zweieinhalb Wochen vor dem Termin wird der Wahlkampf jetzt als Konzentrat serviert: Mittwochfrüh wurde Verkehrssenatorin Bettina Jarasch (Grüne) beim Steuerungskreis Industriepolitik vermisst, weil sie zur gleichen Zeit das nächste Flaniermeilchen auf der Friedrichstraße schon für kommenden Montag ankündigte – einerseits wie im Koalitionsvertrag vereinbart, andererseits wieder ohne Gesamtkonzept. Neben Opposition und Wirtschaftsverbänden schäumte auch Regiermeisterin Franziska Giffey (SPD). Abends dann bekannte sich Jarasch dazu, den Enteignungs-Volksentscheid umzusetzen, wenn ein mutmaßlich rechtssicheres Gesetz daraus werde. Giffeys gegenteiliges Bekenntnis ist erst eine Woche her.
Eine Etage tiefer wurde ebenfalls geholzt: In der BVV Friedrichshain-Kreuzberg maßregelte die grüne Bezirksbürgermeisterin gestern Abend Stadträte von SPD und Linken dafür, dass sie heute unabgesprochen „Tiny Houses“ für Obdachlose am Ostbahnhof eröffnen wollen (mehr dazu heute im Bezirksnewsletter). Zudem will die CDU schleunigst das Bezirksverwaltungsgesetz ändern lassen, damit nach der Wahl auch sämtliche Stadträte und Bezirksbürgermeister/innen neu gewählt werden müssen – was bisher bei der Wiederholungswahl gar nicht vorgesehen ist, also zumindest die BVV-Wahlen zum Placebo machen würde. Und im Hintergrund rumpelt leise der Wahl-O-Mat mit seinen 38 Orientierungsfragen.
Ein Wahlpännchen aus Charlottenburg-Wilmersdorf ist aufgeklärt. Wie am Montag berichtet, waren dort Briefwahlunterlagen verschickt worden, die mangels Dienstsiegel ungültig sind. Laut Bezirksamt wurden vier Wahlscheine ohne Siegel an prominente Bürger/innen ausgegeben, deren Daten wie Adresse und Geburtstag besonders geschützt sind. Wahlscheine für solche Promis können nicht einfach im Wahlamt ausgedruckt werden, sondern nur mithilfe autorisierter Bürgeramtsmitarbeiter. Wegen eines IT-Problems fehle dann das Dienstsiegel, das manuell aufgestempelt werde – oder eben vergessen wird. Der alten Landeswahlleitung sei der Fehler seit August 2021 bekannt. In einem der aktuellen Fälle habe man den Wahlschein korrigiert, die anderen drei sollen gültig bleiben.
Wo Berlin nicht Pollerbü ist, werden bei hinreichendem „Parkdruck“ alle erreichbaren Ecken zugeparkt, auch, wenn es Kinder gefährdet, Menschen mit Rollator stoppt oder die Feuerwehr blockiert. Meist bleibt man ja unbehelligt. Kristian Ronneburg (Linke) wollte vom Senat wissen, ob die Bezirke nicht eigene Abschleppwagen betreiben könnten. Könnten sie, teilt die Innenverwaltung mit. Bisher habe sich aber kein Bezirk an den Senat gewandt.
Auf CP-Anfrage schreibt das BA Mitte, man nutze „die Möglichkeit, dass ein Umsetzungsfahrzeug den Verkehrsüberwachungsdienst täglich begleitet“. Auch deshalb sei die Zahl der Umsetzungen binnen Jahresfrist von 4000 auf knapp 6000 gestiegen, was alle anderen Bezirke und auch die BVG (die eigene Abschlepper hat) übertreffe. Charlottenburg-Wilmersdorf meldet nur, die Idee werde stadtweit geprüft. Aus Steglitz-Zehlendorf heißt es, dass Aufwand und Nutzen nicht zueinander passten, weil die Wege im Bezirk weit und selbst gebrauchte Abschleppwagen arg teuer seien. Zusätzlich bräuchte man dann eigenes Fahr- und Abrechnungspersonal.

An rund 150 Stellen im Stadtgebiet bauen die Berliner Wasserbetriebe zurzeit. Oft mit Schwall und Rausch, was den FDP-Abgeordneten Felix Reifschneider umtrieb: „Wie bewertet der Senat die Wasserverschwendung auf den Baustellen der BWB?“, wollte er wissen. Laut Antwort der Umweltverwaltung hat der Senat dazu keine Meinung, und die weiteren Infos lieferten die BWB selbst zu. Fazit: Die wollen nur spülen. Zur Reinigung von Trinkwasserleitungen würden dabei auch Desinfektionsmittel eingesetzt. Das Spülwasser –knapp 200 Millionen Liter pro Jahr – lande in der Regel in der Kanalisation; nur etwa 10% könnten zur Bewässerung von Grünanlagen eingesetzt werden. Grünbewässerung sei nämlich nur möglich, wo bis zu 120.000 Liter pro Stunde abgeleitet werden können. Bei solchen Mengen können Parks zu Pfuhlen und Bäume zu Treibholz werden.
Bei Edeka lieben sie zwar Lebensmittel, aber nicht die Schüler/innen der Friedrich-Bergius-Schule in Friedenau: Hausverbot bis Ende der Winterferien, verkündete ein Aufsteller vor der Filiale in der Handjerystraße. Auf CP-Anfrage beschreibt der Marktleiter den in Abstimmung mit der Rektorin erteilten Bann als erzieherische Maßnahme: „Es werden Flaschen, Dosen, Kekspackungen aus den Regalen genommen und auf den Boden geschmissen.“ Nachdem auch andere Kunden angerempelt worden seien, war die Grenze überschritten. Die Schulleiterin bestätigt, dass sich Schüler danebenbenommen hätten, und hält das Hausverbot für gerechtfertigt. Es sei auch intern von der Mehrheit verstanden worden. Das Plakat vor dem Edeka stamme von der Schule. Allerdings sei es als Info für die Belegschaft bestimmt gewesen und nicht für den Aufsteller, in dem es „für Dritte missverständlich“ sei.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Wir schauen kurz in die Ukraine. Deren Präsident Wolodymyr Selenskyj sieht die angekündigte Lieferung westlicher Kampfpanzer als entscheidenden Schritt für die Befreiung seines Landes. Außerdem bat er die Verbündeten, Langstreckenraketen und Kampfflugzeuge zu liefern – was Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) gestern erneut ausschloss. Alle weiteren Informationen finden Sie in unserem ständig aktualisierten Liveblog.
Die Teilung Berlins rückt wieder ein Stück näher: Nachdem vor allem Pankow durch die Sperrung des Nord-Süd-Tunnels der S-Bahn sowie den (nicht vor August reparierten) Absacker auf der U2 am Alex schon weitgehend von der City abgekoppelt ist, wird vom kommenden Montag an bis Anfang März auch die U1 zwischen Warschauer Straße und Kottbusser Tor baubedingt eingestellt. Als Ersatz fahren Busse. Immerhin.
Alle Jahre wieder wärmt die Anfrage des Abgeordneten Sebastian Schlüsselburg (Linke) zu Sonderprüfungen von „Steuerpflichtigen mit bedeutenden Einkommen“ (>500.000 Euro p.a.) das Durchschnittsverdienerherz. Jetzt ist es wieder so weit. Demnach wurden bei 73 Außenprüfungen durch die Berliner Finanzämter im vergangenen Jahr reichliche 1,9 Mio. Euro zusätzlich reingeholt, also rund 26.000 Euro pro (goldener – sorry!) Nase. In diesem Plus sind die gut 100.000 Euro, die das Finanzamt Steglitz im Ergebnis seiner drei Prüfungen erstatten musste, bereits enthalten.
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ZUM ANGEBOT
Die landeseigene Berliner Stadtgüter GmbH beackert zurzeit mit schwerem Gerät den ehemaligen Mauerstreifen um Lichtenrade – zum Ärger des BUND. Der Umweltverband protestierte gegen den Einsatz eines Harvesters für die erst etwa 30 Jahre alten, spillrigen Bäume, zumal das Ungetüm auch den Boden ruiniere und Winterquartiere von Kammmolch und Ringelnatter plattmache. Stunden später dampften die Friedenspfeifen: Die Stadtgüter haben nach eigener Auskunft die Arbeitsgasse der Maschine verlegt, was BUND-Baumschutzreferent Christian Hönig lobt: „Wir waren nicht in allem einer Meinung, aber der Austausch war sehr gut. Die arbeiten jetzt richtig schön um die Winterquartiere herum.“
In unserer beliebten Rubrik „Mathe mit dem Checkpoint“ gastiert heute der Marzahn-Hellersdorfer Bezirksbürgermeister Gordon Lemm (SPD). Der präsentiert auf Instagram die Ergebnisse einer Umfrage zum noch zu bauenden Kombibad. Auf die Frage, ob sie dereinst auch eine Sauna nutzen würden, antworteten demnach knapp drei Viertel mit Ja (73,3%) und fast die Hälfte (45,8%) mit Nein. Das spricht auf jeden Fall für ungewöhnlich hohe Beteiligung.
Falls Sie sich fragen, was da draußen eigentlich los ist: Nach Auskunft meiner für unseren monatlichen „Unterwegs“-Newsletter zuständigen Kollegin Antje Scherer handelt es sich um Ausflugswetter. Heute erscheint die neue Ausgabe (Abo gratis). Darin geht’s u.a. um Oderbruch-Survival, also Wandern im Grenzbereich bei Januarniesel ohne Einkehrmöglichkeit (Spoiler: Schön war’s!), um erfolgreiche Ferienhaussuche, Schwimmen mit Pinguinen, Brandenburg-Filme auf der Berlinale und Gastro-Tipps.
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„Restaurant-Scheckheft“ 2023
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Während „Im Westen nichts Neues“ bei den Oscar-Nominierungen glänzt, trumpft der Südosten mit preiswürdigen Neuigkeiten auf: In Treptow-Köpenick können sich Grundstücksbesitzer um „Hausbäume“ bewerben, die ihnen der Bezirk gratis vor die Tür pflanzt. Klingt nach einem Vorbild für ganz Berlin. Alle Details zu der Aktion gibt’s hier. Wer für ein so famoses Bezirksamt arbeiten möchte, obwohl keine passende Stelle ausgeschrieben ist, kann sich trotzdem bewerben: initiativ für irgendwann demnächst vielleicht, nur grob vorsortiert nach Art der Tätigkeit.
Wer beruflich mit Eichen zu tun haben möchte, kann sich beim Landesamt für Mess- und Eichwesen als „Verantwortliche Fachkraft für die Eichung von Strahlenschutz-Dosimetern“ bewerben. Der Slogan des Amtes: „Gemeinsam nehmen wir es ganz genau.“ Hm, wie lang war noch mal ein Dosimeter?
Falls Sie lieber mit sichtbarer Strahlung zu tun haben: Die Deutsche Oper sucht Beleuchter. Und wenn’s eher heiß als hell sein soll: Die Polizeidirektion 5 – zuständig u.a. für Xhain und Nordneukölln – sucht eine/n Leiter/in der sogenannten Brennpunktinspektion. Quer-, Seiten- und Schrägeinsteiger kommen allerdings nicht in Betracht, sondern nur Beamte mit Laufbahnbefähigung für den höheren Polizeivollzugsdienst.
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In der neuen Podcastfolge trifft „Tagesspiegel Checkpoint“-Redakteurin Ann-Kathrin Hipp die Zauberer Siegfried & Joy. Ein Gespräch über Neukölln, Las Vegas und die Macht der Magie.
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Die bis auf Weiteres weder telefonisch noch persönlich erreichbare Beihilfestelle für Beamte und deren Angehörige stellt sich zwar tot (CP von Montag), aber sie lebt, wie CP-Leser Klaus-Dieter P. erfreut berichtet: „Der Hinweis auf konzentrierte Arbeit ist keine Ausrede!“ Sein Antrag vom 3. Januar sei nach elf Tagen beschieden worden – „ein Kompliment für die Mitarbeitenden!“
Am Montag haben wir hier berichtet, dass die fürs Frühjahr versprochene digitale An- und Ummeldung von Wohnadressen auf unbestimmte Zeit am „Zentralen Bürgerpostfach“ scheitert, das das Bundesinnenministerium beisteuern muss. Jetzt teilt das Ministerium auf CP-Anfrage mit: Juli. 2023! Laut Innenverwaltung muss das System dann zwei bis drei Wochen lang getestet werden, bevor es freigeschaltet werden kann. Berlinkenner halten also fest: Herbst. Aber vielleicht schon 2023.
Zitat
„Frau Wagenknecht ist sicher eine sehr umstrittene Person, auch in ihrer eigenen Partei, aber das muss eine Demokratie dann auch aushalten. Von daher werden wir die Veranstaltung nicht absagen und dies dem ‚Privatmann‘ Kevin Hönicke auch so mitteilen.“
André Pesek, Leiter des CineMotion-Filmtheaters in Hohenschönhausen. Vize-Bürgermeister Hönicke (SPD) hatte ihn „als Bürger Lichtenbergs“ per Mail gebeten, die für heute geplante Veranstaltung der Bezirkslinken mit Sahra Wagenknecht abzusagen: Gerade Hohenschönhausen habe in den vergangenen Jahren schon „unter vielen Spaltern und Extremisten gelitten“, hatte der Stadtrat vor ein paar Tagen geschrieben.
Tweet des Tages
Wer sich davor ekelt, Insekten zu essen, ist wohl noch nie Fahrrad gefahren.
Stadtleben
Essen – Mira Koretsky bäckt nicht nur wunderbar knusprige und luftige Croissants, sie füllt sie auch virtuos. Etwa mit der japanischen Rühreirolle Tamagoyaki, eingelegtem Rettich, Trüffelmayo und noch ein bisschen Alibi-Grünzeug darunter. Das ist garantiert jede Kalorie wert und eher Mittagessen als Frühstück. Ihre Kunstwerke aus Plunderteig gibt es nun auch in der neuen Filiale von Bonanza Coffee in Mitte, Mo-Fr 8-19 Uhr, Sa 10-19 Uhr und So 10-18 Uhr, Alte Schönhauser Str. 15, U-Bhf Weinmeisterstraße. Und natürlich auch weiterhin in Koretskys „Café Cookies & Co“, Do/Fr 8.30-17 Uhr, Sa/So 10-17 Uhr (Senefelderstraße 4), S-Bhf Prenzlauer Allee
Last-Minute – Primo Levis Frage „Ist das ein Mensch?“ ist der Titel dieses „Abends gegen das Vergessen“, am Vorabend des Gedenktages an die Opfer des Nationalsozialismus in der W. Michael Blumenthal Akademie. Drei Autorinnen lesen Texte von Shoa-Überlebenden, neben jenen von Primo Levi auch solche aus der Feder von Jean Améry, Ruth Klüger, Charlotte Delbo, Imre Kertész, Jorge Semprún und vielen anderen, die die Grauen der Lager erlebt und beschrieben haben. Carolin Emcke, Lena Gorelik und Maryam Zaree lesen die Texte und sprechen im Anschluss darüber, was sie für die Gegenwart bedeuten, welche Kontinuitäten und Brüche erkennbar sind. Am Donnerstag, 26. Januar, 19 Uhr, Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1 (gegenüber dem Jüdischen Museum, U-Bhf Hallesches Tor).
Karten sichern – Am 7. Februar kommt der ikonische Erotikthriller „Basic Instinct“ mit Sharon Stone und Michael Douglas im Rahmen der „Best of Cinema“-Reihe für einen Tag zurück auf die große Leinwand. Der Film setzte 1992 neue Maßstäbe und avancierte mit den Jahren, auch wegen der freizügigen Inszenierung, zum Kultfilm. Diverse Berliner Kinos zeigen ihn am 7. Februar in der restaurierten 4K-Fassung. Karten gibt es hier, wir verlosen außerdem 2x2 Tickets.
Karten sichern, gleich nochmal – Achtung, die Dinos kommen! Und zwar nicht irgendwelche, sondern die Dino-Rocker der Band „Heavysaurus“. Dabei handelt es sich um vier Dinosaurier und einen Drachen, die Rockmusik mit kindgerechten Texten spielen und so Familien einen wunderbaren Nachmittag bescheren. Für den Auftritt am Sonnabend, 4. Februar, ab 14 Uhr im Kesselhaus, gibt es schon jetzt nur noch Restkarten. Schnell sein und Karten sichern, denn die Band liefert live eine wirklich spektakuläre Show, die Kinderaugen zum Strahlen bringt und auch Eltern Spaß macht. Karten für 32 Euro gibt es hier.
Grübelstoff – Ob Liedermacher-Ikonen wie Gerhard Schöne oder Kindermusikerinnen wie Sulli Puschban: Das Angebot von Live-Musik für die Kleinsten ist in Berlin beachtlich. Welches Konzert haben Sie in Ihrer Kindheit besucht, das Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist? Welche Musik hören Sie besonders gerne mit Ihren Kindern?
Berlin heute
Verkehr – Kiefholzstraße (Baumschulenweg): Die Straße ist bis morgen Abend in beiden Richtungen zwischen Marientaler Straße und Baumschulenstraße für den Kfz- und Radverkehr gesperrt. Umleitungen sind ausgewiesen.
Mühlendammbrücke (Mitte): Ab 7 Uhr bis zum Nachmittag stehen in Richtung Alexanderplatz nur zwei Fahrstreifen zur Verfügung.
Röblingstraße (Tempelhof): Bis voraussichtlich 10. Februar steht im Bereich Marienhöher Weg nur ein gemeinsamer Fahrstreifen für beide Fahrtrichtungen zur Verfügung.
Demonstration – Für den 26. Januar sind in Berlin 21 Demonstrationen angemeldet (Stand 26.1., 11:05 Uhr), u.a. „Finanzlobby in die Schranken weisen!“, 10 Personen, Finanzwende e.V., Wilhelmstraße 43G (9-10.30 Uhr)
„Hauptstadtzulage für alle Beschäftigten der Berliner Hochschulen!“, 100 Teilnehmende, ver.di Betriebsgruppe der FU, Niederkirchnerstraße 5 (9-11 Uhr)
„Gedenkveranstaltung zum 27. Januar – Befreiung von Auschwitz“, 150 Personen, Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, Theodor-Heuss-Platz 10 (9-13 Uhr)
„Mahnmal für Fische & Aktion gegen Coral World“, 15 Personen, Peta e.V., Karl-Liebknecht-Straße 3 (11-12.30 Uhr)
„MAHNWACHE anlässlich des 2. Jahrestages der Rodungen am Mehringdamm Ost“, 10 Personen, Bündnis Stadtnatur in K61, Mehringdamm (14.30-18.30 Uhr)
„Kein Platz für rassistische Hetze in Marzahn - Für solidarische Nachbar:innenschaften!“, 300 Personen, Marzahner Promenade 1A von hier u.a. über Franz-Stenzer-Straße, Märkische Allee, zurück zur Marzahner Promenade 1A (15-22 Uhr)
„Internationaler Holocaust Gedenktag“, 3 Personen, Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte Berlin, Breitscheidplatz (16-18 Uhr)
Gericht – Weil er seine Partnerin aus Eifersucht mit Desinfektionsmittel übergossen und angezündet haben soll, wird einem 35-Jährigen der Prozess gemacht. Die Frau habe schwere Verbrennungen erlitten (12.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 621).
Universität – Im Rahmen der Selma Stern Vortragsreihe in der Mendelssohn-Remise spricht Prof. Dr. Alfred Bodenheimer (Basel) am Donnerstag, den 26. Januar, ab 18 Uhr über das Thema „Aufbruch zu neuen Perspektiven auf die deutschsprachig-jüdische Literatur“. Mehr Infos und Anmeldung hier.
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Jutta Berger, „Cindy“ von „Cindy und Bert“ (75) / Reinhard Bütikofer (70), Grünen-Politiker, ehem. Bundesvorsitzender der Partei (2002-2008) / Ellen DeGeneres (65), amerikanische Moderatorin / Fumanschu, bürgerlich Johannes Schroth (46), Rapper / Catherine von Fürstenberg-Dussmann (72), Unternehmerin, Vorsitzende des Stiftungsrates der Peter-Dussmann-Stiftung / Frank Hördler (38), Verteidiger bei den Eisbären / „Klaus Hoffmann, herzliche Glückwünsche zum Geburtstag von Vera und Michael“ / Heinz Horrmann (80), Gastrokritiker / „Lieber Jens,
ich gratuliere dir ganz herzlich zu deinem 46.Geburtstag und wünsche dir ein traumhaft schönes neues Lebensjahr! In Liebe deine Mama Brigitte“ / Gernot Klemm (58), Politiker (Linke) / Wolfram König (65), Präsident des Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung / Bettina Kroh, „Alles Gute für dein neues Lebensjahr wünscht dir Jacqueline“ / Felicitas Kubala (67), Grünen-Politikerin / Marvin Plattenhardt (31), Verteidiger bei Hertha / Ulrike Poppe (70), Bürgerrechtlerin und DDR-Oppositionelle „Zum runden Geburtstag gratulieren die Freundinnen von den Frauen für den Frieden!“ / „Lieber Rainer, ich umarme Dich und wünsche Dir Gesundheit und viel Freude weiterhin beim Tennisspielen. Deine Ulla“ / „Elisabeth Schroeren (70), Pädagogin aus Leidenschaft, Nachbarin mit Herz und grünem Daumen für den Paulinenplatz in Lichterfelde West“/ Tobias Schulze (47), für die Linke im AGH
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Hanns Alexander Kirchner, * 16. November 1934 / Dipl.-Ing. Wolfgang Melcher, * 6. Januar 1944 / Prof. Dr. Georg Neff, * 23. Mai 1938 / Prof. Arnold Reusch, Musikdidaktiker, * 10. Oktober 1928 / Helmut Matthias Pio Riechert, * 22. Dezember 1953, Diplom-Volkswirt / Friedrich Stracke, * 1. Juni 1955
Stolperstein – Martin Holdheim kam am 8. Juli 1876 in Berlin zur Welt. Sein Vater war Fabrikbesitzer, Martin und seine zwei Brüder übernahmen die Metallwarenfabrik. Er heiratete Erna Chan im Jahr 1908. Am 3. Februar 1943 wurde das Paar in das KZ-Auschwitz deportiert. Am 26. Januar 1945 wurden die Eheleute ermordet. An der Karolinenstraße 4 in Zehlendorf erinnert ein Stolperstein an sie.
Encore
Die weiter oben erwähnte Auskunft des Bezirksamts Steglitz-Zehlendorf zum Einsatz eigener Abschleppwagen war erhellend nicht nur zu diesem Thema, sondern unbeabsichtigt auch zum Arbeitsablauf in der Verwaltung. Denn die Antwort von Stadtrat Urban Aykal (Grüne) kam im Anhang einer Mail als pdf-Dokument, für dessen Herstellung die CP-Anfrage beantwortet, ausgedruckt, von Hand unterschrieben, eingescannt und abgespeichert worden sein muss, bevor sie uns zurückgemailt wurde. „Medienbruch“ heißt die Prozedur im Fachjargon; „Eigene Abschlapper“ heißt das vom BA erschaffene Dokument. Dem ist nichts hinzuzufügen.
Recherchiert bis zur Schlappatmung hat Thomas Lippold für diesen CP. Sarah Borufka hat das Stadtleben reingefaxt und Kathrin Maurer frühmorgens alles in Ihr Mailfach kopiert. Morgen kabelt Ihnen Lotte Buschenhagen hier das Neueste durch. Machen Sie’s gut!

