Berlin-Mitte hält Abschlepprekord
Wo Berlin nicht Pollerbü ist, werden bei hinreichendem „Parkdruck“ alle Flächen mit Autos vollgestellt. Ein Bezirk leistet jedoch immer größeren Widerstand. Von Stefan Jacobs
Wo Berlin nicht Pollerbü ist, werden bei hinreichendem „Parkdruck“ alle erreichbaren Ecken zugeparkt, auch, wenn es Kinder gefährdet, Menschen mit Rollator stoppt oder die Feuerwehr blockiert. Meist bleibt man ja unbehelligt. Kristian Ronneburg (Linke) wollte vom Senat wissen, ob die Bezirke nicht eigene Abschleppwagen betreiben könnten. Könnten sie, teilt die Innenverwaltung mit. Bisher habe sich aber kein Bezirk an den Senat gewandt.
Auf CP-Anfrage schreibt das BA Mitte, man nutze „die Möglichkeit, dass ein Umsetzungsfahrzeug den Verkehrsüberwachungsdienst täglich begleitet“. Auch deshalb sei die Zahl der Umsetzungen binnen Jahresfrist von 4000 auf knapp 6000 gestiegen, was alle anderen Bezirke und auch die BVG (die eigene Abschlepper hat) übertreffe. Charlottenburg-Wilmersdorf meldet nur, die Idee werde stadtweit geprüft. Aus Steglitz-Zehlendorf heißt es, dass Aufwand und Nutzen nicht zueinander passten, weil die Wege im Bezirk weit und selbst gebrauchte Abschleppwagen arg teuer seien. Zusätzlich bräuchte man dann eigenes Fahr- und Abrechnungspersonal.