Müller goes Australien

Wenn Berliner Regierende Bürgermeister gerade auch Präsidenten des Bundesrats sind, dann scheinen sie echt Glück mit ihren Dienstreisen zu haben. 2002 durfte Klaus Wowereit in dem Amt nach Australien fliegen, 16 Jahre später reist auch Michael Müller dorthin. Womöglich startet er gerade, wenn das Gericht heute was zum Thema Diesel sagt – nicht, dass es deswegen Ärger mit der Opposition gibt. Den bekam damals Wowereit, weil er zunächst losfahren wollte, ohne den Besuch des damaligen US-Präsidenten George Busch abzuwarten. Am Ende düste der Regierende zwei Tage später los – und wurde mit einem Abendessen mit dem Mann aus dem Weißen Haus belohnt. Müller will sich wie sein Vorgänger ums Thema Wissenschaft kümmern, zudem über Fragen der Migration und Stadtentwicklung diskutieren. Und warum nun diese Berliner Affinität zu Australien? Vielleicht wegen des Kängurus, das ein perfektes Berliner Wappentier wäre: meistens nichts im Beutel, aber dafür große Sprünge machen.