende unter freiem Himmel und entdecken Sie jetzt unseren Neuheiten für Garten und Balkon. Jetzt im Tagesspiegel-Shop.
Sie wollen mal wieder unter Leute? Hier Fotos und Video von der Corona-Warteschlangen in Tegel (reicht bis zum Parkhaus). Immerhin ohne Parkgebühren.
Gökhan Ü., 41, Fleischer, hoch aggressiv, zog vor einem halben Jahr im Streit um eine Nichtigkeit ein Messer und stach am Monbijoupark zu: Mohammed, genannt Momo, geflüchtet aus Syrien, starb in Berlin. Nach dem Tod des 13-jährigen ist der Angeklagte zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden.
„Im Einsatz gegen profilierungssüchtige Powerboote.“ PS-Protze gibt‘s nicht nur am Ku‘damm, sondern auch auf dem Wannsee. Die Polizei um Barbara Slowik nimmt jetzt mit einem neuen Schnellboot die Verfolgung auf.
„Etwa 1.875 Hubschrauber“ werden am Klinikum Pankow pro Jahr starten und landen. Na, zum Glück nur „etwa“! Die Nachbarn fürchten „Höllenlärm“, die Entwertung ihrer Grundstücke und sehen schon „die Scheichs einfliegen“, berichtet Christian Hönicke (schreibt immer den klasse Pankow-Newsletter). Anschnallen, hier ist sein Text.
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Welche konkreten Rahmenbedingungen müssen geschaffen werden, um ländliche Räume zu kreativen und smarten Regionen zu wandeln? Welche baulichen und infrastrukturellen Voraussetzungen sind notwendig? Wie begeistert man die Bevölkerung vor Ort als auch mögliche neue Einwohner:innen? Diskutieren Sie mit am 10. Juni!
Hier kostenfrei anmelden
„24 Jahre lang hat am Pfingstwochenende der Karneval der Kulturen stattgefunden“, schreiben die Karnevalsleute und hauen leise auf die Trommel. Der Umzug fällt aus, aber wir sollen uns schon mal den 15. August freihalten.
Grundwasser, Abwasser, Kirschwasser. Hier eine humorige Korrektur von Stephan Natz, Wasserbetriebe, zur CP-Meldung gestern: „Im Eifer des Gefechts haben Sie die Viren im Checkpoint bis ins Grundwasser verortet. Das wäre der Untergang des Abendlandes, denn dann würden wir sie alle trinken. Oder unser Trinkwasser müsste vorher durch ein Solarium. Oder es hätte Chlor-Mief. Die fiesen Dinger sind im Abwasser und da können wir sie vor der Kläranlage finden. Aber alles andere stimmt. Grund-, Ab-, Regen-, Trink-, Kirschwasser... – alles Wasser, oder was?“ Sorry.
Und dann war da noch das: Die Prinzregentenstraße in Wilmersdorf sieht bald aus wie eine Kegelbahn oder Verkehrsschule, so viele Poller stehen dort nebeneinander auf dem Asphalt. Die Idee ist gut: Verkehrsberuhigung. Das Problem: Die Umsetzung ist und bleibt Murks. Und Autofahrer: schlängeln sich immer weiter dreist durch. Hier Fotos und Videos.
Zitat
„Um 9:25 ist der ‚Tiger‘ ohne Fremdeinwirkung wieder in die Tiefe gegangen.“
Tagesspiegel-Leser fieberten auch am Donnerstag am Havelufer mit und besuchten Spandaus neue Sehenswürdigkeit: ein gesunkenes Hausboot namens „Tiger“. Das hatte die Wasserschutzpolizei vor einem Monat unglücklicherweise bei einer Blaulicht-Fahrt versenkt – die hohen Wellen waren ins Boot geschwappt. Erst vor zwei Tagen war das Boot vor Eiswerder gehoben worden. Jetzt ist es erneut gesunken. Hier die Geschichte und Fotos.
Tweet des Tages
An alle, die sich von mir bestatten lassen wollen: Ich gehe mit 65 in den Ruhestand, spätestens.
Stadtleben
Draußen schmausen – Für den sehr, sehr unwahrscheinlichen Fall, dass Ihnen diese Information bisher entgangen ist: Die Außengastronomie öffnet! Wir schlagen vor, mit schön viel Luft und Platz, im (Bier-)Garten des Teehauses im Tiergarten vorbeizuschauen (Mo-Sa 12-23 Uhr, So 10-23 Uhr; Sonntags von 10-14 Uhr Frühstück, Altonaerstrasse 2, Reservierung erforderlich!). Aber auch für die Vorsichtigeren, die sich dem Ansturm auf die gelockerten Lokale nicht aussetzen wollen oder auch einfach die teils stürmische Witterung scheuen, haben wir noch einen Tipp: nämlich den vorerst letzten Teil der Kochkolumne aus unserer Genuss-Redaktion nicht zu verpassen. Es gibt Porree-Spieße mit Erdnusssoße!
Geschichte fotografieren – Nicht nur wir im Checkpoint haben die Pandemie-Dinge dokumentiert. Das Stadtmuseum sammelt in einem ähnlichen Projekt allerlei Zeugnisse der Corona-Zeit: Berlin jetzt! heißt die gerade entstehende Echtzeit-Sammlung. Der nun eintretende Moment von aufatmender Kultur und Außengastro bei weiterhin aufgesetzter Maske ist vielleicht auch den ein oder anderen Schnapp(s)-Schuss wert und eine Zusendung ans Stadtmuseum. Wenn Sie sich beeilen, sprechen vielleicht sogar die Präsidentin des Wissenschaftszentrums für Sozialforschung Jutta Allmendinger, die Slam-Poetin Ninia LaGrande und der Direktor des Stadtmuseums Berlin Paul Spies am kommenden Freitag über Ihre Beobachtungen.
Ansehen – Vom Biergarten im Tiergarten zum Biergarten in Teheran: Der Film In the name of Scheherazade oder der erste Biergarten in Teheran von Narges Kalhor ist Teil des Berlinale-Sonderprogramms „Fiktionsbescheinigung. 16 filmische Perspektiven auf Deutschland“ von arsenal 3 (Streamzugang: 11 Euro pro Monat). Vom 9. bis zum 30. Juni zeigt die Online-Plattform des Arsenal-Kinos eine Auswahl von Filmen von Schwarzen Regisseur*innen und Regisseur*innen of Color in Deutschland. Für diejenigen, die es lieb gewonnen haben, auch am heimischen Streaming-Bildschirm den Horizont zu erweitern, verlosen wir zwei arsenal-3-Zugänge für den Monat Juni.
Betrachten – Auch die Museen öffnen wieder für Gäste. Zum Beispiel das Kunsthaus Dahlem: Die Ausstellung Der unbekannte politische Gefangene wurde bis zum 20. Juni verlängert und kann mit negativem Testergebnis, doppelter Impfung bzw. abgeschlossener Genesung an einem persönlichen Zeitslot besucht werden. Zu sehen gibt es abstrakte Skulpturen aus einem hochpolitischen Kunstwettbewerb der frühen Nachkriegszeit. Ab 22. Mai 11-17 Uhr, Eintritt 6/4 Euro, Käuzchensteig 8
Grübelstoff – Wie viele Gastro-, Museums- und Badezeitslots lassen sich eigentlich an einem einzigen Tag unterbringen?
Das Pandemie-Ding
Zeiten ändern sich und Corona ändert die Zeiten. In den kommenden Wochen wollen wir an dieser Stelle Dinge zeigen, die während der Pandemie an Bedeutung gewonnen haben. Heute: Daniela Lücke und Berlin zur Blauen Stunde.
„Vor dem Homeoffice drehe ich fast jeden Morgen eine Runde durch den Treptower Park und halte die besonders schönen Entdeckungen mit meinem Handy fest. Diese sende ich, zu Hause wieder angekommen, an meine Schwiegermutter, die mittlerweile in Vorfreude auf meinen morgendlichen Gruß wartet.“
Was ist Ihr Pandemie-Ding? Wir freuen uns über Fotos (möglichst im Querformat) inklusive einer kurzen Begründung an checkpoint@tagesspiegel.de.
Berlin heute
Verkehr – Ab 17.30 Uhr fahren vier Fahrzeugkorsos von der Märkischen Allee (Marzahn), der Marienfelder Allee (Marienfelde), dem Olympischen Platz (Westend) und Am Feuchten Winkel (Pankow) auf den Hauptverkehrsstraßen zum Theodor-Heuss-Platz in Westend. Von dort starten die mehreren tausend Teilnehmenden um 21.30 Uhr zu einem Schlusskorso bis 22.30 Uhr über Masurenallee, Messedamm, Kaiserdamm, Bismarckstraße, Straße des 17. Juni, Ebertstraße und zurück zum Theodor-Heuss-Platz.
Friedrichshain: Von 15 Uhr bis ca. 22 Uhr findet auf der Revaler Straße eine Kundgebung statt. Mit Verkehrseinschränkungen zwischen Modersohnstraße und Warschauer Straße ist zu rechnen.
Gesundbrunnen/Wedding: Vom Hanne-Sobeck-Platz zieht ab 18 Uhr eine Demonstration bis 21 Uhr über die Badstraße, Exerzierstraße, Schulstraße und Luxemburger Straße zum U-Bhf Amrumer Straße.
Kreuzberg: Bis einschl. Sonntag findet am Kottbusser Tor täglich von 12-22 Uhr eine Kundgebung statt. Mit Stau ist zu rechnen.
Tiergarten/Mitte: Um 12 Uhr startet vor der TU an der Straße des 17. Juni ein Fahrradkorso. Bis ca. 16 Uhr ist im Bereich Straße des 17. Juni, Großer Stern, Spreeweg, Alt-Moabit, Kapelle Ufer, Reinhardtstraße, Luisenstraße, Hannoversche Straße, Torstraße, Alexanderstraße, Karl-Liebknecht-Straße und Unter den Linden bis zum Pariser Platz mit Verkehrseinschränkungen zu rechnen.
Mitte: Um 17.30 Uhr startet am Brandenburger Tor eine Inlineskate- und Fahrraddemo. Bis 19.30 Uhr ist mit Verkehrseinschränkungen entlang der Strecke Straße des 17. Juni, John-Foster-Dulles-Allee, Paul-Löbe-Allee, Dorotheenstraße, Unter den Linden, Friedrichstraße, Markgrafenstraße, Französische Straße, Werderscher Markt, Schloßplatz, Alexanderplatz, Karl-Liebknecht-Straße und Unter den Linden bis Pariser Platz zu rechnen.
Zehlendorf: Auf der Machnower Straße findet von 9 Uhr bis ca. 11.30 Uhr eine Kundgebung statt. Im Abschnitt zwischen Camphausenstraße und Schrockstraße ist mit Einschränkungen zu rechnen.
S-Bahn: Die Linie S25 ist von 22 Uhr bis Dienstagmorgen, ca. 1.30 Uhr zwischen Tegel und Hennigsdorf unterbrochen (SEV). Fahrgäste beachten bitte auch die veränderten Fahrzeiten auf den Linien S25 und S26.
Die Linie S7 ist von 22 Uhr bis Dienstagmorgen, ca. 1.30 Uhr zwischen Ahrensfelde und Springpfuhl unterbrochen (SEV). Fahrgäste beachten bitte auch die Fahrplanänderungen auf dem Streckenabschnitt Wartenberg – Springpfuhl.
Regionalverkehr: Bis zum 11. Juni werden einzelne Züge des RE2 über Jungfernheide, Gesundbrunnen sowie Lichtenberg umgeleitet, es gibt veränderte Fahrzeiten. Die Stopps Zoologischer Garten, Hauptbahnhof, Friedrichstraße, Alexanderplatz und Ostbahnhof entfallen. In den Nächten 21./22. bis 27./28. Mai, jeweils von 19.15 Uhr bis 2.45 Uhr, fallen mehrere Züge des RE7 zwischen Wannsee und Charlottenburg aus. Fahrgäste steigen bitte auf die S7 um. Von 22 Uhr bis 2. Juli, 22 Uhr werden die meisten Züge des RB14 innerhalb Berlins umgeleitet. Die Zwischenhalte zwischen Berlin-Spandau und Flughafen BER – Terminal 1-2 entfallen. Dafür halten die Züge zusätzlich an den Stationen Jungfernheide und Gesundbrunnen.
Demonstration – „Bewegungsfreiheit statt Abschiebungen“ fordern zwei von Afrique Europe Interact mit jeweils 400 Personen angemeldete Kundgebungen, einmal von 9 bis 11.30 in der Machnower Straße 24, danach von 12 bis 14 Uhr in der Lindenallee 16. „Die Berliner Kunst und Kultur trifft sich“ von 15 bis 22 Uhr mit etwa 600 Teilnehmenden in der Revaler Straße 99. Unter dem Motto „Pfingsten in Berlin“ gibt es von 17.30 bis 22.30 Uhr mehrere Fahrzeugkorsos mit insgesamt etwa 3000 Teilnehmenden in der ganzen Stadt zum Theodor-Heuss-Platz, sowie eine Kundgebung von 20.15 bis 22.30 Uhr ebendort mit etwa 1000 Teilnehmenden. Am Samstag hat die Initiative Palästina spricht 500 Personen zu einem Aufzug „Die Geschehnisse in Palästina und die deutschen Medien“ angemeldet, der von 16 bis 19 Uhr von der Axel-Springer-Straße an den Studios von ARD und ZDF vorbei ans Humboldtforum Unter den Linden zieht. Am Sonntag gibt es einen Aufzug „Gegen den Mietenwahnsinn! Jetzt erst recht!“ von 12 bis 22 Uhr vom Potsdamer Platz zum Nollendorfplatz. Das Bündnis Mietenwahnsinn Stoppen hat hierzu 10.000 Personen angemeldet. Zum Aufzug „Medien-March. Kinder sind keine Laborratten“ von 18 bis 22 Uhr zwischen ZDF Hauptstadtstudio und Bundeskanzleramt erwarten die Veranstalterinnen etwa 1000 Personen. Am Montag sind an etlichen Orten in der Stadt weitere Demos unter dem Motto „Pfingsten in Berlin“ angemeldet, jeweils von 13 bis 17 oder 18 Uhr und mit 1000 Teilnehmenden. Außerdem gibt es von 14 bis 19 Uhr einen Aufzug unter dem Titel „A100 stoppen – Lebenswertes Berlin für alle!“ vom Invalidenpark zum Hermannplatz. Hierzu sind 4000 Personen angemeldet.
Gericht – Der Prozess gegen vier Männer, die ein älteres Ehepaar um seine Immobilie im Wert von drei Millionen Euro gebracht haben sollen, geht weiter. Die 35- bis 55-Jährigen sollen das Grundstück mithilfe gefälschter Unterlagen erschlichen haben. Zwei Männer aus dem Clan-Milieu gelten als Hauptakteure (9.15 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 606).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Klaus Bauschulte, „Hey, ho, Klaus, let's go! The road goes on forever! Die Nigburs.“ / Walter Homolka (57), Direktor des Abraham Geiger Kollegs Potsdam / „Happy Birthday Jan! Wir wünschen Dir Gesundheit, Job und ganz viel Glück zum 25. Britta u Uwe“ / Sibylle Meister (58), für FDP im AGH / Donato Melillo, „Herthaner, Grill- und Tischtennis-Legende“ / Robert Motzek (40), „Lieber Robse, Lebe glücklich, Werde alt, Bis die Welt in Stücke knallt! Tine“ / Stefan Rüter (50), „Alles Liebe und danke für viele gemeinsame Denver-Clan-Folgen, Dein Moabit-Clan!“ / Julia Thurnau (47), Schauspielerin / Katharina Friederike Wagner (43), Honorarprofessorin für Regie an der „Hanns Eisler“ / Bodo Wartke (44), Kabarettist, Liedermacher und Schauspieler
Sonnabend – Hildegard Bentele (45), ehem. für die CDU im AGH, jetzt MdEP / Stefanie Golla, „Checkpointerin der ersten Stunde – alles Gute und herzliche Grüße nach Magdeburg!“ / Karoline Herfurth (37), Schauspielerin / Christian Hoose (69), ehemaliger Regierungssprecher (Sachsen) / Marianne Laude-Kennert, „Alles Liebe zum Geburtstag, das nächste Lebensjahr soll 2x geimpft ganz besonders werden! Andreas u. Gabriela“ / Alfred Kirchner (84), ehem. Generalintendant der Staatlichen Schaubühnen Berlin / Gesine Schwan (78), ehem. SPD-Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin
Sonntag – „Ein dreifach Hoch auf den Genussmenschen Nicolas Füger (42) von den lieben Eltern“ / Reinhard Hauff (82), Regisseur und Drehbuchautor / Christian Helms, Ex-Kollege und Bundestagsinfluencer, „Für immer 36! Für Dich soll‘s heute Markenkäse regnen.“ / Bernhard Kempen (60), Science Fiction-Autor und Übersetzer, Kabarettist / Mellow Mark (47), Rap- und Reggae-Musiker / Petra Roek (70) „Ich wünsche dir einen wunderschönen Tag ?“ / Rupert Scholz (84), ehem. Bundesverteidigungsminister (1988-89) / Dieter Stöffler (82), Mineraloge und Petrograph / Uwe Szelag, „(70+/ Ex-Baustadtrat). Kudamm-Busspur, Vergabe leerstehender Wohnungen an Familien, erste Berliner Kissen in der Xantener Straße! Noch heute aktuelle Themen. Diese Entscheidungsfreude fehlt derzeit! Alles Gute zum Geburtstag v d Freundeskreis“ / Tom Tykwer (56), Filmregisseur, Drehbuchautor und Produzent / Nadja Uhl (49), Schauspielerin / Stefan Ziller (40), für die Grünen im AGH / Clara Zimmermann (26), „Wir wünschen dir das Allerbeste für dein neues Lebensjahr: Weniger Spaziergänge und wieder mehr Party! CRJE“
Pfingstmontag – Achim Bodendorf (60), „geliebter Lebensbegleiter seit 23 Jahren, von Deiner Sabine.“ / „Harald Bortels wird älter und ich freue mich auf ein Treffen bei einer Runde Bier – Achim Melchior“ / Sebastian Blomberg (49), Schauspieler / Julia Bremermann (54), Schauspielerin / Manuel Cortez (42), Schauspieler, Fotograf, Stylist / Nils Diederich (87), Politiker (SPD), Politikwissenschaftler und ehem. Mitglied im BT / Milena Dreißig (46), Schauspielerin / „Meine Glückwunsche für Elke Koch werden auch in Hamburg gelesen. Alles Liebe, Achim Melchior“ / Fréderic Verrycken (44), Politiker (SPD), seit 2018 Staatssekretär der Senatsverwaltung für Finanzen
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben – Anne Luise Biermann, * 27. Juli 1921 / Dipl.-Ing. Hans-Dieter Blaese, * 15. November 1930, ehem. Präsident der Handwerkskammer Berlin / Ekkehard Guhl, * 13. Januar 1950 / Dr. Michael Ruland, * 11. Juli 1943 / Dr. Joachim Schmelzer, * 9. Juli 1936, Diplom-Ingenieur
Stolperstein – Helene Mayer, geb. Freudenberg, Jg. 1895, lebte in der Potsdamer Chaussee 48 in Nikolassee. 1934 floh sie vor den Nazis in die Niederlande. Von dort wurde sie 1944 nach Bergen-Belsen deportiert, im April 1944 weiter Richtung Theresienstadt. Wegen der näher rückenden Front irrte dieser Transport mehrere Tage durch Deutschland, bis er von der Roten Armee befreit wurde. Mayer wurde in ein Lazarett in Riesa gebracht, in dem sie nur kurze Zeit später, am 21.Mai 1945, an den Folgen von Unterernährung und Misshandlung starb.
Encore
So, das war’s. Haben Sie Nachsicht, wenn es hier und da geruckelt hat, war meine CP-Premiere (und abends bin ich nur lange auf, wenn Hertha spielt). Sonst finden Sie mich eher ganz früh und ganz weit draußen im wilden Westen. Ich schreibe den Spandau-Newsletter und arbeite für Berlins größten Lokalteil, die Tagesspiegel-Bezirks-Newsletter mit 250.000 Abos. War aber gar nicht so übel hier in der Stadt.
Morgendliche Grüße von der geöffneten Checkpoint-Außenterrasse senden Kathrin Maurer (Frühdienst), Teresa Roelcke (Stadtleben) und Thomas Lippold (Recherche). Morgen früh schenkt Anke Myrrhe hier einen ein (mindestens!),
