Was Jobcenter und Betroffene von der geplanten Bürgergeldreform halten

Heute ist Montag oder, im bundeskoalitionären Sound, Zeit zum Ausschlafen für faule Bürgergeldempfänger. Für einen Abgleich mit dem wahren Leben haben wir uns umgehört – vor der Tür bei der Kundschaft des Jobcenters Berlin-Mitte, im Interview mit Helena Steinhaus vom Verein „Sanktionsfrei“ und bei der Leitung der Berliner Jobcenter, denen der Bund neue Sanktionsmöglichkeiten geben will.

Behördensprecher Jens Krüger schreibt auf Checkpoint-Anfrage, das Vorhaben greife „wichtige Wünsche der Jobcenter auf“. Man begrüße das Bekenntnis der Regierung zu unbürokratischer und kooperativer Zusammenarbeit. „Bei unserer Arbeit geht es nicht ums Bestrafen, sondern um eine qualitativ hochwertige Beratung.“ Dazu müssten die Menschen mit dem Jobcenter ins Gespräch kommen. Wenn das nicht gelinge, würden praktikable Sanktionsmöglichkeiten gebraucht. Die geplanten Regeln könnten helfen – sofern sie praxistauglich und für die Kundschaft verständlich seien.