AfD gesteht rechtsextremen Mitarbeiter ein
Geblockt hatte auch die AfD-Bundestagsfraktion: Sie bestritt Erkenntnisse meines Kollegen Alexander Fröhlich über ein früheres Mitglied der rechtsextremen „Heimatreuen Deutschen Jugend“ im Stab von Alexander Gauland (mit eigener Telefonnummer im Parlament). Erst nach Veröffentlichung der Recherche über den Hitler-Fan, der den Namen seiner Frau angenommen und bereits im Potsdamer Landtag für den Fraktionschef gearbeitet hatte, wurde bestätigt, was nicht mehr zu bestreiten war, und Gauland sagte der „FAZ“: „Ich frage meine Mitarbeiter nicht, was sie im jugendlichen Alter gemacht haben.“ Unangenehme Vergangenheit interessiert den Hobbyhistoriker („Fürst Eulenburg – ein preußischer Edelmann“, 2010) offenbar nicht so.
Die Berliner AfD hatte gestern übrigens bei Twitter zwei Umfragen laufen – die erste: „Gehört der Islam zu Deutschland?“ Stand heute Nacht bei 40.000 Teilnehmern: 84 % meinten ‚Ja“. Die zweite: „Erfüllt Kanzlerin Merkel ihren Amtseid zum Wohle des deutschen Volkes?“ Hier sagten sogar 85 % der Teilnehmer: „Ja“. Noch vor dem Morgengrauen löschte die AfD ihre Umfragen klammheimlich wieder - offenbar war die russische Bot-Armee der Partei geradeauf einem anderen Schlachtfeld beschäftigt.
Und auch Shahak Shapira hat eine Umfrage gestartet, die Frage: „Gehört die AfD zu Deutschland?“, die Antwortmöglichkeiten: „Nein“, „Nein“, „Kommt auf’s Jahr an“, „Nein“. Hm, da kann man sich ja gar nicht entscheiden…