Kritik von BUND in Nachtigall-Affäre
Kommen wir zu den wirklich wichtigen Dingen, denn es gibt Neues von der „Sex-Affäre Nachtigall“ – der Berliner BUND-Chef Tilmann Heuser schreibt an den Regierenden Wissenschaftssenator Michael Müller: Bei den Forscherinnen, die eine Entnahme wildlebender Vögel beantragt hatten, gebe es „erhebliche Wissenslücken“, aber auch bei der Verwaltung bestehe in Punkto Gesetzestreue, Service und Beratung Handlungsbedarf. „Bei frühzeitiger Beschaffung von gezüchteten Tieren wäre der Antrag auf Entnahme von drei männlichen Nachtigallen zu Zuchtzwecken unnötig gewesen (einschl. der Diskussion, ob diese nach Beraubung ihrer Freiheit überhaupt Lust auf Sex unter Laborbedingungen haben).“
Na, das werden wir ja mal sehen! Denn inzwischen hat das Brandenburger Umweltamt einen gleichlautenden Antrag der Berliner Forscherinnen genehmigt – es kommt also zu einer Art Länderfusion. Doch jetzt schockt die Verhaltensforscherin Silke Voigt-Heucke (leitet das Projekt „Forschungsfall Nachtigall“ im Naturkundemuseum) mit der Behauptung: „Viele Nachtigallenweibchen gehen fremd – jedes fünfte Küken wurde nicht vom sozialen Vater gezeugt, sondern von einem nahen Nachbarn.“ Ob da die Wissenschaft am Ende noch durchblickt? (Q: IV mit Bundesministerium für Bildung und Forschung).
Schließen wir den Vorgang fürs Erste mit einem interessanten Tipp, den der Naturschutzbund „Nabu“ soeben auf seiner Website veröffentlicht hat: „Vatertag bis Muttertag mit Vögeln verbringen“ – der Checkpoint wünscht viel Vergnügen.