In Berlin um die Welt: Bulgarien
Und damit geht’s frisch weiter mit unserer Sommerserie.
In Berlin um die Welt: Bulgarien ist ein stolzes Land. Ganz besonders stolz sind die Bulgaren auf ihren Rakia. Den Schnaps, der klassischerweise aus Trauben gewonnen und in Wassergläsern serviert wird. Zur Vorspeise. Kein Grund, sich davon abschrecken zu lassen. Es gehört zum guten Ton, ganz langsam zu trinken – zu genießen. Begleitet wird das Hochprozentige von viel Salat: Schopska ist ein Muss (Büffeltomaten, Gurke und Schafskäse). Die Snejanka (bulgarisches Zaziki), „russischer Salat“ mit Mayonnaise, Kartoffeln und Erbsen und der köstliche Tomatenaufstrich Luteniza gehören ebenso auf den reich gedeckten Tisch. Auf ihre Küche sind die Bulgaren auch sehr stolz. Und noch eine Gemeinsamkeit hat die Speis mit dem Trank: Man konsumiert sie ganz langsam. Meist ist man nach einigen Stunden, mehreren „Wasser“-Gläsern und Vorspeisentellern bestens drauf und pappsatt, lehnt die Hauptspeise aus Höflichkeit aber dennoch nicht ab. Ein ganz normaler geselliger Abend. Auch ganz normal: Am nächsten Tag bereut man ihn ein wenig. Aber diese Abende machen Spaß, sie sind bulgarisches Lebensgefühl. Dafür muss man in Berlin nur in die Karl-Marx-Straße 226 in Neukölln, in die Mehana Balgaran. Der Rest ist ein Selbstläufer. Tägl. 10-24 Uhr, außer Sa 10-3 Uhr. Bulgarische Einwohner in Berlin: 30.282 (Stand: Ende Dez 2018).