Harald Burkart
Die beste politische Soap bietet derzeit die Junge Union. Vor wenigen Tagen deckte die taz auf, dass der JU-Chef Harald Burkart – der in Chatgruppen gerne mal Angela Merkel mit Hitler verglich und den die „Bild“ konsequent „Hantel-Harry“ nennt – offenbar früher Mitglied bei der AfD war. Burkart bestreitet das.
Gestern teilte die JU nun via Instagram mit, dass Burkart seine Amtsgeschäfte „vorübergehend kommisarisch“ (sic!) bereits am 3. April an seine Stellvertreterin Gjelsime Jonuzi abgegeben hat. Angeblich aus privaten Gründen.
Der CDU-Landesverband wusste nach Checkpoint-Informationen nichts von dem Rückzug. Allerdings hat dieser Burkart auch nie als rechtmäßigen JU-Vorsitzenden anerkannt. Die Interims-Vorsitzende Jonuzi sagte meiner Kollegin Anna Thewalt (T+), man wolle den Kontakt zwischen JU und CDU Berlin „erheblich intensivieren“. Und: „Wir möchten Brücken zur CDU Berlin bauen.“ Weiterhin reichlich Stoff also für eine spannende Vorabendserie.