Vorhang auf für den BER

Der BER kommt heute auf die Bühne – treffender Weise im Rahmen des Kulturprojekts „100 Jahre Gegenwart“ im Haus der Kulturen der Welt. Unter dem Titel „Gesellschaftmodell Großbaustelle (Staat 2)“ präsentiert die Berliner Regie-Gruppe „Rimini Protokoll“ die „verborgenen Choreografien verschobener Fertigstellung“: „Acht simultane Baustellenführungen verdichten sich zum Wimmelbild“, auftreten werden u.a. „ein Ameisenforscher“ und „der ehemalige BER-Entrauchungsplaner“, der „versucht zu verstehen, wie er zum Bauernopfer der Politik wurde“. Der Älteren unter uns erinnern sich: Es handelt sich hierbei um den Technischen Zeichner Alfredo di Mauro, den alle für einen Ingenieur hielten und deshalb zum Chefplaner machten (und jetzt macht er eben Theater). Höflich, wie di Mauro ist, hat er den Bauherren damals nicht widersprochen. (Programm und weitere Aufführungen hier)