Steffen Krach zum SPD-Kandidaten nominiert

Auf Touren kommt jetzt der Wettstreit vor der Berlin-Wahl im nächsten Jahr. Am Mittwoch nominierte der SPD-Landesvorstand einstimmig Steffen Krach, einst Wissenschafts-Staatssekretär in Berlin und seit vier Jahren Regionspräsident in Hannover, zum Spitzenkandidaten. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU), längst auf Vorwahlkampf-Tingeltour durch die Hauptstadt unterwegs, begrüßte seinen bisher schärfsten Konkurrenten mit den Worten: „Gucken wir mal, wann er nach Berlin zieht.“ Krach muss auch erklären, welche politischen Vorstellungen er für seine alte, neue Heimat hat. An seine bisherigen Mitarbeitenden in Hannover schrieb der 46-Jährige mit Blick auf den am Wochenende im Tagesspiegel durchgesickerten Wechsel: „Manchmal kommt es anders, als man denkt.“

Das wird sich wohl auch mancher in der Berliner SPD denken, der sich wie Fraktionschef Raed Saleh selbst Hoffnungen auf die Kandidatur gemacht hatte. Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey appellierte vorsichtshalber an ihre Partei, Krach zu unterstützen: „Wir können gemeinsam für Berlin viel erreichen, wenn wir geschlossen zusammenstehen.“ Mit Betonung auf: wenn.