In der Neuköllner CDU kommt es zur Kampfabstimmung über Bundestagskandidatur
Christina Schwarzer soll für die CDU direkt für den Bundestag kandidieren. Doch nun tritt eine frühere Staatssekretärin gegen sie an. Von Felix Hackenbruch
Wir bleiben in Neukölln. Da wird heute Christina Schwarzer als CDU-Direktkandidatin nominiert – wenn ihr Sabine Töpfer-Kataw keinen Strich durch die Rechnung macht. Wie meine Kollegin Ronja Ringelstein erfuhr, will sich die frühere Justiz-Staatssekretärin ebenfalls bewerben. Ihre Chancen schätzt sie selbst gering ein, aber sie wolle Transparenz. „Es ärgert mich, dass vieles in meiner Partei immer als alternativlos hingestellt wird“, sagte sie. In der Berliner CDU gilt Schwarzers Wahl als abgemacht. „Schauen wir mal“, sagt Töpfer-Kataw, die auf einem Kleinen Parteitag einst im T-Shirt der Deutschrap Band „K.I.Z.“ erschien. Das habe sie auf einem Konzert gekauft. Die Band fände sie gut, K.I.Z. mache sozialkritische Texte ohne erhobenen Zeigefinger. „Ich bin durch und durch konservativ“, aber auch ein bisschen „anders“, sagt Töpfer-Kataw dazu. Wie weit sie das in der CDU Neukölln bringt, wird sich heute zeigen.